Donaueschingen Feuerwehrübung in Blumberg offenbart Lücken

Bei einer Feuerwehrübung in Blumberg sind am Freitagabend fünf Abteilungen übergreifend gefordert. Übungsgebäude in der Kernstadt war die Scheffelschule als Sonderobjekt.

Blumberg – Da schaute doch manch einer verdutzt in der näheren Nachbarschaft der Viktor-von-Scheffel Schule in der Blumberger Kernstadt, beziehungsweise vorübergehende Passanten vermuteten schon Schlimmeres, als die Floriansjünger am Freitagabend mit schwerem Gerät anrückten, und vor der Schule hielten.

Mit Anstellleitern werden zwei Schüler aus dem Obergeschoß gerettet, da das Treppenhaus zu stark verraucht war. Bild: RogerMüller
Mit Anstellleitern werden zwei Schüler aus dem Obergeschoß gerettet, da das Treppenhaus zu stark verraucht war. Bild: RogerMüller
  • Der stellvertretende Kommandant Peter Frey von der Blumberger Wehr konnte beruhigen, es handelte sich lediglich um eine Übung. Dennoch sind solche Übungen sehr wichtig, gerade in sogenannten Sonderobjekten, zu denen auch Schulen zählen, müssen regelmäßig solche Szenarien für den Ernstfall geprobt werden.
  • Auch für die Einsatzkräfte war der Ort der Übung unbekannt, sie waren lediglich in den teilnehmenden Feuerwachen der Abteilungen Stadt, Hondingen, Riedöschingen, Fützen und Nordhalden, sowie die Führungsgruppe C vor Ort, das Übungsobjekt war ihnen bis zum Alarm unbekannt.
  • Angenommen wurde bei der Übung ein technischer Defekt, der einen Brand mit starker Rauchentwicklung im Keller des Gebäudes entfachte. Der Rauch verteilte sich durch die Bauweise im kompletten Gebäude, Personen, die sich zum Brandausbruch im Gebäude aufhielten, war der Fluchtweg abgeschnitten. Es galt acht vermisste Personen im Gebäude ausfindig zu machen, und in Sicherheit zu bringen. Zwei Personen machten sich am Fenster bemerkbar, sechs waren in den Räumlichkeiten der Schule verstreut.
  • Hauptaugenmerk bei der Übung lag auf dem Suchen und Retten von Personen, Einsatz von tragbaren Leitern, Überprüfung der Wasserversorgung zum Löschen, Handhabung von Atemschutzgeräten, und natürlich die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Wehren. Übungsbeobachter Stefan Band (Kommandant Feuerwehr Blumberg), Peter Frey (Stellvertretender Kommandant Feuerwehr Blumberg) und Matthias Lohberger (Stellvertretender Kommandant der Abteilung Kommingen) nahmen das Geschehen genau unter die Lupe, und machten sich Notizen für die anschließende Manöverkritik. Es lief natürlich nicht alles nach Plan, in manch einer Situation reagierten die Übungsteilnehmer noch etwas unbedarft. "Doch dafür sind Übungen ja da, um aus den Fehlern zu lernen, um für den tatsächlichen Ernstfall dann gerüstet zu sein", so der Blumberger Abteilungskommandant Stefan Band.
Während sich ein Trupp um den geborgenen Schüler kümmert, sind die Atemschutzträger schon wieder auf dem Weg in das Schulgebäude, um weitere Verletzte zu bergen. Bild: Roger Müller
Während sich ein Trupp um den geborgenen Schüler kümmert, sind die Atemschutzträger schon wieder auf dem Weg in das Schulgebäude, um weitere Verletzte zu bergen. Bild: Roger Müller

Die Teilnehmer

Über 30 Floriansjünger waren mit sieben Fahrzeugen an der Übung an der Scheffelschule in Blumberg vertreten. Tragbare Leitern und Atemschutzgerät kamen zum Einsatz, auch jede Menge an Schläuchen wurden ausgerollt, um dem simulierten Brand zu löschen. Bewährt hat sich auch die Führungsgruppe C, die die einzelnen Abschnittsleiter unterstützte, und das Geschehen koordinierte. Die "Verletzten", bzw. zu rettenden Schüler wurden von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr gestellt.

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