Blumberg Fachmann Friedrich Kretzschmar betont in Blumberg: "Jede Tierart hat ihre Bedeutung"

Naturschutzexperte Friedrich Kretzschmar sieht die Schöpfung als ein Ganzes: als ein ökologisches Netz, wo jede Art mit eine anderen Art zusammenhängt, betonte er auf einer Exkursion mit dem SÜDKURIER am Blumberger Buchberghang.

Die Frage schmeckte dem Naturschutzexperten Friedrich Kretzschmar auf der Exkursion mit dem SÜDKUIER in Blumberg nicht. Die Frage nach der Bedeutung von Schmetterlingen und Vögeln innerhalb des gesamten Ökosystems. Einen kurzen Moment hielt der Fachmann von der Höheren Naturschutzbehörde inne, dann kam seine Antwort: Es sei die Frage, "ob man die Schöpfung als Ganzes erhalten will." Nicht ohne Grund rede man vom ökologischen Netz: "Die Arten hängen alle miteinander zusammen", betonte Kretzschmar, dessen Behörde beim Regierungspräsidium Freiburg angesiedelt ist. Im Naturschutz gelte der Grundsatz, dass "alle Arten unserer Landschaft erhalten werden sollen."

Am Buchberg-Südhang erläuterte der Fachmann die Pflegemaßnahmen, die seit ein paar Jahren durch einen Forstbetrieb sowie Schafe und Ziegen greifen, um Lebensraum zu schaffen oder zu erhalten, namentlich für bedrohte Schmetterlingsarten wie den Gelbringfalter oder die Widderchen. Sonst würde die Landschaft verbuschen.

Schmetterlingsexperte Stefan Hafner aus Löffingen hat den Käscher immer dabei. Bild: Bernhard Lutz
Schmetterlingsexperte Stefan Hafner aus Löffingen hat den Käscher immer dabei. | Bild: Bernhard Lutz

Blumberg hat für die Naturschützer im Regierungsbezirk Freiburg einen besonderen Stellenwert: Mit bedingt durch die Topographie von 490 Metern an der Wutach bis 1024 auf dem Hohen Randen sowie viel Magerrasen finden sie hier eine vielfältige Flora und Fauna.

"Blumberg ist mein Lieblingsgebiet", bekundete Friedrich Kretzschmar, der sich unter anderem um den gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis kümmert. Ihn fasziniert schon die Entstehung der Landschaft. Wo heute die Kernstadt liegt, floss bis vor 10 000 Jahren die Urdonau, und Kretzschmar erklärte, weshalb dieser Fluss Urdonau hieß: Er entsprang dem bis zum Ende der letzten Eiszeit stark vergletschertern Gebiet des Feldbergs, und der Fluss, der wohl über die gesamte heutige Blumberger Pforte nach Osten mäanderte, habe wesentlich mehr Wasser geführt als der Fluss, der als heutige Donau von Donaueschingen kommend bei Geisingen in die Urdonau eingemündet sei.

Wegen des geringen Gefälles beim heutigen Blu

Das Große Fünffleckwidderchen zählt zu den Tagfaltern. Bilder: Bernhard Lutz
Das Große Fünffleckwidderchen zählt zu den Tagfaltern. | Bild: Bernhard Lutz

mberg habe sich die Urdonau durch den mitgeführten Schwarzwaldschotter und Kies ihr Bett nach Osten verbaut und sei am Buchberg durch einen schon bestehenden kleinen Fluß nach Westen abgelenkt worden. Heute heißt der Fluß Wutach und mündet bei Waldshut in den Rhein.

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