Blumberg Energieversorgung Südbaar in Blumberg: "Wir sind gut aufgestellt"

Die Energieversorgung Südbaar schreibt weiter Erfolgsgeschichte. Die Stromunion von Blumberg mit Hüfingen und Bräunlingen ist vollzogen, die Betriebsstelle Hüfingen wurde 2017 in die Zentrale Blumberg integriert

Mit Optimismus und Zuversicht geht die Energieversorgung Südbaar GmbH & Co. KG (ESB) in das neue Jahr 2018. "Wir hatten ein wirtschaftlich zufriedenstellendes Jahr 2017", sagte ESB-Geschäftsführer Thomas Fischinger bei einem Pressegespräch mit dem SÜDKURIER. Er erwarte ein ähnlich gutes Geschäftsergebnis wie 2016, als für die vier Gesellschafter insgesamt 992 000 Euro Dividende ausgeschüttet wurden, wenngleich die Zahlen für 2017 derzeit noch zusammengestellt werden. Erfreulich für die Strom- und Gaskunden war: Dank guter Einkaufsstragegie und guter Arbeit des Teams konnten die Preise stabil gehalten werden. "Das Unternehmen ist sehr gut aufgestellt", betonte Fischinger stolz.

Sie tragen bei der Energieversorgung Südbaar Verantwortung, von links Geschäftsführer Thomas Fischinger, Bernhard Gail, Technischer Bereichsleiter für Hüfingen und Bräunlingen, und der Technische Betriebsleiter Thomas Eckert. Bilder: Bernhard Lutz
Sie tragen bei der Energieversorgung Südbaar Verantwortung, von links Geschäftsführer Thomas Fischinger, Bernhard Gail, Technischer Bereichsleiter für Hüfingen und Bräunlingen, und der Technische Betriebsleiter Thomas Eckert. Bilder: Bernhard Lutz | Bild: Bernhard Lutz
  • Es war ein arbeitsreiches Jahr. Im Jahr 2016 war die frühere GmbH mit der Stadt Blumberg und der Energiedienst Holding AG als gleichberechtigten Gesellschaftern 2016 in die Stromunion der Südbaar mit den Städten Hüfingen und Bräunlingen als weiteren Gesellschaftern zu einem kommunal dominierten Stromversorger erweitert worden. Im Vorjahr integrierte die ESB die Hüfinger Betriebsstelle der früheren EV Baar mit allen acht Mitarbeitern in die Zentrale in Blumberg. Vieles war zu bewältigen, bis alle acht Kolleginnen und Kollegen aus Hüfingen ihre Arbeitsplätze eingerichtet hatten und ihr Aufgabenfeld bestimmt war. Die Aufgabengebiete seien durch die Stromunion noch vielfältiger geworden. "Ende 2017 kamen wir zum ersten Mal wieder in einen Turnus" schildert Fischinger.
  • Mittelständisches Unternehmen: Die ESB ist längst ein kleines mittelständisches Unternehmen mit inklusive den Teilzeitkräften nun 30 Beschäftigten. Die Hälfte davon sind technische Mitarbeiter, die sich um die Belange vor Ort kümmern. Nach langem Suchen konnte Fischinger zwei neue Techniker einstellen, doch er sucht weiterhin technische Mitarbeiter, weil das Aufgabengebiet allein schon von der Netzgröße erheblich größer geworden sei. Die ESB habe die Netzgebiete der EV Baar von den Stadtwerken Bräunlingen und den Stadtwerken Hüfingen mit den Technikern übernommen, sowie die Netzgebiete der Energiedienst Holding AG ohne Techniker.
  • Neue Netzgebiete, die die ESB von der Energiedienst AG übernahm, sind die fünf Hüfinger Stadtteile Behla, Fürstenberg, Hausen vor Wald, Mundelfingen und Sumpfohren sowie die Bräunlinger Stadtteile Döggingen und Mistelbrunn.
  • Stromnetz erweitert: Durch die Bautätigkeiten in Hüfingen und Bräunlingen investierte die ESB alleine rund 500 000 Euro in die Stromnetzerweiterung, vor allem für die Baugebiete "Auf Hohen" in Hüfingen und "Niederwiesen" in Bräunlingen. Und in den Häusern mussten 3000 Stromzähler ausgetauscht werden, auch hier habe sich das Aufgabengebiet durch die Stromunion erweitert, so Fischinger.
  • Im Bereich Erdgas wurden mehr als 100 000 Euro investiert unter anderem für die neue Übergabestation Hüfingen-Kopfacker in Hüfingen. In der Blumberger Kernstadt forderte ein Leck im Fernwärmenetz "Kehr ob der Kehr" die Techniker. Weil eine Leitung undicht war, musste ständig neues Wasser zugespeist und erwärmt werden.
  • Im Strombereich "haben wir unsere Tarifkunden auf Ökostrom umgestellt, der durch Wasserkraft erzeugt wird, und zwar ohne die Preise zu erhöhen", berichtet der ESB-Geschäftsführer. Für 2018 sei die Inbetriebnahme von sechs Elektrotankstellen geplant, je zwei in Blumberg, Hüfingen und Bräunlingen. Die ersten drei Tankstellen seien schon montiert, in Blumberg neben dem Gebäude der ESB, und sollen im Februar in Betrieb gehen.
  • Erweiterung: Die vielen Aufgaben sind nur mit den nötigen Fahrzeugen und dem nötigen Material zu bewältigen. "Wir platzen aus allen Nähten", bekundet Fischinger. Ab Februar werden sie die ihnen gehörende Halle nebenan, in der früher die Werkstatt für die Weberei Lauffenmühle untergebracht war und bisher ein Getränkemarkt residierte, selbst nutzen, zunächst als Lager. Dorthin käme Material wie die großen Kabeltrommeln von der EV Baar, Anhänger oder Hochdruckreiniger. Für die Kunden in Hüfingen und Bräunlingen bestehe Konstanz: "Der technische Bereichsleiter Bernhard Gail ist weiterhin für Hüfingen und Bräunlingen zuständig, er hat sein eigenes Büro."

 

Die Leistungen

Die Energieversorgung Südbaar GmbH & C0. KG liefert Strom an die Städte Blumberg mit allen Teilorten, Hüfingen mit allen Teilorten und Bräunlingen mit allen Teilorten sowie Gas an rund 1100 Kunden in den Städten Blumberg mit Riedböhringen, Hüfingen mit Behla, und den Bräunlinger Teilort Döggingen. Geschäftführer ist seit elf Jahren Thomas Fischinger, Gesellschafter sind die Städte Blumberg, Hüfingen und Bräunlingen mit je 20 Prozent sowie das Unternehmen Energiedienst Holding AG mit 40 Prozent. (blu)

 

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