Blumberg/Riedöschingen Die Homberger Steige bei Riedöschingen wird saniert

Die Homberger Steige bei Riedöschingen wird saniert. Der Planer stellte das Vorhaben im Ausschuss für Technik vor. Künftig soll mehr Oberflächenwasser aufgefangen werden und nicht mehr über die Straße fließen. Der Abschnitt von 430 Metern wird auf 362 000 Euro geschätzt.

Über die Sanierung der Homberger Steige im Außenbereich von Riedöschingen diskutierte der Ausschuss für Umwelt und Technik am Donnerstag. Es habe der Wunsch bestanden, die Planung vorzustellen, weil es unterschiedliche Auffassungen gegeben habe, ob die 365 000 Euro im Haushalt nur für einen Abschnitt von rund 450 Metern oder für die gesamte Steige ausreichten, führte Bürgermeister Markus Keller in das Thema ein.

Vor Gossental wurde vor ein paar Jahren dieses Auffangbauwerk erstellt, um das Oberflächenwasser aufzunehmen. Bild: Bernhard Lutz
Vor Gossental wurde vor ein paar Jahren dieses Auffangbauwerk erstellt, um das Oberflächenwasser aufzunehmen. Bild: Bernhard Lutz
  • Volker Röhl vom Büro Greiner in Donaueschingen schilderte die Situation: Bei dem Abschnitt der Homberger Steige handle es sich um circa 430 Meter, die mit einem Höhenunterschied von 50 Metern eine Steigung/ein Gefälle von mehr als zehn Prozent aufwiesen. Die Steige grenzt an das Wasserschutzgebiet Köhre im Aitrachtal.
  • Zustand: Die Straße, die vom Gossental hinauf zum Homberger Hof und den Schabelhöfen führt, ist am Anfang ausgebaut und hat an einer Seite ein Auffangbauwerk für Oberflächenwasser, das nach Regenfällen immer wieder in größeren Mengen nach unten fließt, zumal auch das Wasser einer Wiese auf die Homberger Steige abfließt. Es gebe einige Flickstellen und mehrere ausgebrochene Kanten.
  • Die Breite von zum Teil nur drei Metern oder 3,50 Metern verhindere, das zwei Fahrzeuge aneinander vorbeikämen. Vorgesehen seien zwei circa 20 Meter lange und 5,50 Meter breite Ausweichstellen, damit auch landwirtschaftliche Fahrzeuge ausweichen könnten. Die CDU beantragte, die Straße auf vier Meter auszubauen. Bürgermeister Markus Keller erklärte, sie hätten das intern auch besprochen mit der Ansicht, dass vier Meter Breite keinen großen Unterschied machten zu 3,50 Metern. Planer Röhl ergänzte, ein VW Golf sei breits mehr als zwei Meter breit. CDU-Sprecher Dieter Selig beantragte, der Planer solle auf jeden Fall die Kosten für vier Meter Breite ermitteln, was der Ausschuss letztlich auch so beschloss.
  • Die Planung: Die fünf Zentimeter dicke Asphaltschicht und 40 bis 50 Zentimeter Unterschicht aus Lehm und Kies soll zum Teil als Untergrund für die neue Fahrbahn dienen. Die Straße erhält eine neue Frostschutzschicht und eine neue Asphaltdecke. Im Steilstück soll das bisher nach links (Richtung Aitrachtal) ausgerichte Quergefälle nach rechts Richtung Riedöschingen geändert werden. Damit werde die Entwässerungssituation maßgeblich verbessert, machte Planer Röhl deutlich, weil nicht mehr das gesamte Wasser über die Straße fließen werde, was an der linken Seite jedes Jahr zu Ausspülungen und Randabbrüchen geführt hatte.
  • Kosten: Die von Volker Röhl dargestellte Planung würde brutto 362 000 Euro betragen. Stadtrat Rainer Gradinger (Freie Liste) fand die rund 360 000 Euro für rund 400 Meter Straße "absolut an der Grenze. So viel Verkehr gebe es auf der Homberger Steige nicht. Bürgermeister Keller pflichtete ihm bei und sagte, sie würden immer wieder aufgefordert, den Steppacher Weg von Blumberg Richtung Riedöschingen zu teeren. Als der Bürgermeister von dem in Riedöschingen wohnenden Stadtrat Luis Rocha dos Santos auf seine Frage erfuhr, dass auf den Schabelhöfen und dem Homberger Hof zwischen 25 und 30 Menschen wohnten, wurde es CDU-Fraktionssprecher Dieter Selig zuviel: Wenn man die Kosten eines Vorhabens auf die hauptsächlich betroffenen Menschen umlegen würde, "hätten wir im Achdorfer Tal keine Abwasserentsorgung und auf dem Randen kein Glasfaser."
  • Zeitplan: Bis Juli könnte die Ausführungsplanung erfolgen, im August/September sei die Vergabe möglich, im September könnte auch die Sanierung beginnen. Einig war man sich, den Bauunternehmern zeitlich Luft zu lassen, "dann bekommen wir eventuell bessere Preise", so Stadtbaumeister Uwe Veit. Sollte die Sanierung dieses Jahr beginnen, müsse der Unternehmer den Auftrag auch dieses Jahr vollenden, sollten die Arbeite im Frühjahr 2019 beginnen, sollten sie 2019 fertig werden. Stadtbaumeister sprach von einem Ausführungszeitraum von acht bis neun Wochen.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Die leckersten Gins vom Bodensee und Schwarzwald
Neu aus diesem Ressort
Blumberg
Riedöschingen
Blumberg
Blumberg
Blumberg
Blumberg
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren