Blumberg Bürgermeisterwahl in Blumberg: Wählen ist Pflicht

Bei der Bürgermeisterwahl in Blumberg am Sonntag ist Wählen Pflicht

Blumberg wählt am Sonntag den Bürgermeister für die nächsten acht Jahre. Für die Stadt ist die Wahl in jedem Fall etwas Besonders, auch wenn manche Bürgerinnen und Bürger dies vielleicht etwas anders sehen mögen. Die 7744 Wahlberechtigten haben die Möglichkeit, dem Amtsinhaber und einzigen Bürgermeisterkandidaten Rückmeldung zu geben. Sie haben ein aktives Wahlrecht, sie können selbst wählen. In Zeiten, wo gerade dieses Wahlrecht in vielen Ländern, die sich selbst demokratisch nennen oder so empfinden, ausgehöhlt wird oder Bürgerinnen und Bürger am Wählen gehindert werden, weil ihr Name zum Beispiel nicht auf der Wahlliste steht, ist dieses Gut nicht hoch genug zu bewerten. Zwar stößt mehreren Bürgerinnen und Bürgern auf, dass es nur einen Kandidaten gibt, wie verschiedentlich zu vernehmen war. Doch dies ist kein Grund, nicht zur Wahl zu gehen. Wer mit dem Kandidaten nicht einverstanden ist, kann auch einen anderen Namen auf den Wahlzettel schreiben. Dabei muss er den Vor- und Nachnamen der Person eintragen, den Beruf oder Stand, die Anschrift und nötigenfalls noch weitere Angaben, damit die Person eindeutig und zweifelsfrei identifiziert werden kann. Ein wesentliches Augenmerk am Sonntag wird sich auf die Wahlbeteiligung richten. Sie ist auch ein Etikett, das in das ganze Land Baden-Württemberg hinausstrahlt. Eine hohe Wahlbeteiligung signalisiert das Interesse der Einwohner mit dem kommunalpolitischen Geschehen, es zeigt, dass die Menschen sich mit der Entwicklung und dem Geschehen in ihrer Stadt identifizieren. Genau an dieser Außenwirkung, an diesem Etikett, können jede einzelne Wählerin und jeder einzelne Wähler mitwirken.

Der Stadt Blumberg kann eine hohe Wahlbeteiligung in verschiedener Hinsicht nützen. Und sei es nur, dass Abgeordneten bei einem Zuschussantrag aus Blumberg sofort einfällt: "Das ist doch die Stadt mit der hohen Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl". In der baden-württembergischen Gemeindeordnung steht gleich im ersten Paragraphen an dritter Stelle: "Die verantwortliche Teilnahme an der bürgerschaftlichen Verwaltung der Gemeinde ist Recht und Pflicht des Bürgers." Damit nehmen die Verfasser der Gemeindeordnung die Bürgerinnen und Bürger ganz bewusst in die Pflicht, sich an der Entwicklung in ihrem Ort zu beteiligen. Keine Gemeinde kann ohne das Engagement ihrer Einwohner gedeihen, vor allem nicht ohne das ehrenamtliche Engagement, namentlich in den Vereinen. Wo kein Vereinsleben mehr stattfindet, stirbt ein Stück Kultur, stirbt ein Stück Tradition. Das Gleiche gilt für die Wahlbeteiligung.

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