Blumberg-Fützen Blumberger Stadtwald: Baumzucht für gesunden Wald

Im Waldgebiet des Forstreviers Fützen/Epfenhofen ist ein Zwischenlager für Baumsetzlinge entstanden. Der Bereich benötigt eine ständige Feuchtigkeitszufuhr

Fützen (bal) Am Dienstagmorgen rumpelte ein Lastwagen einer Baumschule aus dem Zollernalbkreis über die Waldwege im Fützener Forst. Begleitet wurde der Laster mit mehr als 4000 kleinen Baumsetzlingen in der Größenordnung von 30 bis 60 Zentimetern vom Revierleiter des Forstreviers Fützen/Epfenhofen, Patrick Egle, und seinem Donaueschinger Kollegen Michael Mayer. Die Bäumchen wurden in der Nähe des Grenzübergangs Beggingen von Forstwirt Michael Meister und Hermann Zeller in Empfang genommen und sofort in einem Zwischenlager, einer vorbereiteten feuchtgehaltenen Fläche, eingeschlagen. Dort werden die jungen Bäume in den nächsten zwei bis drei Wochen ausgegraben und auf der gesamten Waldfläche in diesem Bereich eingepflanzt.

Diesmal waren es vor allem Fichten, hergestellt aus Saatgut aus der Region, die angeliefert wurden. Platz sei dort auch für weitere Baumarten, sagte Förster Patrick Egle, der zusammen mit seinem Kollegen Michael Mayer das Anliefern überwachte. Auch Privatwaldbesitzer können ihren Bedarf an Bäumen mit Saatgut aus der Region und somit aus dem Forst des Schwarzwald-Baar-Kreises und der Blumberger Forstreviere, decken. "Im letzten Jahr haben sogenannte Zapfenpflücker das Saatgut aus den hiesigen Wäldern von den Bäumen geholt", sagte Patrick Egle. Insgesamt 150 frische Triebe aus den Tannenzapfen des Hochwalds der Forstreviere werden jeweils vor der Aussaat an ein Institut gesandt, um den genetischen Fingerabdruck feststellen zu lassen. Erst danach gehe das Saatgut an eine Baumschule, mit der sie ständig in Verbindung stünden, war von Michael Mayer von der Kommunalen Holzverkaufsstelle des Schwarzwald-Baar-Kreises zu hören. Ziel sei es, mit der Verwendung dieses wertvollen Saatgutes der Nachwelt einen gesunden Wald zu hinterlassen, so die beiden Förster, die auf ein feuchtes Frühjahr hoffen.

Im Stadtwald Blumberg sollen dieses Jahr 14 Hektar bepflanzt werden: eine Nadelbaummischung aus Fichte/Tanne/Douglasie/Lärche und Kiefer, "um für den Klimawandel ein breites Baumartenspektrum parat zu haben", hatte Virginia Lorek, Leiterin der Betriebsstelle Baar des Kreisforstamts, im Februar im Gemeinderat erklärt.

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