Blumberg Blumberger Kernstadt soll neue Impulse erhalten

Die Stadt Blumberg will Aufnahme von Teilen der Kernstadt in das Landesprogramm. Ein Zwischenbericht wird am Mittwoch im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt.

Wie die Entwicklung der Kernstadt weiter erfolgen soll, darum geht es heute im Ausschuss für Technik und Umwelt, der ab 18 Uhr im Städtlesaal des Feuerwehrhauses Blumberg tagt. Nach dem Umzug von Wasserwerk und Bauhof aus der Kernstadt in das Gewerbegebiet Vogelherd ergeben sich zwischen der Vogtgasse und der Stadthalle neue Möglichkeiten, etwa für Mietwohnungsbau. Im Zuge des geplanten Schulcampus am Eichberg würden sich neue Möglichkeiten für das Gebäude der Scheffelschule ergeben. Die Schule gehört auch zur Gebietskulisse, die in das Landessanierungsprogramm aufgenommen werden soll. Für Blumberg ist es eines der größeren Projekte, die Kostenschätzung liegt inzwischen bei 3,37 Millionen Euro.

  • Rückblick: Seit Mitte der 1980er Jahre war die Stadt Blumberg im Landessanierungsprogramm. In Zollhaus kaufte sie das Gelände der Baufirma Treinen, dorthin siedelte die Zimmerei Greitmann und die Metallbaufirma Kessler von der Handwerkerstraße aus. In der Kernstadt entstand als Folgeprojekt der erste Bleichnerbau an der Ecke Handwerkerstraße/Tevesstraße mit einem Lebensmittelmarkt. 1991 begann Bleichner sein zweites Projekt, das Wohn- und Geschäftshaus an der Ecke Hauptstraße/Weiherdammstraße.
  • Im Westen erwarb die Stadt bei der Stadthalle den Grenzhof und das Haus Schneider und riss beide Häuser ab. In der Hauptstraße wurden das ehemalige "Gasthaus zum Frieden", das "Färberstüble" und in der Friedhofstraße das dortige Haus Schneider (früher Feederle) gekauft und abgerissen für die Sanierung Stadtmitte West.
  • Ein großer Schritt war der am 22. Juni 1996 eingeweihte Sparkassenneubau samt der Gestaltung des Umfeldes mit den Gehwegen im Schachbrettmuster: Blumberg hatte plötzlich eine Stadtmitte, vorher war das Gelände unbebaut. Und in das frühere Gebäude der Sparkasse in der Hauptstraße 52 zog die Stadt ein, dort sind heute das Bürgerbüro, Ordnungsamt, Touristinformation, und das Stadtbauamt untergebracht. Im Gegenzug erhielt der Türkisch Islamische Kulturverein das flache Gebäude am Sportzentrum, wo davor das Stadtbauamt war. Daran schloss sich die Entwicklung am Handwerkerplatz an, wo das ehemalige Wohnhaus Knöpfle abgerissen wurde und der mehrgeschossige Stadlerbau entstand und zusammen mit dem ebenfalls mehrgeschossigen Haus Raff auf der gegenüberliegenden Seite und dem ersten Bleichnerbau den heutigen Marktplatz umrahmt.
  • Jetziges Projekt: In den letzten Jahren wurde das Projekt "Zehn auf einen Streich" für die Innenentwicklung der acht Stadtteile sowie Zollhaus und Randen auf den Weg gebracht. Danach befasste sich der Gemeinderat immer wieder damit, wie es mit der Entwicklung der Kernstadt weitergehen soll. Im Oktober 2016 beantragte die Stadt die Aufnahme in das Landessanierungsprogramm. Gebietskulisse war vor allem die Haupteinkaufsstraße Tevesstraße mit dem Marktplatz, im Osten endete sie an der Winklerstraße. Nach Westen gehören Teile der Hauptstraße sowie die Scheffelschule dazu. In diesem Zusammenhang beauftragte der Gemeinderat die Steg Stadtentwicklung GmbH in Stuttgart, für das Gebiet "Stadtmitte II" eine Grobanalyse zu erarbeiten. Ziel war es, angesichts baulicher Mängel und Defiziten in der Gestaltung des öffentlichen Raums neue Anreize und Impulse für ein attraktives Stadtbild zu entwickeln.
  • Für dieses Jahr wurde die Aufnahme Blumbergs in das Landessanierungsprogramm wegen vieler Projekte für 2017 nicht berücksichtigt. Nach einem gemeinsamen Termin mit dem Regierungspräsidium Freiburg und Vertretern des Stuttgarter Wirtschaftsministeriums samt Begehung wurden die Anregungen eingearbeitet: Dies waren eine Gebietserweiterung um die Danziger Straße, die Roseggerstraße und die Mörikestraße, sowie eine Aktualisierung im Bereich Handwerkerstraße. Insgesamt hat sich die Kosten- und Finanzierungsrechnung von 3,25 auf 3,37 Millionen Euro erhöht. Bei Aufnahme in das Landsanierungsprogramm würden 60 Prozent der Bund und das Land übernehmen sowie 40 Prozent die Stadt Blumberg. Für die Jahre 2018/19 fielen 70 000 Euro für Untersuchungen und Planungen an.

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