Bad Dürrheim Schulwettbewerb: Ostbaarschule kümmert sich um Inklusion im Klassenzimmer

Die Kooperation mit der Karl-Wacker-Schule besteht bereits seit zwei Jahren. Die Zukunft ist noch offen.Ba

Bad Dürrheim – Inklusion und Kooperation, dies sind die zentralen Werte, die an der Ostbaarschule seit Längerem gelebt werden. Die Ostbaarschule ist eine offene Ganztagessschule und befindet sich in Oberbaldingen, einem der sieben Stadtteile Bad Dürrheims. Sie liegt am östlichen Ende der Hochebene der Baar zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb. In Zusammenarbeit mit der Karl-Wacker-Schule in Donaueschingen werden hier Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet. Der Schulwettbewerb der Sparkasse soll die weitere Finanzierung des Kooperationsprojektes sicherstellen.

Zur Zeit besuchen 118 Schüler aus Biesingen, Oberbaldingen, Sunthausen und Unterbaldingen die Ostbaarschule, genauso wie Schüler der Karl-Wacker-Schule. Die nach dem ehemaligen Studiendirektor in Beuron, Träger des Roten Adlerordens vierter Klasse und Ritter des Hohenzollernschen Hausordens, Karl Wacker, benannte Schule ist ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum.

An der Ostbaarschule werden die Begriffe „Inklusion“ und „Kooperation“ groß geschrieben und deshalb hat man sich mit der Karl-Wacker-Schule zusammengetan, um Vorurteile und Ängste gegenüber behinderten Kindern abzubauen. Die Schüler der beiden Schulen werden gemeinsam von einer Grundschullehrerin und einem Sonderschullehrer unterrichtet.

Der Unterricht ist dabei den individuellen Bildungs- und Entwicklungsbedürfnissen der Kinder angepasst. Auch gemeinsame Schullandheimaufenthalte, währenddessen sich die Kinder besser kennenlernen können, gibt es. Ziel dieses Projekts ist es, eine gegenseitige Akzeptanz bei den Schülern zu schaffen. Außerdem soll ihre soziale Kompetenz gestärkt werden. Bei dem Unterricht handelt es sich um eine Außenklasse von derzeit fünf Schülern mit geistiger Behinderung der Karl-Wacker-Schule an der Grundschule in Oberbaldingen.

Profitieren sollen von diesem Projekt natürlich die Schüler der dritten Klasse der Ostbaarschule sowie die der Karl-Wacker-Schule. Damit kommt das Projekt nicht nur einer Schule zugute, sondern sogar zweien. Die Kooperation zwischen den beiden verschiedenen Schularten sei auf Nachhaltigkeit ausgelegt, sofern das langfristige Fortbestehen des Projektes gewährleistet werden kann.

Die Kooperation läuft bereits seit dem Schuljahr 2015/2016. Seit zwei Jahren werden Schüler beider Einrichtungen gemeinsam unterrichtet. Das Projekt soll bis zum nächsten Schuljahr, also 2018/2019, weiter laufen. Voraussichtlich soll die Zusammenarbeit an der Ostbaarschule auch über das kommende Schuljahr hinaus fortgeführt werden, sofern die Finanzierung dafür gestemmt werden kann. Der Schulwettbewerb könnte Abhilfe schaffen und somit eine Stütze für die Zukunft sein.

Die Schule

Die Ostbaarschule ist eine offene Ganztagesschule, die Schülern aus den Ortsgemeinden Biesingen, Oberbaldingen, Öfingen, Sunthausen und Unterbaldingen sowie von fünf Schülern der Kooperationsschule Karl-Wacker-Schule in Donaueschingen besucht wird. Die Karl-Wacker-Schule ist ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum. In immer wieder wechselnden Lerneinheiten werden in der Ostbaarschule Klein- oder Großgruppen gebildet. Hier werden gemeinsam Inhalte erarbeitet, Übungen gemeistert, miteinander besprochen und präsentiert. Dabei unterstützen und helfen sich Kinder mit und ohne Behinderung. (nt)

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