Bad Dürrheim Katholische Frauengemeinschaft Hochemmingen: seit hundert Jahren ein Treffpunkt

Die katholische Frauengemeinschaft Hochemmingen feiert den 100. Jahrestag ihrer Gründung.

Ganz genau ließe sich die Gründung ihrer Gruppe in Hochemmingen nicht mehr zurückverfolgen, sagt Ulrike Bertsche, Schriftführerin und Sprecherin der katholischen Frauengemeinschaft in Hochemmingen. Auch auf wen die Gründung zurückgehe, ist heute unbekannt. Jedenfalls liege in den Unterlagen eine Gründungsbestätigung von 1917 vor. Seit hundert Jahren gehört die Ortsgruppe damit zu Hochemmingen. Und dieser große Geburtstag muss natürlich gefeiert werden: Die Frauen treffen sich am kommenden Sonntag, 15. Oktober, zum Frühstück.

Und allein wenn sie über die Geschichte ihrer Gruppe sprechen, gibt es dabei einiges zu erzählen: Während der Kriegsjahre hat die Tätigkeit der Frauengemeinschaft geruht, sagt Bertsche. 1957 habe dann der Hochemminger Pfarrer Mutz – damals hatte noch jede Gemeinde ihren eigenen Pfarrer – die Gemeinschaft im Rahmen eines Vortrages, zu dem er die Frauen eingeladen hatte, reaktiviert.

Die Arbeit der Frauen unterscheidet sich im Vergleich zu damals nicht wesentlich, sagt Ulrike Bertsche. Die Frauengemeinschaft war damals eine Möglichkeit für die Frauen, sich zu treffen und ist es auch heute noch. Was ihr beim Blättern in den alten Unterlagen aufgefallen sei: Der Pfarrer war als Präses mehr involviert. Heute dagegen seien die Frauen in ihrer Organisation selbstständiger. "Wir bieten den Frauen eine Möglichkeit sich zu treffen, auf kirchlicher als auch auf weltlicher Ebene", betont Bertsche. Auch der kfd sei schließlich auf zwei Säulen aufgebaut: kirchlich und weltlich.

Zum Jahresprogramm der Frauengemeinschaft gehören etwa Vorträge, Kochabende und Ausflüge. Die Frauen beteiligen sich an der Maiandacht, Fronleichnam, am Weltgebetstag, gestalten den Erntedankaltar und -gottesdienst mit. "Die Besuche der Vorträge und Teilnahme an den Ausflügen stehen auch Nichtmitgliedern offen und sind überkonfessionell", betont Ulrike Bertsche. Früher kamen sie auch zur Fastnacht zusammen, eine Tradition, die vor einigen Jahren aufhörte.

Eine Feststellung habe sie daher im Rahmen des Aktenstudiums berührt, verrät Ulrike Bertsche. "Auch damals waren Veranstaltungen mal mehr oder mal weniger gut besucht und auch damals schon kämpften die Frauen mit Nachwuchsmangel." Es ging jedoch immer weiter. So hat auch die Gemeinschaft in Hochemmingen die hundert-Jahres-Frist erreicht – und ist so auch heute noch ein Teil des größten Frauenverbands Deutschlands.

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