Bad Dürrheim Im Einsatz für ein Verkehrskonzept

Neu im Rat: Der SÜDKURIER stellt in loser Reihenfolge die neuen Stadträte vor. Heute: Andreas Nachbaur, SPD

Als ein Stück weit überraschend bezeichnet Andreas Nachbaur seine Wahl in den Bad Dürrheimer Gemeinderat. Als neu Zugezogener habe er nicht damit gerechnet, dass die Bürger sich für ihn entscheiden. Für die SPD macht er sich jetzt vor allem beim Thema Friedrichstraße für die Umwandlung in eine Fußgängerzone stark.

„Man kann auf kommunaler Ebene am ehesten was bewegen“, erklärt Andreas Nachbaur, warum er sich der Wahl in den Gemeinderat stellte. Erst seit zwei Jahren lebt der gebürtige Ravensburger mit seiner Frau und vier Kindern in der Kur- und Bäderstadt. Nach langjähriger Arbeit als Rechtsanwalt hat Nachbaur jetzt eine Professur für Europarecht, Polizeirecht und Verwaltungsrecht an der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen. Viele Themen, die Bad Dürrheim betreffen, betrachtet der 58-Jährige aus juristischer Perspektive, wie er sagt.

So auch das Thema Friedrichstraße: „Es ist so, dass hier ein verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen ist, der keiner ist“, erklärt Nachbaur. Die Verkehrsdichte sei mit 100 Autos pro Stunde deutlich zu hoch. Deshalb will Nachbaur sich dafür einsetzen, die Friedrichstraße zu einer Fußgängerzone zu machen oder zumindest für den Durchgangsverkehr zu sperren. „Es muss ein Verkehrskonzept her“, fordert Nachbaur und schlägt vor, eine externe Firma damit zu beauftragen. In Sachen Friedrichstraße kann sich der studierte Jurist außerdem vorstellen, die Bürger mit ins Boot zu holen: „Im Zweifel können wir einen Bürgerentscheid initiieren“, schlägt er vor.

„Ich möchte auch dazu beitragen, dass eine Jugendvertretung installiert wird“, beschreibt Andreas Nachbaur ein weiteres seiner politischen Ziele. Jugendliche müssten in die kommunale Politik eingebunden werden, sagt er und denkt darüber nach, wie ein Jugendgemeinderat in Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege entstehen könnte. „Es gibt in der Altersgruppe immer welche, die engagiert sind und die Bereitschaft haben. Diesen jungen Menschen sollte man eine Plattform geben“, so Nachbaur.

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