Bad Dürrheim Das war Bad Dürrheims Riderman-Wochenende der Superlative

Neuer Rekord bei den Teilnehmerzahlen, auch das Rahmenprogramm kommt bestens an: Die Organisatoren sind sehr zufrieden. Hier gibt's alle Bilder!

Der Rothaus Riderman hat mit seiner 17. Auflage eine neue Dimension erreicht. Die Kurstadt erlebte ein Wochenende der Superlative mit vielen Facetten. Die Neuerungen wurden sehr gut angenommen, freuen sich die Organisatoren.

Kur- und Bäder-Geschäftsführer Markus Spettel ist mehr als zufrieden: „Mit diesem Wochenende präsentiert sich Bad Dürrheim als Radfahrer- und Wanderdestination.“ Der Riderman sei in der gesamten Region als eine Veranstaltung bekannt, die in besonderem Maß für Nachhaltigkeit und hohe touristische Wertschöpfung sorge.

Auch Bauhofleiter Michael Liedtke ist trotz aller Arbeit begeistert. „Ich hoffe, es wird irgendwann auch noch einen 25. Riderman geben“, sagt er. Die Bauhofmitarbeiter sorgen auf Dürrheimer Gemarkung für die Absperrungen und Streckensäuberung. Das heißt, vor dem Start sind sie unterwegs, nach dem Start werden die Straßen wieder geöffnet und vor der Ankunft der Fahrradfahrer sind die Straßen wieder zu sperren. Sie schieben mit bis zu sechs Mann drei Tage lang Überstunden.

Hohe Anforderungen

Die Straßenrennen sind zwar Jedermannrennen. Sich aber einfach mal so in den Sattel zu schwingen ist nicht möglich. Deutlich wird das anhand der Strecken: Mit der ersten Etappe, dem Zeitfahren, ging es über 16 Kilometer. Die zweite Etappe war dann schon schwieriger. 110 Kilometer mit 1700 Höhenmetern stellen Anforderungen, für die die Amateursportler hart trainieren müssen. Am heutigen Sonntag schließlich waren 87 Kilometer mit 1150 Höhenmetern zu bewältigen. Die geforderte Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 22 Stundenkilometern.

Die idealen Wetterbedingungen sorgten für Rekordteilnehmerzahlen. Am Freitag starteten 700 Radfahrer, am Samstag 650 und heute gar 900. Den Organisatoren gingen die Startnummern aus. Sehnsuchtsvoll schaute Hermann Teuscher im Startbereich dem Treiben zu. „Wenn ich zuschaue, spüre ich wieder das Rennfieber“, erzählt er. Er sei 1953 die Deutschlandtour gefahren und das Treiben erinnere ihn an diese Zeit. Und er finde es toll, dass Bad Dürrheim solch eine Veranstaltung hat.

Von ungefähr kommt die große Zufriedenheit unter den Radfahrern nicht. Für den Riderman wird ein riesiger Organisationsaufwand gestemmt. Das Diktat „von oben“ nimmt immer größere Ausmaße an, um überhaupt eine Genehmigung zu bekommen. Allein 200 Halteverbotsschilder hätten aufgestellt werden müssen, berichtet Rik Sauser. „So einen Aufwand haben wir noch nie erlebt“, erklärte Klaus Koch von der hiermit beauftragten Firma. „Obwohl trotz der Größe unserer Veranstaltung groß noch nie etwas passiert ist“, ergänzt Sauser. Einen Sturz habe es dieses Jahr gegeben, mehr nicht. Für die Sicherheit sorgten über die drei Tage hinweg insgesamt 750 Streckenposten sowie 45 Motorradfahrer. „Von der KuBä sind zwischen zehn und 20 Mitarbeiter pro Tag im Einsatz“, erklärt Martin Schlenker.

Auch das Rahmenprogramm wurde äußerst positiv auf- und angenommen, obwohl sich das Abendangebot noch nicht ganz herumgesprochen hatte und daher noch Entwicklungsmöglichkeit nach oben besteht. Am Freitag drehte Florian Joeckel von Guilty 76 heiß am Regler, am Samstag ging es mit den Livebands rockig zur Sache. Für die Aussteller zähle im Rahmen der Eventmesse nicht nur der Verkauf, sondern einfach die Nähe zum Sportevent und das Präsentieren. Der stärkste Tag war der Sonntag, an dem zum Frühschoppen mit dem Blasorchester auch Besucher aus nah und fern auf den Platz strömten.

Zuvor zogen die 25 Oldtimer interessierte Blicke auf sich. „Es ist gut, dass die Stadt mit Leben gefüllt ist und auch mal was für die jungen Leute geboten wird, nicht nur für die Alten“, fanden Helga Schäfer, Maria Klar und Berthold Bury, während sie am Samstag ein paar schöne Stunden beim Bier zusammensaßen.

Vom Riderman und der Organisation des „Kids Pump Track Race“ profitierte auch die Dirtbike-Strecke. Das Areal wurde auf Wunsch der Stadt schon teilweise umgestaltet und soll auch noch weiter umgestaltet werden.

Das Fazit lautete "Super" und die Neuerungen mit dem musikalischen Angebot zur Begleitung werden auf jeden Fall beibehalten, sind sich Rik und Kai Sauser einig.

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Rothaus Riderman in Bad Dürrheim: Einmal im Jahr findet in Bad Dürrheim der Rothaus Riderman statt. Knapp 2000 Radsportler gehen in verschiedenen Disziplinen Einzelzeitfahren, Kinderrennen, Straßenrennen und Drei-Etappen-Rennen an den Start. Ein buntes Rahmenprogramm rundet die Veranstaltung ab. Im SÜDKURIER-Themenpaket finden Sie alle Nachrichten, Ergebnisse und Bilder zu der Radsportveranstaltung.
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