Eishockey: Schlag auf Schlag geht es derzeit für die Schwenninger Wild Wings in der DEL. Bereits am Donnerstag, 19.30 Uhr, gastiert das Team von Trainer Paul Thompson bei den Kölner Haien. In der Domstadt geht es für die Schwenninger auch darum, die jüngsten Niederlagen wiedergutzumachen.

Mit 23 Spielern, jeder Menge Gepäck und ebenso vielen guten Vorsätzen ging es für die Wild Wings bereits am Mittwoch nach Köln. Viel Zeit blieb Trainer Paul Thompson und seinem Team also nicht, um die beiden ärgerlichen Niederlagen vom letzten Wochenende in Iserlohn und gegen Ingolstadt aufzuarbeiten. Deutlich angesprochen hingegen wurden diese Partien schon. Nach dem freien Montag, an dem die Spieler mit ihren Familien auf dem Eis der Helios Arena waren, bat der Coach zu einem ausgiebigen Gespräch. „Wir haben über Verantwortung gesprochen und über schlechte oder falsche Entscheidungen“, berichtete Thompson. „Ich habe den Jungs keine Vorwürfe gemacht, das ist nicht meine Art. Sie sollten nur verstehen, warum wir am Sonntag nach zweimaliger Führung in den letzten vier Minuten verloren haben.“ 2:0 und 3:2 hatten die Wild Wings gegen Ingolstadt geführt und schließlich doch noch verloren. „Wenn wir in Führung liegen, dürfen wir dem Gegner keine Möglichkeiten mehr geben, das Spiel noch zu drehen. Die Jungs haben es auf Video gesehen und sie haben es verstanden“, so Thompson.

Der Schwerpunkt bei der Arbeit auf dem Eis lag auf dem Stellungsspiel, das die Schwenninger in den letzten zwei Partien zum Teil deutlich hatten vermissen lassen. Zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt hatte Thompson im Training 23 Spieler zur Verfügung, die auch allesamt mit an den Rhein gefahren sind. Die Verteidiger Kalle Kaijomaa und Dominik Bohac fallen weiterhin aus, bei Bohac besteht zumindest eine Chance, dass er am kommenden Sonntag gegen Bremerhaven wieder dabei sein kann. Somit wird Simon Danner erneut als Verteidiger aushelfen. „Das ist okay. Wir haben hinten Not am Mann und ich habe damit kein Problem. Und da wir etwas offensiver spielen, passt es so noch besser für mich“, meinte der Kapitän.

Zu Hause bleiben musste dagegen auch Ersatztorhüter Marco Wölfl. Er wird sich am Donnerstag einer MRT-Untersuchung unterziehen. „Wir gehen davon aus, dass es keine schwere Verletzung ist“, gab der Trainer aber leichte Entwarnung. Damit wird der junge Luis Benzing erneut als zweiter Goalie den Platz auf der Bank einnehmen. Die beiden weiteren Youngster Boaz Bassen und Julian Kornelli sind ebenso im Kader wie auch Neuzugang Vili Sopanen, der erstmals zwei komplette Trainingseinheiten mit den Wild Wings absolvierte. „Das ist das erste Mal seit ich hier bin, dass ich einen so großen Kader zur Verfügung habe. Das ist gut so, ich möchte den Wettbewerb im Team. Wir werden auch erst am Morgen vor dem Spiel entscheiden, wer spielt“, lässt sich der Coach alle Möglichkeiten offen, welche 20 oder 21 Akteure schlussendlich spielen werden. „Es geht darum, wer dem Team am besten hilft und nicht um Namen, Nationalität oder Alter.“

Entscheidend dürfte bei den Haien sein, dass sich die Schwarzwälder über 60 Minuten an ihr Spiel halten. „Wir müssen auf uns schauen und uns an den Spielplan halten“, gibt Simon Danner die Richtung vor. „Wir dürfen nicht denken, dass alles von alleine läuft. Wir müssen von der ersten bis zur letzten Sekunde bereit sein.“