Eishockey: Die Wild Wings haben die Verpflichtung nun offiziell bestätigt. Wie der SÜDKURIER bereits vor knapp zwei Wochen berichtete, wechselt Verteidiger Mark Fraser vom slowakischen Klub HKM Zvolen nach Schwenningen. Der 32-jährige Kanadier unterschrieb bei den Wild Wings einen Ein-Jahres-Vertrag. Fraser ist der zwölfte Neuzugang beim DEL-Klub. Die Nummer 13 könnte ebenfalls ein Kanadier sein. Nach SÜDKURIER-Informationen haben die Wild Wings großes Interesse an Troy Bourke. Der Angreifer trug in der vergangenen Saison in Nordamerika das Trikot der Syracuse Crunch (AHL) und der Orlando Solar Bears (ECHL). Schwenningens Manager Jürgen Rumrich hielt sich bedeckt, was die mögliche Verpflichtung des 25-Jährigen betrifft.

Zwei Positionen im Angriff sind aktuell im Kader von Chefcoach Paul Thompson noch vakant. Beide sollen laut Rumrich mit ausländischen Spielern besetzt werden. Einer davon könnte Troy Bourke heißen. „Deutsche Stürmer sind keine mehr geplant. Auch Daniel Weiß ist bei uns kein Thema“, betont der Manager. Der Bruder von Neuzugang Alexander Weiß bekam in Nürnberg kein weiteres Vertragsangebot. Die Weiß-Brüder äußerten bereits einige Male, dass sie noch einmal gemeinsam in einem Team spielen wollen. Nach den Plänen von Rumrich und Thompson dürfte dieser Wunsch in der kommenden Saison wohl nicht in Erfüllung gehen.

Während im Sturm noch Stellen offen sind, ist durch die Verpflichtung von Mark Fraser die Schwenninger Verteidigung komplett. Acht Verteidiger haben die Wild Wings nun unter Vertrag. Neben Fraser sind dies die Neuzugänge Dylan Yeo und Christopher Fischer (beide Iserlohn) sowie Mirko Sacher, Benedikt Brückner, Simon Danner, Dominik Bohac und Boaz Bassen.

Über den Linksschützen Fraser sagt Rumrich: „Mark ist ein klassischer Stay-at-home-Verteidiger, der über einen guten ersten Pass verfügt und in zahlreichen Ligen seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat.“ Allein ein Blick in Frasers Vita macht deutlich, über welch große Erfahrung er verfügt: Mehr als 450 Spiele bestritt der 1,93 Meter große Verteidiger in der AHL und mehr als 220 Partien in der NHL. „Seine physische Präsenz gerade in der eigenen Zone und vor dem Tor macht ihn für uns so wertvoll“, so Rumrich weiter. Als Stay-at-home-Verteidiger werden in der Eishockey-Sprache Spieler bezeichnet, die sich verstärkt auf ihre Aufgaben in der Defensive konzentrieren.

Fraser wurde in Ottawa geboren, 2005 in der dritten Runde von New Jersey Devils gedraftet und gab ein Jahr später dort sein Debüt in der besten Liga der Welt. Weitere Stationen in der NHL waren die Toronto Maple Leafs und die Edmonton Oilers. 2017 zog es ihn erstmals nach Europa.

Strahlmeiers WM-Chance steigt

Wild Wings-Torhüter Dustin Strahlmeier darf weiterhin auf seine WM-Premiere hoffen. NHL-Torwart Thomas Geiss (New York Islanders) teilte Bundestrainer Toni Söderholm mit, dass er bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei (10. bis 26. Mai) aufgrund einer Verletzung nicht dabei sein kann. Nun könnte Strahlmeier nur noch vom zweiten deutschen NHL-Torhüter aus dem WM-Kader verdrängt werden. Söderholm hofft, dass Philipp Grubauer (Colorado Avalanche) in der Slowakei dabei ist. Neben Strahlmeier gehören auch Niklas Treutle (Nürnberg) und Mathias Niederberger (Düsseldorf) zum aktuellen Kader. Einer aus diesem Trio wird weichen müssen, sollte Grubauer bei der Weltmeisterschaft dabei sein.

Am Dienstagabend bestreitet die deutsche Nationalmannschaft in Mannheim gegen die USA das letzte Vorbereitungsspiel. Die WM startet für die DEB-Auswahl am Samstag (16.15 Uhr) in Kosice gegen Großbritannien.