Herr Rumrich, wie haben Sie die vergangenen Tage der Länderspiel-Pause genutzt?

Ich habe in der 2. Liga gescoutet.

Cheftrainer Paul Thompson kündigte Mitte Januar an, dass in der Länderspielpause klar sein soll, wer ein Vertragsangebot bei den Wild Wings bekommt und wer nicht. Wie ist der Stand?

Das Ganze hat sich zeitlich geändert. Wir werden dies erst nach Saisonende entscheiden. Die Spieler sollen noch die Chance erhalten, sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen.

Neun Spieler haben bereits einen Vertrag bei den Wild Wings für die kommende Spielzeit. Andree Hult, Kai Herpich und Istvan Bartalis haben sich öffentlich geäußert, dass sie ebenfalls gerne in Schwenningen bleiben wollen. Wollen Sie diese Spieler denn auch behalten?

Wie gesagt: Jeder von ihnen hat die Chance, sich in den verbleibenden Spielen zu präsentieren.

Mit Vili Sopanen und Stefano Giliati haben Sie zwei Angreifer vorzeitig ziehen lassen. Es gibt, vor allem aus dem Fan-Lager, kritische Stimmen, dass man die Saison bereits abgehakt habe. Wie entgegnen Sie diesem Vorwurf?

Wir haben die Saison natürlich nicht abgehakt. Die beiden sind auf uns zugekommen. Da die verletzten Anthony Rech und Ville Korhonen wieder zurückkommen werden, hätten wir Spieler auf die Tribüne setzen müssen. Deshalb haben wir uns in Absprache mit den Gesellschaftern entschieden, Sopanen und Giliati ziehen zu lassen. Auch aus finanziellen Gründen.

Inwiefern?

Wir sparen die Monatsgehälter für Februar und März.

Top-Torjäger Anthony Rech liegt ein Angebot von den Wild Wings vor. Woran liegt es, dass noch keine Entscheidung gefallen ist?

Anthony möchte noch abwarten.

Neben Sopanen uund Giliati stehen mit Dominik Bittner, Mirko Höfflin und Rihards Bukarts drei weitere Abgänge fest. Wie sieht’s mit Neuzugängen aus?

Auch dies werden wir erst nach Saisonende bekannt geben.

Sie werden gemeinsam mit dem Trainerteam den Kader für die neue Saison zusammenstellen. Wer hat bei den Verpflichtungen das letzte Wort?

So etwas, wie das letzte Wort, gibt es bei unserer Kaderzusammenstellung nicht. Wir entscheiden gemeinsam. Alle müssen von der Verpflichtung überzeugt sein.

Und wenn einer dies nicht ist?

Dann wird der Spieler auch nicht verpflichtet.

Sie sollen durch Geschäftsstellen-Leiter Oliver Bauer entlastet werden. Ist diese Entlastung schon im Gange?

Ja. Er unterstützt mich bereits in einigen Bereichen. Aber das Ganze wird noch intensiviert.

Oliver Bauer soll wiederum das Amt des Pressesprechers abgeben. Steht sein Nachfolger bereits fest?

Soviel ich weiß, noch nicht.

Am Freitag startet mit dem Heimspiel gegen die Eisbären Berlin die finale Phase der Hauptrunde. Was erwarten Sie von Ihrer Mannschaft in den kommenden zweieinhalb Wochen?

Dass wir anständig die Saison zu Ende spielen. Natürlich ist ein Pre-Playoff-Platz zwar theoretisch noch möglich, aber unrealistisch. Trotzdem soll jeder Einzelne zeigen, dass er die Saison noch nicht abgehakt hat.

Fragen: Christof Kaltenbach