Eishockey: Am Montag kehrten Schwenningens Trainer Paul Thompson und Manager Jürgen Rumrich von ihrer zehntägigen Reise aus Nordamerika zurück. Ziel war es, Spieler zu scouten und das Netzwerk nach Übersee noch engmaschiger zu knüpfen. Beide Ziele wurden Thompson zufolge erreicht. „Die Reise war sehr erfolgreich. Wir haben zwei NHL-Spiele und fünf Partien in der American Hockey League angeschaut. Wir haben interessante Spieler gesehen und mit einigen direkt gesprochen.“

Auch in Sachen Kontaktpflege waren die beiden Wild Wings-Vertreter aktiv. Thompson: „Wir haben viel Zeit bei den Chicago Blackhawks verbracht und uns mit den Trainern von diesem Klub getroffen.“ Thompson und Rumrich besuchten auch die Rockford IceHogs. Das Farmteam von Chicago ist in der AHL beheimatet. „Von diesem Klub kenne ich Manager Mark Bernard persönlich. Er hatte unsere Reise teilweise mitgeplant. Auch diese Gespräche waren sehr informativ“, sagte der Wild Wings-Coach.

Jürgen Rumrich sprach ebenfalls von einem äußerst erfolgreichen Trip und verkündete außerdem schon ein Ergebnis der Übersee-Tour. „Das war eine sehr intensive Reise. Aufgrund der gesammelten Informationen haben wir bereits einen ausländischen Spieler verpflichtet, der momentan in Europa aktiv ist.“ Um wen es sich handelt, wollte Rumrich nicht verraten. Nur so viel: „Es ist mit Sicherheit kein Finne.“

Nicht nur in Nordamerika sind die Wild Wings auf der Suche nach Neuzugängen. Auch in Deutschland schauen sich die Schwenninger nach Profis um – und scheinen fündig geworden zu sein. Maximilian Hadraschek vom DEL2-Klub Bad Nauheim soll nach Schwenningen wechseln. Bestätigen wollte Thompson den Transfer offiziell zwar (noch) nicht, bestätigte aber, dass er sich mit dem Namen schon beschäftigt hat. „Hadraschek ist ein Spieler mit guten Perspektiven. Das könnte interessant werden“, schmunzelte der Brite. Der 24-jährige Stürmer kam zuletzt in 48 Spielen auf 29 Scorerpunkte (acht Tore, 21 Assists).

Zur Personalie Will Acton, der Nürnberg nach Medienberichten verlassen soll, gab sich Rumrich bedeckt. "Wenn das so ist, werden wir uns damit beschäftigen. Wir sind immer für alles offen. Immerhin war Will Acton drei Jahre lang unser Top-Scorer." Der Stürmer hatte die Wild Wings im vergangenen April trotz laufenden Vertrags verlassen.