Eishockey: Christoph Sandner wird neuer Geschäftsführer bei den Wild Wings. Am Dienstag wurde der 48-Jährige in Schwenningen vorgestellt. Er unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag. Die Verpflichtung von Sandner bezeichnete der aktuell noch geschäftsführende Gesellschafter, Michael Werner als „wichtigen Schritt zur weiteren Professionalisierung“. Zudem gab der DEL-Klub bekannt, dass der langjährige Geschäftsstellenleiter Oliver Bauer die Schwenninger verlassen wird.

Wie Bauer in Schwenningen war auch Sandner über eine längere Zeit in Nürnberg tätig. Von 2013 bis 2018 arbeitete er als Geschäftsführer bei den Franken. Sein Vertrag bei den Ice Tigers wurde jedoch nicht verlängert. Bei seinem neuen Arbeitgeber sieht Sandner „irrsinniges Potenzial“ . Zudem lockte ihn „die Aufbruchstimmung beim Traditionsverein“. Dies sei ein Grund gewesen, das Angebot anzunehmen. Der gebürtige Landsberger betonte aber auch: „Ich bin nicht der Allheilsbringer, der alles ändern wird“. Die sportliche Führung bleibe weiterhin bei Sportmanager Jürgen Rumrich.

Der Ex-Profi spielte in seiner Karriere unter anderem für Köln, Riessersee, den EHC Freiburg und zuletzt für den EHC München. Gemeinsam mit Jürgen Rumrich nahm er mit der deutschen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft 1998 in der Schweiz teil.

Michael Werner führte an, dass es „10 bis 15 Bewerber“ für den Geschäftsführer-Posten gab. Die Verantwortlichen seien sich aber schnell einig gewesen, dass Christoph Sandner der richtige Mann ist. Am 1. August wird Sandner offiziell seine neue Stelle antreten. Werner will dann künftig bei den Wild Wings „nur“ noch Gesellschafter sein. „Nun kann ich künftig Eishockey-Spiele anschauen, ohne dass jemand ständig an mir herumzupft“, meinte der Niedereschacher süffisant. Allerdings wolle er Sandner bei der Einarbeitung unterstützen.

Die Schwenninger teilten im Rahmen der Pressekonferenz auch mit, dass Oliver Bauer den DEL-Klub verlassen wird. Bauer war seit 2010 Pressesprecher und Geschäftsstellenleiter bei den Wild Wings. Sein Amt als Pressesprecher übernahm nach der vergangenen Saison Kai Blandin. Dafür sollte Bauer neben seiner bisherigen Tätigkeit als Geschäftsstellenleiter künftig Jürgen Rumrich unterstützen. „Wir werden diese Aufgaben nun verteilen“, kündigte Michael Werner an.

Zu den Gründen für die Trennung äußerten sich die Wild Wings nicht. Michael Werner betonte, dass er zu Oliver Bauer weiterhin „ein gutes Verhältnis“ habe. Bauer, der sich derzeit im Urlaub befindet, wollte sich ebenfalls nicht äußern, warum er den Klub verlassen wird.

Mittlerweile steht fest, dass die Gesellschafter der Wild Wings erneut finanzielle Löcher stopfen müssen. Werner: „Die vergangene Saison verlief bescheiden und wurde nicht positiv abgeschlossen.“ Wieviel Geld die Gesellschafter zusätzlich einbringen müssen, wollte Werner nicht nennen.