Basketball, ProB: Basketball Löwen Erfurt – Wiha Panthers Schwenningen (Sonntag, 15 Uhr). Das erste Spiel der Rückrunde führt die Wiha Panthers nach Erfurt. Dort wollen die Schwenninger ihre Erfolgsgeschichte weiterschreiben, treffen dort aber auf die Mannschaft der Stunde und auf ein stimmgewaltiges Publikum.

Elf Spiele und damit genau die Hälfte der Hauptrunde sind in der ProB absolviert. Ginge es nach den Vorstellungen der Wiha Panthers, soll die Rückrunde genauso erfolgreich verlaufen wie die erste Saisonhälfte, die das Team von Trainer Alen Velcic mit acht Siegen auf Rang zwei abschloss. Dass es der Aufsteiger nun schwerer haben könnte, weil jede Mannschaft mittlerweile um die Stärken und Schwächen des Neulings weiß, glaubt der Coach nicht. „Wir hatten nur am ersten Spieltag einen Überraschungseffekt auf unserer Seite. Die Gegner können uns genau analysieren und machen dies auch. Wir erarbeiten uns alles hart“, betont Velcic. Dies werden die Schwenninger auch am Sonntag in Erfurt tun müssen, um weiter in der Erfolgsspur zu bleiben.

Die Basketball Löwen haben sich nach einem desolaten Saisonstart in den vergangenen Wochen zu einer der formstärksten Mannschaften der Liga entwickelt. In fünf der letzten sechs Spiele ging der erst im Sommer neugegründete Verein als Sieger vom Spielfeld und arbeitete sich auf Rang sieben der Tabelle und somit in die Playoff-Plätze nach oben. Die einzige Niederlage in dieser Stärkephase gab es – in Schwenningen. Vor drei Wochen hatten die Panthers zwar große Mühe mit den Löwen, rangen den Gegner aber mit 78:76 nach Verlängerung nieder. Rasheed Moore zeigte damals mit 38 Punkten eine Gala-Vorstellung.

Als geeignetes Anschauungsmaterial zur Vorbereitung dient das Hinspiel Velcic zufolge allerdings nicht: „Die Mannschaft, die vor drei Wochen gegen Erfurt gewann, hat nichts mehr mit diesem Team zu tun, das am Sonntag auftreten wird“, so Velcic. Damals waren die Panthers enorm ersatzgeschwächt und spielten nur mit vier deutschen Spielern, von denen einer im Laufe des Spiels ausfoulte. Am Sonntag sieht die Personallage deutlich besser aus. Hannes Osterwalder und Bill Borekambi, die beide das Hinspiel verpassten, erfreuen sich wieder bester Gesundheit. Zudem steht mit Neuzugang Anell Alexis eine weitere Option im Kader. Nur der Ausfall von Spielmacher Kosta Karamatskos schmerzt die Panthers.

Weil die Panthers wesentlich breiter aufgestellt antreten werden, glaubt Velcic auch nicht daran, dass seine Mannschaft im Rebounding erneut klar unterlegen sein wird. Im Hinspiel entschied Erfurt das Rebound-Duell klar mit 55:38 für sich, unterlag am Ende aber dennoch.

In dieser Trainingswoche lag der Fokus darauf, Anell Alexis besser ins Spiel der Panthers zu integrieren. In der Vorwoche feierte der Neuzugang Premiere bei den Doppelstädtern, agierte aber aufgrund fehlender Bindung zu seinen Mitspielern unglücklich. Dies soll sich in den kommenden Wochen ändern. „Anell hat in dieser Woche viel Spielpraxis gesammelt. Wir haben viele Rotationen mit ihm getestet und Fortschritte gemacht. Das Ganze braucht aber noch Zeit“, so Velcic.

Am frühen Sonntagmorgen machen sich die Schwenninger auf in die Thüringer Landeshauptstadt. Dort gastieren die Panthers beim Ligakrösus, was die Zuschauerzahlen in der Südstaffel der ProB anbelangt. Im Schnitt strömen über 1000 Fans in den „Löwenkäfig“ Rietsporthalle. Für die Panthers, die im Zuschauerranking auf Platz zwei folgen und ebenfalls stimmungsvolle Hallen gewohnt sind, ist dies ein Auswärtsspiel wie jedes andere auch. Velcic: „Wir werden 1200 Fans gegen uns haben, doch das spornt uns noch mehr an.“