Basketball, ProB: Ein Sieg am Samstag bei den WWU Baskets Münster, und die Wiha Panthers Schwenningen haben die sportliche Grundlage für die ProA gesichert. Unter Umständen ist ein Einzug ins Finale gar nicht erforderlich, um den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse zu realisieren.

Hinter den Kulissen tut sich bei den Wiha Panthers derzeit einiges. Die Geschäftsführung rund um Alen Velcic, Frank Singer und Markus Käshammer arbeitet parallel zum Tagesgeschäft fieberhaft an den Vorbereitungen für ein mögliches Aufstiegsszenario. Denn unabhängig davon, ob die Panthers mit einem Sieg in Halbfinal-Spiel drei in Münster ins Finale einziehen, könnten die Schwenninger in diesem Sommer den zweiten Aufstieg binnen zwölf Monaten vollziehen.

Neben den Bayer Giants Leverkusen, die bereits im Finale stehen und die ProA-Lizenz beantragt haben, sowie den Schwenningern ist bislang kein weiterer Eingang einer ProA-Lizenz offiziell bestätigt. Die 2. Basketball-Bundesliga hält sich diesbezüglich noch bis Anfang Mai bedeckt. Fakt ist jedoch, dass Münster sicher in der ProB bleiben wird. Weil die WWU Baskets sich noch nicht für die ProA bereit sehen, haben die Westfalen keine Lizenz für die nächsthöhere Spielklasse beantragt. „Das Fundament wirtschaftlicher und struktureller Natur ist in Münster noch nicht vorhanden“, erklärt Manager Helge Stuckenholz den Verzicht auf einen möglichen Aufstieg.

Lok Bernau schied jüngst im Halbfinale gegen Leverkusen aus. Ob das Farmteam von Alba Berlin eine ProA-Lizenz beantragte, ist zwar unklar, jedoch eher unwahrscheinlich. Die dortige Erich-Wünsch-Halle gibt einen Spielbetrieb in der zweithöchsten deutschen Spielklasse wohl nicht her. Somit haben von den vier Halbfinalisten wohl nur Leverkusen und Schwenningen Aufstiegsambitionen. Heißt: Die Endspiel-Teilnahme ist für die Panthers nicht zwingend notwendig. „In der ProB ist es möglich, auch ohne Teilnahme am Finale aufzusteigen. Grundsätzlich qualifizieren sich zwar die beiden Finalisten sportlich für die ProA. Sollte aber einer von ihnen keinen Antrag gestellt haben, geht das Aufstiegsrecht auf das nächste Team über, welches einen Antrag gestellt hat“, erklärt Daniel Müller, Geschäftsführer der 2. Basketball-Bundesliga. Daher befassen sich die Wiha Panthers schon seit mehreren Monaten konkret mit den Auflagen, die die ProA-Lizenz beinhaltet.

Der finanzielle Rahmen, der in Schwenningen in dieser Saison bei etwa 300.000 Euro liegt, müsste wohl mehr als verdoppelt werden, um konkurrenzfähig zu sein. Aus diesem Grund befinden sich die Verantwortlichen der Wiha Panthers im ständigen Austausch mit aktuellen und potenziellen Sponsoren, um neue Gelder zu generieren. „Diesbezüglich sind wir positiv gestimmt. Wir sind in diesem Prozess sehr transparent. Die Unternehmen wissen, dass wir sparsam wirtschaften“, betont Geschäftsstellenleiter Holger Rohde. Zudem gab die Stadt Villingen-Schwenningen bereits grünes Licht, was finanzielle Investitionen in die Deutenberghalle (Parkettboden, LED-Banden und mobile Stehplatztribünen) anbelangt.

Aus einem einstigen Wunschdenken könnte demnach in absehbarer Zeit Realität werden. Noch werden die Aufstiegsträume der Wiha Panthers von einigen Konjunktiven begleitet, doch Holger Rohde ist sich sicher: „Wenn die Lizenz für die ProA kommt, werden wir der Sache gewachsen sein.“