Basketball Pro B, Viertelfinale: Depant Gießen 46ers Rackelos – Wiha Panthers Schwenningen 86:92 (25:31, 29:23, 18:15, 14:23). Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung gewannen die Wiha Panthers Schwenningen Spiel eins der Viertelfinal-Serie bei den Depant Gießen 46ers Rackelos. Nun sind die Doppelstädter nur noch einen Sieg vom Einzug ins Halbfinale entfernt.

Vor rund 650 Zuschauern in der Gießener Sporthalle Ost gehörten die Anfangsminuten klar den Wiha Panthers, die vor allem die Rebounds klar dominierten und sich dadurch immer wieder zweite Chancen erarbeiteten. Zielspieler in der Offensive waren Rasheed Moore und Bill Borekambi, die sofort ihren Rhythmus fanden und ihre Würfe verwandelten. Zudem stellten sie die Gießener mit wechselnden Verteidigungsstrategien vor Probleme. Dadurch starteten die Panthers die Partie mit einem 17:3-Lauf bis Mitte des ersten Viertels. Es sollte die höchste Führung des Spiels werden, denn im weiteren Verlauf der Partie lieferten sich beide Mannschaften einen spannenden Schlagabtausch bis zur letzten Minute. Bis zur ersten Viertelpause berappelten sich die Rackelos und verkürzten den Rückstand bis auf sechs Punkte.

Ab Viertel zwei bewegten sich die beiden Kontrahenten, die sich bereits in der Hauptrunde zweimal gegenüberstanden und dabei jeweils ein Spiel gewannen, endgültig auf Augenhöhe. Die Führung in diesem Abschnitt wechselte fünfmal. Die Panthers sammelten in dieser Phase ihre Punkte hauptsächlich an der Freiwurflinie, wo sie über das gesamte Spiel hinweg mit 26 von 29 verwandelten Versuchen enorm treffsicher agierten. Mit 54:54 ging es in die Pause.

In der zweiten Hälfte beruhigte sich das Spiel und war nicht mehr das teils wilde und temporeiche Scheibenschießen aus den ersten 20 Minuten. In dieser Phase setzten sich die Rackelos erstmals leicht ab und führten zwischenzeitlich mit sieben Punkten. In dieser Phase waren es vor allem die starken Bill Borekambi und Leon Friederici, die mit ihren Punkten verhinderten, dass die Panthers das Spiel aus der Hand gaben. Stattdessen arbeitete sich das Team von Trainer Alen Velcic Angriff für Angriff wieder zurück ins Spiel und gewann beim 75:74 wieder die Oberhand.

Als die Partie auf die Zielgerade einbog, war der größte Trumpf der Panthers weiterhin die Übermacht bei den Rebounds. Dadurch verwerteten die Neckarstädter immer wieder zweite Chancen im Angriff und ließen sich dadurch nicht von den Rackelos abschütteln. Die letztlich spielentscheidende Aktion resultierte allerdings nicht aus einem gewonnenen Rebound-Duell, sondern entsprang der Feder von Trainer Alen Velcic. In einer Auszeit 55 Sekunden vor dem Ende zeichnete er einen Spielzug auf, mit welchem Rasheed Moore seine Mannschaft mit drei Punkten in Führung brachte. In den anschließenden Gießener Angriffen verteidigten die Panthers gut und sammelten auch die Rebounds ein, sodass Leon Friederici und Seid Hajric mit Freiwürfen den Schwenninger Sieg klarmachten.

Mit Bill Borekambi (26), Rasheed Moore (25) und Leon Friederici (20) erzielten drei Raubkatzen über 20 Punkte. Die Panthers waren den Rackelos im Rebound-Duell mit 50:28 haushoch überlegen und sammelten hervorragende 22 Offensiv-Rebounds. Durch den Auswärtssieg in Spiel zwei sind die Schwenninger nun klarer Favorit auf den Einzug ins Halbfinale. Schon mit einem Sieg im Heimspiel am Samstag können die Panthers den Einzug in die Vorschlussrunde klar machen.

Für die Panthers spielten: Sergey Tsvetkov, Dion Braimoh, Anell Alexis (4 Punkte/1 Rebound/0 Assists), Bill Borekambi (26/8/5), Kosta Karamatskos (5/8/5), Rasheed Moore (25/10/2), Leon Friederici (20/2/4), Darius Pakamanis (3/2/2), Hannes Osterwalder (4/5/2), Abdulai Abaker (0/0/1) und Seid Hajric (5/9/0).