Basketball, Pro B: Wiha Panthers Schwenningen – RheinStars Köln 82:65 (24:15, 18:17, 16:15, 24:18). Gegen das Tabellenschlusslicht RheinStars Köln fuhren die Wiha Panthers einen ungefährdeten, aber glanzlosen Erfolg ein. Mit dem achten Heimsieg im achten Heimspiel festigten die Doppelstädter Tabellenplatz zwei in der ProB-Südstaffel.

Zwar standen Trainer Alen Velcic die wiedergenesenen Bill Borekambi und Darius Pakamanis zur Verfügung, allerdings musste der Panthers-Coach kurzfristig auf Center Seid Hajric verzichten, der sich im Abschlusstraining eine Zerrung zugezogen hatte. Dadurch wählte Velcic eine kleine Startaufstellung mit Borekambi, Pakamanis, Abdulai Abaker, Leon Friederici und Rasheed Moore. Aber auch die Gäste mussten auf ihren wichtigen Center und Leistungsträger Yasin Kolo verletzungsbedingt verzichten.

Vor etwa 550 Zuschauern benötigte das Spiel keine Anlaufzeit, um Fahrt aufzunehmen. Daran hatten vor allem die Gäste ihren Anteil. Die Rheinländer fanden in der Offensive schnell ihren Rhythmus, nutzten Abstimmungsfehler in der Schwenninger Defensive und punkteten mit ihren ersten vier Angriffen. Beim Stand von 11:10 für Köln nahm Gäste-Trainer Matt Dodson eine Auszeit, die die Panthers im Anschluss besser ins Spiel brachte. Mit einem 15:0-Lauf übernahmen die Hausherren die Führung und setzten sich bis zur ersten Viertelpause mit neun Punkten Vorsprung leicht ab.

Dieses kleine Zwischenhoch ebbte im zweiten Viertel jedoch ab. Das Team von Trainer Alen Velcic tat sich zunehmend schwer, gegen die stabile Zonenverteidigung der Gäste zum Korb zu gelangen. Deshalb setzten die Gastgeber verstärkt auf Ballbewegung und Würfe aus der Distanz, von denen in der ersten Hälfte nur jeder fünfte seinen Weg ins Ziel fand. Dadurch konnten sich die Schwenninger bis zur Pause nicht weiter absetzen, und mit 42:32 ging es in die Kabinen.

Nach der Pause zeigten die Panthers eine veränderte Offensivtaktik. Die Aufsteiger riskierten weniger Dreier, sondern attackierten vermehrt den Korb und erarbeiteten sich dadurch hochprozentige Abschlüsse oder Freiwürfe. Vor allem den starken Bill Borekambi konnten die Kölner nicht verteidigen. Der 26-Jährige demonstrierte mit einer starken Vorstellung, warum er in der Vorwoche in Würzburg so schmerzlich vermisst wurde, und war mit 26 Punkten Topscorer sowie mit zwölf Brettern auch bester Rebounder des Spiels.

Obwohl die Panthers über weite Strecken des Spiels nur mit einer Sieben-Mann-Rotation antraten, konnten die Gastgeber im Gegensatz zu den wesentlich breiter aufgestellten Kölnern im Schlussabschnitt eine Schippe drauflegen. Die Offensive um den unaufhaltsamen Borekambi fand immer mehr Rezepte gegen die Kölner Zonenverteidigung, auf der anderen Seite bekam Kölns Topspieler Tucker Haymond zu wenig Unterstützung von seinen Mannschaftskollegen. Somit setzten sich die Panthers in den letzten fünf Minuten der Partie immer weiter ab und entschieden frühzeitig die Partie.

Weil Fraport Skyliners Juniors als Tabellendritter beim Spitzenreiter Leverkusen unterlagen, festigten die Panthers ihre Position als Tabellenzweiter der ProB-Südstaffel.

Für die Panthers spielten: Sergey Tsvetkov (19 Punkte/0 Assists/5 Rebounds), Dion Braimoh (2/0/1), Anell Alexis (0/0/2), Boyko Pangarov, Bill Borekambi (26/1/12), Rasheed Moore (19/4/8), Leon Friederici (8/1/6), Darius Pakamanis (6/0/2) und Abdulai Abaker (2/8/5).