Basketball, ProB: Erstmals in dieser Saison verloren die Wiha Panthers mit dem Heimspiel gegen Leverkusen und dem 55:59 am Sonntag in Ulm zwei Spiele in Folge. Beide Male offenbarte die Offensive etliche Schwächen. Nun fordert Trainer Alen Velcic eine Reaktion vor dem wichtigen Auswärtsspiel in Gießen.

Dürreperiode: Auf die 61 erzielten Zähler gegen Leverkusen folgten lediglich 55 Panthers-Punkte in Ulm. Zwar traten die Schwenninger dort bei der besten Defensive der Liga an, doch selbst dann sind 55 Punkte zu wenig, um in der ausgeglichenen ProB ein Spiel zu gewinnen. Dies weiß auch Velcic: „Unsere offensive Produktivität war grauenhaft. Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht und selbst einfachste Korbleger vergeben. So kann man kein Spiel gewinnen.“

Verletztenmisere: Das Verletzungspech zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison der Wiha Panthers. Fast wöchentlich fällt ein anderer Leistungsträger aufgrund von Krankheiten oder kleinerer Blessuren aus. Nur drei Spieler (Rasheed Moore, Leon Friederici und Sergey Tsvetkov) absolvierten bislang alle 20 Partien. Alle anderen Akteure fielen in dieser Saison bereits aus. Kosta Karamatskos, der nicht nur aufgrund seines Kapitänsamtes Kopf der Mannschaft ist, konnte aufgrund eines Bizepssehnenrisses nur acht Spiele absolvieren. In diesen Partien weisen die Panther eine Bilanz von 6:2 auf, ohne den Spielmacher ist sie mit 6:6 ausgeglichen. Fällt zudem auch noch dessen Stellvertreter Abdulai Abaker wie in den vergangenen zwei sieglosen Partien aus, schwächelt die Panthers-Offensive gehörig. Jedoch ist Licht am Ende des Tunnels: Pünktlich zu den Playoffs werden beide Spielmacher wieder einsatzbereit sein, sodass die Panthers in der heißen Phase der Saison mit einem zwölfköpfigen Kader trainieren und spielen können.

Formtief: In Ulm setzte sich das kleine Formtief fort, in dem Topscorer Rasheed Moore derzeit steckt. Zwar ist dies angesichts von immer noch durchschnittlich 21,1 Zählern pro Partie Meckern auf hohem Niveau, seine persönliche Leistungskurve zeigte jedoch parallel zu der des Teams in den vergangenen Spielen nach unten. Sowohl Punkteausbeute als auch Effizienz sanken bei dem US-Amerikaner seit der Winterpause, was auch bei seinem Trainer nicht unbemerkt blieb. „Rasheed erzielt sonst immer etwa 30 Punkte, macht aber in den letzten Wochen nur noch zehn bis 15. Woran das liegt, weiß ich nicht. Es ist ja nicht so, dass er keine Würfe mehr nimmt“, sucht Velcic nach Erklärungen für den kleinen Durchhänger seines 23-jährigen Schützlings. Im kommenden Spiel bei den Depant Gießen 46ers Rackelos werden die Panthers einen gut aufgelegten Rasheed Moore unbedingt benötigen, um ihren offensiven Ertrag zu steigern.

Lichtblick: Einen Spieler klammerte Trainer Alen Velcic bei seiner Kritik an der Mannschaftsleistung im Spiel gegen Ulm aus: Leon Friederici machte aufgrund des derzeitigen Verletzungspechs auf der Point Guard-Position seine zweite Partie als Aufbauspieler und verdiente sich ein Lob: „Leon hat seinen Job in seinem zweiten Spiel auf der „Eins“ wirklich gut gemacht“, so Velcic. Friederici war mit 15 Zählern und ordentlichen Wurfquoten über 40 Minuten hinweg bester Schwenninger und bot zudem in der Verteidigung mit zwei Blocks eine ansprechende Leistung.

Finale: Am Samstag kommt es zum Endspiel um den zweiten Tabellenplatz. Dann gastieren die Panthers bei den Gießen 46ers Rackelos, neben Ligaprimus Leverkusen aktuell das formstärkste Team der Liga. Gewinnen die Panthers beim punktgleichen Tabellendritten, ist ihnen der zweite Rang einen Spieltag vor Ende der Hauptrunde nicht mehr zu nehmen. Sollten sich die Hessen durchsetzen, müssen die Schwenninger auf einen Gießener Ausrutscher am letzten Spieltag hoffen, um mit einem eigenen Sieg wieder vorbeizuziehen. Nach dem schwachen Auftritt in Ulm fordert Velcic eine Antwort seines Teams: „Gegen Gießen muss eine Reaktion her. Jetzt gilt es: Ärmel hochkrempeln und Gas geben.“