Basketball, ProB-Halbfinale: WWU Baskets Münster – Wiha Panthers Schwenningen 75:62 (20:14, 15:13, 13:19, 27:16). Gut gekämpft, aber dennoch gescheitert: Die Wiha Panthers verloren Spiel eins der Halbfinal-Serie bei den WWU Baskets Münster mit 13 Punkten Differenz. Nun stehen die Schwenninger kommenden Samstag im Heimspiel mit dem Rücken zur Wand.

Video: Maurice Sauter

3000 Zuschauer in der ausverkauften Halle Berg Fidel, darunter rund 50 Panthers-Fans, bildeten einen stimmungsvollen Rahmen für Spiel eins der Halbfinal-Serie zwischen Münster und Schwenningen. Die Gäste zeigten sich von der Kulisse zunächst wenig beeindruckt und fanden gut in die Partie. Während die Münsteraner früh aufs Gaspedal drückten und den direkten Weg in die Offensive ansteuerten, waren die Panthers in ihren Angriffen um Kontrolle bedacht und suchten konsequent den Weg zum Korb. Der treffsichere Bill Borekambi war dabei Zielspieler Nummer eins. Bis zum 10:10 bewegten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, ehe Münster das Kommando übernahm und die nun vermehrt auftretenden Fehler der Panthers konsequent bestrafte.

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Zur ersten Viertelpause führte der Sieger der Nordstaffel mit 20:14 und baute mit einem 9:0-Lauf in einem kuriosen zweiten Abschnitt den Vorsprung auf bis zu elf Punkte aus. Darauf antworteten die Panthers ihrerseits mit einem 9:0-Lauf binnen zwei Minuten, ehe sich die Münsteraner mit einer 9:2-Serie bis zur Pause wieder bis auf acht Punkte absetzten.

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Nach dem Seitenwechsel hatten die Panthers ihre beste Phase. Angeführt von einem starken Ballverteiler Kosta Karamatskos entschieden die Gäste das dritte Viertel mit 19:13 für sich. Die Neckarstädter spielten starke Defense und fanden auf der anderen Seite vereinzelte Lücken in der ansonsten sehr aufmerksamen und taktisch flexiblen Münster-Verteidigung. Folgerichtig übernahmen die Schwenninger 50 Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels beim Stand von 46:45 erstmals seit den Anfangsminuten wieder die Führung. Dass das Team von Panthers-Trainer Alen Velcic diese jedoch nicht in den entscheidenden Schlussabschnitt mitnahm, war Leo Padberg geschuldet. Der Münsteraner traf mit Ablauf der Uhr einen Dreier, riss damit die Zuschauer von ihren Sitzen und beförderte das Momentum wieder auf Seiten der WWU Baskets.

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Das letzte Viertel erwies sich, wie schon häufig in dieser Saison, als die große Stärke der Westfalen. WWU-Coach Philipp Kappenstein konnte dank seiner großen Rotation besser mit den Kräften haushalten als sein Gegenüber Velcic, sodass Münster mit zunehmender Spieldauer immer weiter davonzog. Zudem hatten die Gastgeber mit Joseph Cooper den entscheidenden Mann in ihren Reihen. Der US-amerikanische Point Guard forcierte einen Schwenninger Ballverlust nach dem anderen, traf seine offenen Würfe und führte die Offensive herausragend.

Ein unsportliches Foul gegen Bill Borekambi fünfeinhalb Minuten vor dem Ende brachte Münster vier Punkte und damit einen Sieben-Zähler-Vorsprung ein. Davon erholten sich die Panthers nicht mehr. Stattdessen warfen sich die Münsteraner in den letzten Minuten von der Dreierlinie in einen Rausch und machten aus einer über 35 Minuten engen und hochklassigen Partie einen am Ende etwas zu deutlichen 75:62-Sieg.

Nun sind die Wiha Panthers gezwungen, das Heimspiel am Samstag zu gewinnen, um weiterhin eine Chance auf den Finaleinzug und den Aufstieg zu haben. Bester Schwenninger Scorer war Bill Borekambi mit 19 Zählern. Rasheed Moore ergänzte weitere 15 Punkte, blieb aber weit unter seinen Möglichkeiten.

Für die Panthers spielten: Sergey Tsvetkov (4 Punkte/1 Rebound/0 Assists), Dion Braimoh, Anell Alexis (2/3/2), Bill Borekambi (19/8/3), Kosta Karamatskos (6/6/5), Rasheed Moore (15/6/0), Leon Friederici (12/0/2), Darius Pakamanis (4/2/1), Hannes Osterwalder, Abdulai Abaker und Seid Hajric (0/4/0).