Fußball, Bezirkspokal: Ein Saisonhighlight im Bezirk Schwarzwald steht bevor. Im Bräunlinger Otto-Würth-Stadion steigen am Donnerstag die Endspiele der Frauen und Männer um den Bezirkspokal. Die Finals waren in den vergangenen Jahren stets ein Zuschauermagnet. Wiederum ist der FV Tennenbronn doppelt vertreten. Bereits zum dritten Mal in Folge stehen sowohl die Frauen als auch die Herren des FVT im Finale um den begehrten Glaspokal .

Neuauflage von 2016

Herren-Finale: FC Pfaffenweiler – FV Tennenbronn (Donnerstag, 16 Uhr) – Da beide Bezirksligisten in der letzten Saisonphase weder am Titelrennen noch am Abstiegskampf direkt beteiligt waren, schwirrt das Bezirkspokal-Finale schon seit längerer Zeit in den Köpfen der Spieler aus Pfaffenweiler und Tennenbronn herum. Für beide Mannschaften ist es ein besonderer Tag nach einer langen Saison. Für Pfaffenweiler könnte es sogar ein historischer Tag werden. „Es wäre der erste Bezirkspokal-Sieg für den Verein“, sagt Trainer Patrick Anders. Genauso wie seine Spieler ist der Coach „heiß darauf“, Vereinsgeschichte zu schreiben. Anders sieht die beiden Mannschaften vor dem „absoluten Highlight“ auf Augenhöhe, weiß aber auch, „dass Tennenbronn die beste Pokal-Mannschaft im Umkreis ist. Deshalb sind wir gewarnt.“

Personell hat der Trainer, bis auf die Langzeitverletzten, alle Mann an Bord. Er hat somit die Qual der Wahl. Anders ist überzeugt, dass er keinen aus seinem Team motivieren muss: „Die Spieler freuen sich seit Wochen auf dieses Finale. Jeder will spielen“.

Für die Tennenbronner ist es die fünfte Endspiel-Teilnahme im Bezirkspokal in Folge. Die vergangene zwei Jahren gab es knappe Niederlagen. Der letzte Triumph von 2016 war ausgerechnet gegen den morgigen Gegner aus Pfaffenweiler (3:2 nach Verlängerung). Trainer bei Pfaffenweiler war damals Carmine Italiano, heutiger Coach beim FV Tennenbronn. „Nicht nur deshalb sind Spiele gegen meinen früheren Verein immer etwas Besonderes für mich“, sagt Italiano. Auch sein Trainerkollege Patrick Anders war bei diesem Endspiel vor drei Jahren als Spieler des FC Pfaffenweiler aktiv dabei und hat das Finale „noch bestens in Erinnerung“

In der Bezirksliga-Saison 2018/19 gewann Tennenbronn beide Aufeinandertreffen – 3:1 in Pfaffenweiler und 2:0 auf heimischem Platz. Diese Ergebnisse und die Tatsache, dass das Team außergewöhnliche Pokal-Erfahrung hat, bringt die Mannschaft – zumindest leicht – in die Favoritenrolle. Doch davon will Italiano nichts wissen: „Ich sehe die Chancen bei 50:50. Pfaffenweiler hat eine starke Rückrunde gespielt.“ Als kleinen Vorteil für seine Mannschaft sieht Italiano die Tatsache, dass seine Spieler durch die Final-Teilnahmen in den vergangenen Jahren großen Zuschauerkulissen gewohnt sind.

Personell kann der Tennenbronner Coach nahezu aus dem Vollen schöpft. Es fehlt allerdings Kapitän Dennis Bastiansen, der sich am vergangenen Samstag beim letzten Bezirksliga-Spiel gegen die SG Riedböhringen/Fützen einen Muskelfaserriss zugezogen hat.

Neuauflage von 2018

Frauen-Finale: FC Wolterdingen – FV Tennenbronn (Donnerstag, 13 Uhr) – Die beiden Finalisten des Vorjahres stehen sich auch in diesem Jahr gegenüber. Vor rund zwölf Monaten gewannen die FVT-Damen ein spannendes Endspiel nach Verlängerung. Es dürfte kaum überraschen, wenn dieses Aufeinandertreffen auch in diesem Jahr wieder eine knappe Angelegenheit wird. In der Bezirksliga-Saison 2018/19 wurde Tennenbronn Zweiter und Wolterdingen Dritter.

Der zweite Vorsitzende des FC Wolterdingen Christian Schulz, Vater von Spielertrainerin Jessica Schulz, geht zuversichtlich in das Endspiel. Er sieht beide Teams als ebenbürtig an. Schulz hofft, dass das Finale nach der regulären Spielzeit und mit dem Glück auf Seiten von Wolterdingen entschieden wird.

Der Trainer des FV Tennenbronn, Daniel Klausmann, stuft Wolterdingen als einen hochkarätigen Gegner ein. Ihn wurmt noch immer die 0:4-Heimniederlage gegen die Wolterdingerinnen in der Vorrunde der Bezirksliga.

Tennenbronn geht zwar mit der Erfahrung der zweimaligen Endspiel-Teilnahme in Folge und als Pokalverteidiger in die Partie, als Favorit sieht Klausmann seine Mannschaft in Bräunlingen aber nicht. „Die Chancen stehen 50:50. Ich hoffe auf ein spannendes und abwechslungsreiches Spiel mit vielen Torchancen. Das bessere Team soll gewinnen.“