Volleyball, Dritte Liga, Damen: TV Villingen – TG Bad Soden (Samstag, 19 Uhr, Hoptbühlhalle). Mit dem Spiel gegen Zweitliga-Absteiger Bad Soden beginnt für die Villinger Volleyballerinnen die entscheidende Phase im Kampf gegen den Abstieg. Nach vielen Unterbrechungen stehen nun vier Partien ohne Pause an, in denen die Vorentscheidung fallen kann, ob die Villingerinnen auch weiterhin Drittligist bleiben. Drei dieser Spiele finden in der heimischen Hoptbühlhalle statt. An Bad Soden hat das Team um TV-Trainer Sven Johansson gute Erinnerungen, denn am 11. November gelang am Taunus in Hessen ein 3:0-Erfolg. Es war damals der erste Auswärtssieg der Schwarzwälderinnen in der laufenden Saison. Aktuell trennen beide Teams drei Tabellenplätze, aber nur ein Punkt.

Deutlich hörte sich der 3:0-Erfolg der Villingerinnen in Hessen an. Doch es war ein hartes Stück Arbeit, bis der Sieg unter Dach und Fach war. Bad Soden kam damals auf 22, 24 und 23 Satzpunkte. „Sie haben eine gute Angreiferin und einen guten Mittelblock. Wir müssen versuchen, diesen Block zu umgehen“, sagt Villingens Trainer Sven Johansson. Er schaute sich am Donnerstagabend mit seiner Mannschaft ein auf 15 bis 20 Minuten zusammengeschnittenes Video vom Hinspiel an. „Damit sind wir immer gut gefahren. Die Mädels lernen wieder die Gesichter ihrer Gegenspielerinnen kennen sowie deren Stärken und Schwächen“, ergänzt Johansson. Bei Bad Soden hatte es nach dem Zweitliga-Abstieg einen personellen Komplettumbruch gegeben. Nun läuft der Verein Gefahr, in die Regionalliga durchgereicht zu werden.

Neben den drei langzeitverletzten Spielerinnen Nikola Strack, Ramona Dietrich und Lisa Spomer fällt am Samstag aus gesundheitlichen Gründen auch Felicitas Piossek beim TV Villingen aus. Dafür wird Martina Bradacova erstmals nach ihrem Abschied im vergangenen Frühjahr wieder spielen. „Mit großer Wahrscheinlichkeit jedoch nicht in der Anfangsformation“, schränkt Johansson ein. Die Angreiferin trainierte zuletzt auch das Zuspiel. Auf dieser Position scheinen jedoch weiterhin im Wechsel Klara Single und Michelle Feuerstein gesetzt zu sein. Mit der jungen Marie Uhing aus der zweiten Mannschaft wird außerdem eine gelernte Zuspielerin im Kader stehen. Sie könnte zu Kurzeinsätzen kommen.

Bradacova wäre indes auch im Mittelblock vorstellbar, zumal Piossek ausfällt. Mit Jule Gaisser und Michelle Spomer sowie Nina Gass, die weiterhin nicht ganz schmerzfrei ist, bieten sich auf der Position weitere Alternativen. Trainiert wurde in den vergangenen eineinhalb Wochen alles, sodass Villingen, sollten die Wechsel klappen, den Gegner durchaus etwas verwirren kann. Mit der jungen Amelie Nunnenmacher steht zudem eine weitere Mittelblockerin für Einsätze bereit.

Die Partie hat für Villingen einen hohen Stellenwert. Mit drei Punkten würde sich eine kleine Lücke zu den Abstiegsplätzen auftun, auch wenn weiterhin mit drei Absteigern gerechnet werden muss. Johansson: „Wir machen uns wegen der Tabellenkonstellation nicht verrückt. Die Mädels sind alle gut drauf. Wir als Mannschaft, aber auch der TV Villingen als Verein, werden alles tun, um in der Liga zu bleiben.“