Volleyball, Dritte Liga, Damen: TV Villingen – SSC Bad Vilbel 3:2 (25:19, 25:16, 7:25, 16:25, 15:12). Nur zwei statt der erhofften drei Punkte holten die Villinger Volleyballerinnen am Samstag vor rund 350 Zuschauern. Lange sah es nach einem glatten Drei-Satz-Erfolg der Gastgeber aus, doch mit einem unerklärlichen Leistungsabfall taten die Villingerinnen alles dafür, damit die Gäste wieder in das Spiel fanden. Somit blieb der mögliche Befreiungsschlag im Abstiegskampf aus.

Rätselraten herrschte bei den Villingern nach der Partie. Keiner fand eine Erklärung dafür, warum es einen derartigen Bruch im Spiel gegeben hatte. Immerhin bäumte sich das Team im Tie Break nochmals auf und rettete einen zweiten Punkt. „Ich weiß nicht, was ab dem dritten Satz bei uns los war. Offenbar merkt man doch den Druck auf den Schultern der Spielerinnen im Abstiegskampf. Irgendwie ist uns da auch der Mut verloren gegangen. Erfreulich war, dass wir den Tie Break gewonnen haben. Da wollten wir den Sieg mehr als die Gäste“, sagte Villingens Trainer Sven Johansson. Götz Steinfeld, Co-Trainer aus Bad Vilbel, würdigte die Comeback-Qualitäten seines Teams und attestierte Villingen den besseren Aufschlag.

Mit Michelle Feuerstein, Jule Gaisser, Klara Single, Maria Kühne, Michelle Spomer. Julia Reich und Libera Sonja Kühne starteten die Villingerinnen sofort mit einer Führung in die Partie. Nur einmal (6:7) führte Bad Vilbel. Dann setzte sich Villingen immer deutlicher (14:11/19:14) ab. Mit dem zweiten Satzball machte Reich nach 22 Minuten die 1:0-Führung perfekt.

Noch deutlicher dominierte Villingen die Partie nach dem ersten Seitenwechsel. Bei der 12:4-Führung hatte Bad Vilbel bereits beide Auszeiten verbraucht. Villingen ließ nicht locker und legte nach (17:9/21:11). Diesmal brachte bereits der erste Satzball von Gaisser, die einen Abwehrfehler ausnutzte, die 2:0-Führung. Nur ganze 19 Minuten benötigte Villingen für den Satz.

Alles sah nach einem schnellen Spielende aus. Villingen dominierte und Bad Vilbel machte nicht den Eindruck, als würde nun das große Aufbäumen kommen. Plötzlich aber lief bei den Gastgebern nichts mehr. Als wäre der Mannschaft der Stecker gezogen worden. Fehler in der Ballannahme und schwache Angriffe brachten die Gäste zurück. Beim 4:10-Rückstand kam Martina Bradacova als Hoffnungsträger, doch auch mit der reaktivierten Angreiferin lief nichts zusammen. Das 7:25 entsprach einem Klassenunterschied.

Die Villingerinnen wollten es im vierten Satz besser machen. Das Team lag aber schnell wieder zurück. Zunächst gelang zweimal (6:6/11:11) der Ausgleich, doch danach führten die Gäste durchgehend. Schwache Angaben von Villingen stellte Bad Vilbel vor keine Probleme. Die Angriffe der Gäste die Villingerinnen hingegen schon. So ging auch dieser Satz unerwartet deutlich an die Hessen.

Nichts sprach vor dem Tie Break für Villingen. Hinzu kam, dass die schnelle 5:1-Führung wieder verspielt wurde. Nun aber zeigten auch die Gäste Nerven und leisteten sich Fehler. In der Schlussphase legte Villingen nochmals zu und schließlich war es Michelle Feuerstein, die den 3:2-Erfolg perfekt machte.