Handball, Landesliga Herren: TV St. Georgen – SG Schenkenzell/Schiltach (Samstag, 19:30 Uhr). (sle) St. Georgens Trainer Jürgen Herr erwartet im Derby gegen den Tabellennachbarn eine harte Partie. Die Bergstädter wollen ihre kleine Negativserie unbedingt beenden. In den letzten drei Spielen holten die Bergstädter nur einen Punkt und erzielten im Schnitt weniger als 23 Tore. Doch auch die Spielgemeinschaft reist mit einem Negativerlebnis und vermutlich viel Wut im Bauch auf den Roßberg. Am vergangenen Samstag verspielte Schenkenzell/Schiltach in den letzten fünf Spielminuten eine Viertore-Führung gegen die SG Allensbach-Dettingen/Wallhausen und unterlag den Seeadlern mit 29:30.

Dreh- und Angelpunkt im Spiel der SG ist der physisch starke Drazen Dropuljic. Er versteht es, Rückraumschütze Julian Armbruster in Szene zu setzen und gleichzeitig selbst Torgefahr auszustrahlen. Auch die rechte Angriffsseite der Gäste ist mit Routinier Marian Tau und Yannik Bessei gut besetzt.

In der Vergangenheit lieferten sich die SG und St. Georgen immer wieder heiße Duelle, in denen meist die Heimmannschaft die Nase vorne hatte. So war es auch im Hinspiel, als die Flößerstädter mit 28:26 triumphierten. Ein Grund dafür war damals, dass die Bergstädter zehn Überzahlsituationen nicht hinreichend gut genug nutzen konnten.

Die Personalsituation hat sich bei St. Georgen nicht verbessert, im Gegenteil: Die Mannschaft stellt sich mittlerweile fast von allein auf. Beim Auswärtsspiel in Meßkirch musste Manuel Bürk mit einer Verletzung am Sprunggelenk vom Feld. Ob der beste Torschütze der Bergstädter am Samstag auflaufen kann, wird sich wohl erst kurzfristig klären. „Manuel konnte diese Woche nicht trainieren. Wir arbeiten intensiv daran, dass der Fuß abschwillt und wir das Gelenk stabilisieren können“, sagte St. Georgens Physiotherapeut Kai Noel.

Die Voraussetzungen für das Derby sind gleichermaßen schwierig wie spannend. Trainer Jürgen Herr: „Die Spiele gegen die SG waren in den vergangenen Jahren immer hart umkämpft und meistens von dominierenden Abwehrreihen geprägt. Wir werden, ungeachtet der vielen Verletzten, am Samstag eine Mannschaft auf der Platte haben, die die SG schlagen kann. Wichtig wird vor allem sein, dass wir den Mut nicht verlieren und befreit aufspielen. Derbys haben ihre eigenen Gesetze. Am Ende könnten auch die Nerven entscheiden.“