Fußball: (daz/pm) Der 38. Verbandstag des Südbadischen Fußballverbandes (SBFV) findet am Samstag, 27 Juli, in Denzlingen statt. Es werden rund 200 Delegierte aus den Vereinen und zahlreiche Ehrengäste erwartet. Auch DFB-Interimspräsident Dr. Rainer Koch wird Grußworte sprechen.

Geprägt wird der Verbandstag von den personellen Änderungen, insbesondere im Verbandsvorstand. Präsident Thomas Schmidt (Sölden), Vizepräsident Dr. Reinhold Brandt (Radolfzell) und Verbandsspielausschussvorsitzender Dr. Christian Dusch (Rheinau) stellen sich erneut dem Votum der Delegierten. Vizepräsident Peter Cleiß (Oberkirch) steht zum ersten Mal ordentlich zur Wahl, nachdem er das Amt 2018 von Fabian Ihli übernommen hatte. Norbert Schlageter (Tunsel) wird nach 36 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit für den SBFV nicht mehr kandidieren. Als Nachfolger wird der Verbandsvorstand Matthias Löffler (St. Märgen) für die Position des Schatzmeisters vorschlagen. Neben Norbert Schlageter werden auch Gerhard Berger (Kappelrodeck) und Bruno Sahner (Maulburg) nicht mehr zur Wahl stehen. Für Gerhard Berger wird Max Rauwolf (Mannheim) für den Vorsitz des Verbandsrechtsausschusses zur Wahl vorgeschlagen. Den Vorsitz des Verbandsausschusses für Freizeit- & Breitensport soll Jan Elert (Münstertal) von Bruno Sahner übernehmen. Die weiteren Ausschussvorsitzenden treten erneut zur Wahl an. Beim Verbandstag soll eine Verlängerung der Wahlperiode von drei auf vier Jahre beschlossen werden.

Neben den Neuwahlen müssen außerdem zwei neue Mitglieder des Verbandsvorstandes bestätigt werden: Ralf Brombacher (Kandern), der die Nachfolge von Manfred Schätzle (Furtwangen) als Verbandsschiedsrichterobmann antritt, und Franco Moscaritolo (Vörstetten), der Anfang Juni vom Verbandsjugendtag zum neuen Verbands-jugendwart gewählt wurde.

Auf dem Verbandstag soll die Umstellung auf den digitalen Spielerpass, der die letzten beiden Jahre bereits umfangreich erprobt wurde, beschlossen werden. Der Verband will auch auf die gestiegene Anzahl an Nichtantritten von Mannschaften zu einem Verbandsspiel reagieren und die dafür fällige Abgabe erhöhen, um die Wichtigkeit eines geordneten Spielbetriebs hervorzuheben. Ein sportpolitisches Signal will der Verband durch eine Veränderung im Passwesen senden: Möchte ein Kind in einem Fußballverein Fußball spielen, sollen keine finanziellen Barrieren im Wege stehen. Deshalb soll künftig die erstmalige Spielerlaubnis im Jugendbereich kostenfrei sein.

Kein Antrag vom FC 08

Oberligist FC 08 Villingen wird keinen neuen Antrag zur Stammspieler-Regelung einreichen, obwohl es in der vergangenen Saison Diskussionen und Proteste gegen Spielwertungen gab. In der Villinger Landesliga-Elf wurde der in der Winterpause verpflichtete Müslüm Yelken eingesetzt, nachdem dieser bereits eine Partie in der Oberliga bestritten hatte. Die SG Dettingen legte daraufhin Protest gegen die Spielwertung ein, der jedoch vom Verband abgelehnt wurde.

„Inzwischen gibt es eine in den Paragrafen verankerte Drei-Spiele-Frist, nach der die Stammspielerregelung greift. Ein Spieler ist nunmehr erst für andere Mannschaften im Verein gesperrt, wenn er dreimal in der ersten Mannschaft zum Einsatz kam. ich weiß nicht, was andere Vereine beim Verbandstag machen werden, aber von unserer Seite gibt es keinen Antrag“, sagt Marcel Yahyaijan, Trainer der Villinger Landesliga-Elf.