Ist bei Ihnen, Herr Kliche, und allen Helfern so kurz nach der Veranstaltung erst mal ein tiefes Durchatmen angesagt?

In gewisser Weise ja. Anderseits haben wir die Zeit genutzt, um bereits eine erste kleine Manöverkritik zu machen, denn es gibt immer Dinge, die sich verbessern lassen.

Wie beurteilen Sie die Teilnehmerzahlen bei den Hauptläufen?

Wir haben die Zahlen der Finisher vorliegen, jener Läufer, die die Zielline überquert haben. Beim Marathon haben 50 Starter mehr als im vergangenen Jahr das Ziel erreicht. Beim Halbmarathon ging die Zahl um rund 100 Läufer zurück, stieg aber beim 10 Kilometerlauf wiederum um rund 100. Das sind positive Zahlen, die uns aber nicht ausruhen lassen.

Gibt es schon Rückmeldungen von Läufern?

Ja und diese fallen überwiegend positiv aus. Die Athleten haben uns über Facebook oder unsere Marathon-App zu einer sehr guten Veranstaltung gratuliert. Das spornt uns natürlich an.

Sie sagten am Sonntag in einer ersten Reaktion, dass rund 2700 Sportler in allen Wettbewerben auf der Strecke waren. Ist die Zahl 3000 für die nächsten Auflagen ein realistisches Ziel?

Zunächst einmal freuen wir uns über jeden Läufer, der den Weg zum Schwarzwaldmarathon findet. Ich halte nichts davon, jetzt irgendwelche Wünsche bei den Teilnehmerzahlen heraus zu posaunen. Die bekommt man immer um die Ohren gehauen, wenn sie nicht erreicht werden. Wir hoffen, auch in Zukunft eine gute Adresse für Läufer zu sein. Das ist uns wichtig. Es ist doch schön, irgendwo bei anderen Veranstaltungen einen Info-Stand zu haben, und die Sportler wissen sofort, was sie mit uns verbinden.

Freut es Sie, dass beim Marathon die zweiten Plätze bei den Frauen und Männern jeweils an Teilnehmer aus Hüfingen gingen?

Ich freue mich immer, wenn einheimische Läufer gut abschneiden und ganz vorne mitmischen. Das zeigt einmal mehr, dass wir in unserer Region sehr gute Athleten haben und bestätigt uns, keine Spitzenläufer für teueres Geld einzukaufen. Wenn diese aus eigenem Antrieb kommen, sind sie natürlich gern gesehen.

Wo setzen Sie bei weiteren Verbesserungen an?

Es sind in erster Linie interne Dinge, die nicht in die Öffentlichkeit gehören. Wir wollen unsere Abläufe weiterhin perfektionieren. Diese Internas bleiben aber bei uns.

Was kam neben den Läufen sehr gut an?

Da denke ich zuerst an die Stadtführung mit 67 Interessenten. Eine beachtliche Zahl. Eventuell werden wir etwas am Zeitpunkt der Führung verändern.

Bereits am Sonntag hat das OK an einem Stand eine Anmeldeplattform für 2019 präsentiert. Wie kam das an?

Sehr gut. Wir haben auf Anhieb eine dreistellige Zahl erreicht, zumal es auch Rabatte gab. Die Frühbucheraktion läuft auf unserer Homepage bis Dienstag weiter. Ein Countdown ist geschaltet.

Wie schwer oder einfach ist es, die weit über 500 Helfer für solch eine Veranstaltung zu gewinnen?

Glücklicherweise haben wir ein eingespieltes Team. Es gibt auch Privatpersonen, die von sich aus Hilfe anbieten. Wir haben glücklicherweise diesbezüglich aktuell keine Sorgen. Es freut mich ungemein, wenn ich die vielen Helfer, wie am Sonntagnachmittag, mit einem Dauergrinsen im Gesicht sehe.

Sie haben zum fünften Mal einen Schwarzwaldmarathon federführend als OK-Chef organisiert. Haben Sie sich ein zeitliches Limit für diesen Job gesetzt?

Ich werde es sicherlich keine 30 Jahre mehr machen, aber aktuell habe ich großen Spaß daran. Da gibt es keinerlei Gedanken, jetzt aufzuhören.

Nach dem 51. Marathon ist vor dem 52. Marathon. Wann steigen Sie in die Vorbereitungen ein?

Wir sind schon mittendrin. Es gibt einige Dinge, die einen zeitlichen Vorlauf brauchen. Da haben wir bereits im Juni/Juli an den 52. Lauf gedacht und erste Entscheidungen gefällt.

Welches Bonbon haben Sie für den 52. Lauf am 12. und 13. Oktober 2019 für die Läufer im Hinterkopf?

Dafür ist es noch zu früh, um an die Öffentlichkeit zu gehen. Wir taxieren und überlegen permanent. Wichtig ist es uns, den Läufern etwas zu bieten. Und da steht eine gute Organisation im Mittelpunkt, damit die Athleten Bräunlingen zufrieden verlassen und etwas erlebt haben, etwas, das haften bleibt.

Fragen: Dietmar Zschäbitz