Fußball-Landesliga: FC Schonach – FC Bad Dürrheim (Mittwoch, 19 Uhr). (daz) Zweiter Anlauf für das brisante Derby. Nachdem Ende Oktober das Spiel wegen des kurzzeitig mit Schnee bedeckten Platzes ausfiel, steht nun unter Flutlicht der zweite Versuch an. Die Vorfreude auf beiden Seiten ist groß. Die Kurstädter werden mit einigen Spielern antreten, die in der vergangenen Saison noch das Schonacher Trikot getragen haben. Hinzu kommt: Der Sieger der Partie wird die Tabellenspitze übernehmen.

Vor der ersten Ansetzung der Partie herrschte in Schonach ein großer Hype um das Spiel. Das hat sich etwas verändert. Vor allem nach dem vergangenen Sonntag. Weniger die 2:5-Niederlage bereitet den Gastgebern Sorgen, sondern vielmehr die Ungewissheit um den schwer verletzten Schlussmann Florian Szymczak, der auch am Dienstag noch in einem Krankenhaus am Bodensee lag. „Es hat ihn übel erwischt. Wenn ein Spieler zehn Minuten blutend auf dem Rasen liegt und anschließend abtransportiert werden muss, lässt das keinen kalt“, betont FCS-Trainer Alex Fischinger. Er hofft, dass Szymczak am Mittwoch die Partie in Schonach von der Seitenlinie verfolgen kann und kündigt an: „Wir werden für Florian spielen.“

Unsicher ist weiterhin der Einsatz von Fabian Tiel zwischen den Pfosten. Tiel hatte am Dienstag eine weitere Untersuchung des lädierten Knies. Sollte er nicht spielen können, wird wohl Adrian Disch aus der zweiten Mannschaft im Tor stehen. Zudem trainierte am Montag auch Routinier Oliver Glück für den Fall der Fälle mit der Mannschaft. Fischinger weiß um die zusätzlichen Belastungen in den Köpfen seiner Spieler, meint aber auch: „Da müssen wir jetzt durch.“ Er schaute sich die Bad Dürrheimer am Samstag beim 1:1 in Überlingen nochmals an. „Ich habe viele Stärken, aber auch Ansatzpunkte für uns gesehen. Das Spiel wird sicherlich nicht über die Taktik entschieden. Es wird ein Spiel des Willens“, ist der Schonacher Coach überzeugt.

Für Gäste-Trainer Enrique Blanco und zahlreiche Spieler ist es die erste Rückkehr nach Schonach seit den Veränderungen im Sommer. „Ich hatte in Schonach vier schöne Jahre und wir haben zusammen auch viel erreicht. Andererseits ist es normal, dass sich Trainer und Spieler verändern. Daher will ich die Partie nicht überbewerten“, sagt Blanco. Der Coach möchte einige Emotionen herausnehmen, auch wenn es innerlich möglicherweise etwas anders aussieht. Dass die Schonacher weiterhin in der Liga eine gute Saison spielen, ist für Blanco keine Überraschung. „Schonach hatte und hat immer talentierte Fußballer. Sie sind nicht zufällig in der Liga oben dabei.“

Was der Übungsleiter der Kurstädter am Montag im Training sah stimmt ihn zuversichtlich. „Die Spielphilosophie wird immer deutlicher sichtbar.“ Zu einer möglichen Aufstellung will sich Blanco nicht äußern, deutete aber an, dass einige Spieler noch Blessuren haben. So liege ein möglicher Einsatz von Hendrik Berg oder Alexander German aktuell wohl nur bei 70 Prozent. Sollten beide ausfallen, sieht Blanco genügend andere Akteure, die in die Bresche springen können und die Aufgabe zur Zufriedenheit lösen. Blanco: „Wir sind die einzige Mannschaft in der Liga, die erst zwei Spiele verloren hat. Das gibt Selbstvertrauen und das merke ich bei uns auch.“