Ringen: (lh) Sieben von elf Titelverteidigern waren am Start, aber nur vier standen erneut ganz oben auf dem Treppchen. Die Bezirksmeisterschaften der Männer im freien Stil hatten es am Samstag in sich. Mit 85 Teilnehmern waren die Titelkämpfe, die der AV Hornberg einmal mehr mustergültig ausrichtete, ähnlich gut besucht wie im Vorjahr (84). Allerdings glänzten mit dem AV Sulgen, SV Dürbheim, AV Hardt und ASV Nendingen gleich vier Vereine aus dem vierten Bezirk (Württemberg) durch Abwesenheit. Mit drei Meistertiteln lag der KSV Taisersdorf in der Vereinswertung mit 27 Punkten deutlich vor Furtwangen (23), Tennenbronn (19), Baienfurt (17), Winzeln (16) und Radolfzell (15).

Erstmals nach fünf Titeln in Serie fehlte Stefan Dobri (SV Dürbheim). Sein Erbe in der 65 kg-Klasse trat der Ex-Aichhalder Magomed Makaev (KG Baienfurt) an, der im Finale gegen seinen Vereinskameraden Hormtulla Hajizada nach 6:0-Führung zu einem Aufgabesieg kam. Den wohl spektakulärsten Kampf des Turniers lieferte Makaev mit Philipp Ganter vom KSV Winzeln. Nachdem die Führung mehrfach wechselte, setzte sich der Baienfurter im zweiten Abschnitt mit 23:14 noch klar durch. Ebenso punktreich verlief der Kampf um Platz drei, den Ganter nach spannenden sechs Minuten gegen Khamza Termabulatov (StTV Singen) mit 16:13 gewann. Für die Singener Ringerfamilie Termabulatov gab es so etwas wie eine Revanche. Khamzas älterer Bruder Khamzat stand im Endkampf der 70 kg Klasse Philipps Zwillingsbruder Marius Ganter gegenüber und sicherte sich mit einem 14:5-Punktsieg den Titel. Bronze holte Jannic Achilles (Wollmatingen) nach einem 10:0 Sieg über Filip Ilijev (Radolfzell).

Der Taisersdorfer Darwish Mahmodi brachte das Kunststück fertig, als 57 kg-Titelverteidiger eine Klasse höher (61 kg) erneut Meister zu werden. Dass ihm dabei Finalist Nick Gert (VfK Radolfzell) beim 10:0 ebenso wenig Widerstand leistete wie die anderen drei Gegner überraschte. Für Max Kokulan (KSK Furtwangen) war damit der Weg bis 57 kg frei. Mit drei Schultersiegen und zwei Überlegenheitssiegen düpierte er die Konkurrenz. Silber ging an Valentin Radu (KSV Vöhrenbach), Bronze an David Kuhner (SG Schramberg). Mit Leon Brender (KSV Allensbach) trug sich ein neues Gesicht in die Siegerliste bis 52 kg ein. Ein denkwürdiges Finale gab es in der Gewichtsklasse 74 kg, in dem Vorjahressieger Heshmat Akbari (KG Baienfurt) vom Tennenbronner griechisch-römisch Spezialisten Fabian Reiner herausgefordert wurde. Am Ende behielt Reiner mit 13:11 die Oberhand. Ebenso eng ging es um Platz drei zu. Da hatte Marian Rall (KSV Winzeln) beim 5:5 gegen Artur Pinsak (VfK Radolfzell) knapp die Nase vorn. Starke Athleten wie Marcel Käppeler (KSV Taisersdorf) und Matteo Lehmann (KSV Tennenbronn) blieben vorzeitig auf der Strecke.

Im Schnelldurchgang kam Timo-Marcel Nagel (KSV Tennenbronn) im Limit bis 79 kg zur erfolgreichen Titelverteidigung. Seine Überlegenheit gegen die Konkurrenz spiegelte sich in der 40:0 Bilanz in vier Kämpfen wider. Zweiter wurde Alexander Rauch (KSV Taisersdorf) vor Kevin Reuschling (KSK Furtwangen). Eine hervorragende Beteiligung mit 13 Athleten erfuhr die 86 kg-Klasse, in der Sascha Weinauge (KSK Furtwangen) herausragte. Mit fünf Schultersiegen, darunter gegen Finalgegner Steffen Blum (KSV Wollmatingen), und einem Überlegenheitssieg kürte er sich zum inoffiziell besten Ringer des Turniers. Mit Bronze dekorierte sich Jonas Schondelmaier (KSV Tennenbronn), der Erik Ragg im kleinen Finale mit 12:0 abblitzen ließ. Bis 92 kg und 97 kg hießen die Meister gleich wie im Vorjahr. Da setzten sich Simon Weißhaar (KSV Taisersdorf) gegen Marco Boxler (KSV Wollmatingen) und Daniel Weh (KSV Gottmadingen) gegen Aaron Gaus (KSV Winzeln) durch. Im Schwergewicht (125) löste Marco Martin (KSV Taisersdorf) den fehlenden Vorjahresmeister Radu Balaur (Wurmlingen) ab.