Mädchenfußball: - Der SSC Donaueschingen hat gegenwärtig einen ungewöhnlich großen Zulauf an jungen Mädchen, die gern Fußball spielen möchten. Bereits im vergangenen Sommer setzte der kleine Boom ein. In der kommenden Saison wird der in diesem Jahr 40 Jahre alt werdende Verein erstmals drei Mädchenmannschaften für den Spielbetrieb anmelden. Strukturell sind die Schellenberger darauf vorbereitet, denn mit dem Interesse am Mädchenfußball stieg auch die Zahl der Betreuer und Trainer.

„Aktuell trainieren bei uns rund 25 Mädchen und die Tendenz ist steigend“, sagt SSC-Jugendkoordinator Markus Böll und ergänzt: „Der Mädchenfußball ist bei uns ein wichtiger Baustein in der Gesamtentwicklung des Vereins. Das bezieht sich auf den sportlichen, gesellschaftlichen und finanziellen Bereich.“ Gegenwärtig hat der SSC rund 360 Mitglieder, davon 210 Jugendspieler. Für die Betreuung der 19 Mannschaften von der G- bis zur C-Jugend stehen 38 Trainer zur Verfügung. Ab der kommenden Saison wird es eine SG bei den A- und B-Junioren geben.

Neu an den Start gehen ab der kommenden Saison drei Mädchenmannschaften. Zwei im Bereich der D-Juniorinnen und eine bei den C-Juniorinnen. Gegenwärtig trainieren die Mädchen mit viel Enthusiasmus in der Donaueschinger Realschulsporthalle und bald wieder auf dem SSC-Sportplatz und im Haberfeld beim Mall-Stadion. Interessenten haben jeweils montags 19 Uhr und donnerstags ab 18.30 Uhr in den Übungseinheiten die Chance zum Einstieg. Als Trainer fungieren gegenwärtig Armin Dufner und Kai Sauser, die vom ehemaligen Bad Dürrheimer Männertrainer Dietmar Anders unterstützt werden. Für Anders eine neue und interessante Aufgabe. „Es ist ein Projekt, was mir viel Spaß macht.“

Aufgebaut wird die Mädchen-Abteilung beim SSC in eigenständiger Regie. Dabei ist es den Donaueschingern klar, dass möglicherweise schon bald die talentiertesten Spielerinnen auch abgeworben werden können. Für Böll kein Problem. „Wir wollen die jungen Mädchen ausbilden. Wie bei den Jungen ist es unsere Philosophie, dass die Spieler da spielen sollen, wo sie sich leistungsmäßig am besten entwickeln.“ Der SSC Donaueschingen wird daher im Mädchenfußball zunächst einmal den Charakter eines Ausbildungsvereins einnehmen. Perspektivisch ist es jedoch durchaus denkbar, dass die Schellenberger auch einmal eine oder mehrere Frauen-Mannschaften am Spielbetrieb anmelden werden. Die knappen eigenen Platzkapazitäten werden in Zusammenarbeit mit dem FV Donaueschingen gelöst. „Wir haben ein gutes Verhältnis und dürfen den Kunstrasenplatz im Haberfeld nutzen“, freut sich Böll über die guten Beziehungen zum Stadtnachbarn.

Verstärkt für den Mädchenfußball werben will der Verein am Samstag, 30. April, wenn bei einem Fußball-Turnier für Mädchen der vierten bis siebten Klassen die Donaueschinger Schulen eingeladen sind. Bis zum 15. April sollten sich die Schulen dazu anmelden, wobei auch mehrere Mannschaften einer Jahrgangsstufe teilnehmen dürfen. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos. Weitere Informationen über den Mädchenfußball, Trainer und Übungszeiten sind auf der vereinseigenen Webseite „www.sscdonaueschingen.de“ jederzeit abrufbar. An ein schnelles Ende des Booms glaubt Böll indes nicht. „Umfragen des DFB haben ergeben, dass 50 Prozent aller Mädchen und Frauen Interesse am Fußball haben und sich viele davon vorstellen können, selbst aktiv zu spielen.“