Fußball, Kreisliga A, Staffel 2: Im Top-Spiel Spitzenreiter gegen Tabellenzweiter setzte sich Gastgeber Lenzkirch mit 2:1 Toren gegen die SG Kirchen-Hausen durch. Noch schmerzhafter als die Niederlage war für SG-Trainer Peter Tumler, dass mit sich Buba Jammeh ein Stammspieler schwer verletzte und für den Rest der Saison ausfallen wird. „Das trifft uns hart, denn der Junge war zuletzt in einer guten Form“, sagt Tumler. Für ihn hielt die Top-Partie über 90 Minuten, was sie im Vorfeld versprochen hatte. „Es war ein rassiges und schnelles Spiel mit tollen Spielzügen. Die Partie hätte auch 2:1 für uns oder 2:2 enden können. Wir hätten gern etwas mitgenommen, haben jedoch noch genügend Spiele, um diese Niederlage aufzuarbeiten“, ergänzt Tumler.

Auch Zejlko Cosic, Trainer des FC Lenzkirch, spricht in seiner Analyse von einem „würdigen Spitzenspiel“. Er war mit dem Spiel und dem Ergebnis zufrieden. „Wir mussten uns nach der Niederlage in Öfingen steigern und haben es getan. Ich wollte kein taktisches Geplänkel sehen, zumal beide Teams offensiv ihre Qualitäten haben. Letztlich war es ein offener Schlagabtausch mit einem hohen Unterhaltungswert“, resümiert Cosic. Auch der Gegner habe ihn überzeugt. „Kirchen-Hausen kann die Partie gewinnen. Jetzt sind wir einfach froh, unsere Tabellenführung verteidigt zu haben, wobei uns die Konkurrenten noch richtig unter Druck setzen werden. Da beziehe ich auch Aasen ein“, fügt Cosic an.

Dank eines schwer erkämpften 1:0-Sieges in Eisenbach bleibt der SSC Donaueschingen an den zwei Spitzenteams dran. „Es war eine offene Partie, in der Eisenbach eine überragende erste Halbzeit gespielt hat. Da haben wir es kaum geschafft, unsere spielerische Dominanz auf den Platz zu bringen. Wir hatten da nur eine gute Möglichkeit“, sagt SSC-Trainer Thomas Minzer. Nach dem Seitenwechsel agierte der SSC dominanter und schoss den Siegtreffer. „Mit der zweiten Halbzeit bin ich sehr zufrieden. Wir haben eine Schippe drauf gelegt“, ergänzt Minzer. Nun freuen sich die Donaueschinger auf den Samstag, wenn sie Spitzenreiter Lenzkirch empfangen.

Dank des 3:1-Erfolges bei Schlusslicht Oberbaldingen erreichte Aufsteiger SV Aasen 31 Punkte. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit unserem Spiel nur teilweise. Wir haben noch Luft nach oben. Trotz der schnellen 1:0-Führung nach rund 100 Sekunden haben wir nicht so souverän agiert“, sagt Aasens Trainer Axel Schweizer. Alle drei Treffer fielen nach Standards. „Wir müssen aus dem Spiel heraus torgefährlicher werden. Da wünsche ich mir bessere Abschlüsse. Bei uns ist noch Sand im Getriebe“, sagt Schmelzer ungeachtet der zwei Siege nach der Winterpause.

Ebenfalls die Marke von 30 Punkten knackte der SV Öfingen mit dem 3:3 in Gündelwangen. „Es ist ein gerechtes Ergebnis. Um drei Punkte mitzunehmen, hätten wir defensiv weniger Fehler machen müssen. Meine Vorgabe war ein Zähler, um die 30 Punkte zu schaffen. Jetzt dürfen wir etwas beruhigter in die kommenden Partien gehen, dürfen aber nicht zu sicher werden“, sagt Öfingens Trainer Jörg Kienast. Am kommenden Wochenende ist die Elf spielfrei. Um im Rhythmus zu bleiben, hat Kienast ein Freundschaftsspiel gegen den B-Kreisligisten TuS Blumberg angesetzt.

Nach dem 1:0 zum Auftakt gegen Löffingen II blieb die SG Riedöschingen/Hondingen auch in Möhringen beim torlosen Remis ohne Gegentreffer. „Defensiv stehen wir stabil. Was mir hingegen Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass wir spielerische Defizite haben. Ich würde von einem gewonnenen Punkt sprechen. Man hat gesehen, dass wir einige Zeit gebraucht haben, um uns an den Platz zu gewöhnen. Wir haben uns lange Zeit sehr schwergetan“, bilanziert SG-Trainer Roland Waldraff. Er hob aus seiner Elf Schlussmann Fabian Pfeiffer hervor. „Er hat mit einigen tollen Reflexen einen Rückstand verhindert und war unser Matchwinner.“

Im ersten Heimspiel unter dem neuen Trainer Andreas Binder feierte der FC Pfohren einen 1:0-Erfolg gegen Hinterzarten. „Wir haben uns nach dem 2:2 in Donaueschingen nochmals gesteigert, wobei ich in der Elf noch mehr Potenzial sehe. Da ist Luft nach oben. Es gibt einige Bereiche, in denen es noch besser geht“, betont Binder. Er denkt in erster Linie an ein sicheres Passspiel, was im Spielaufbau wichtig sei, um den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen. Binder: „Wir haben jetzt vier Punkte gegen zwei Mannschaften geholt, die ganz andere Ziele verfolgen. Das ist gut, reicht aber noch nicht. Wir müssen dranbleiben und nachlegen.“