Eishockey: Rheinisch wird es für die Wild Wings an diesem Wochenende. Zunächst empfängt das Team von Chefcoach Paul Thompson am Freitag die Kölner Haie (19.30 Uhr), am Sonntag folgt das Auswärtsspiel bei der Düsseldorfer EG (14 Uhr). Zwei Teams, gegen die die jüngste Schwenninger Bilanz alles andere als rosig aussieht.

Paul Thompson muss am Wochenende weiterhin auf ein finnisches Trio verzichten. Jussi Timonen, Ville Korhonen und Kalle Kaijomaa fehlen verletzungsbedingt. Bei Timonen erwartet der Trainer, „dass er am nächsten Wochenende wieder spielen kann“. Gegen Köln und Düsseldorf soll Simon Danner seinen Platz in der Defensive einnehmen. Immerhin gibt es mit Istvan Bartalis einen Rückkehrer. Der ungarische Angreifer fehlte zuletzt aufgrund einer Oberkörperverletzung, wird aber gegen Köln wieder auflaufen.

Bartalis soll dazu beitragen, dass die Schwenninger erstmals in dieser Saison gegen die Haie punkten. Zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen erwarten die Wild Wings das Team von Trainer Peter Draisaitl in der Helios-Arena. Die Schwenninger verloren nicht nur dieses Duell Ende Dezember (1:4). Auch die zwei vorherigen Saisonbegegnungen gingen allesamt an die Rheinländer. Der überzeugende 5:1-Heimsieg der Schwäne vor Wochenfrist gegen Ingolstadt macht Thompson Mut, dass die schwarze Serie gegen die Domstädter nun beendet wird. „Köln ist ein Team mit sehr viel Qualität. Wenn wir jedoch die Leistung gegen Ingolstadt wiederholen, dann ist erneut etwas möglich. Wir sind nun selbstbewusster als im letzten Spiel gegen Köln“, ist der Brite überzeugt.

Auch gegen den zweiten Wochenend-Gegner steht in dieser Saison bei den Schwänen noch die Null auf der Habenseite. Alle drei Vergleiche endeten mit einem Sieg für Düsseldorf. Schwenningen blieb sogar jedesmal torlos. Kurioserweise fielen alle acht DEG-Treffer in diesen drei Duellen erst im letzten Drittel. „Düsseldorf steht nicht von ungefähr unter den besten Vier der Tabelle. Das ist ein sehr defensivstarkes Team mit wenigen Schwächen“, so Thompson. Von seiner Mannschaft erwartet der 50-Jährige deshalb, „dass wir gegen diesen Gegner aggressiver spielen müssen als zuletzt“.

Gegen Köln wird Dustin Strahlmeier im Schwenninger Tor stehen. Wer am Sonntag in Düsseldorfer ISS Dome zwischen den Pfosten steht, will Thompson erst nach der Freitag-Partie entscheiden. Wild Wings-Pressesprecher Oliver Bauer erwartet gegen die Kölner Haie rund 3500 Zuschauer.

Was die Personalplanung betrifft, kündigte Paul Thompson an, dass spätestens nach der DEL-Pause (4. bis 15. Februar) klar sein soll, „wem wir einen Vertrag anbieten und wem nicht“. Bislang steht – zumindest offiziell – fest, dass sieben Spieler aus dem jetzigen Kader auch kommende Saison für die Wild wings spielen werden. Dies sind: Torhüter Dustin Strahlmeier, die Verteidiger Mirko Sacher, Dominik Bohac und Boaz Bassen sowie die Angreifer Simon Danner, Markus Poukkula und Julian Kornelli.