Basketball, ProB: Wiha Panthers Schwenningen – BBC Coburg (Samstag, 20 Uhr). Die Hauptrunde der ProB biegt langsam auf die Zielgerade ein. An Spieltag 17 von 22 können die Wiha Panthers mit einem Erfolg über Coburg nicht nur die Playoff-Teilnahme vorzeitig unter Dach und Fach bringen, sondern auch ihre Heimserie von mittlerweile 23 Siegen am Stück weiter ausbauen.

Was seit Wochen nur noch Formsache ist, könnte am Samstagabend auch rechnerisch endgültig feststehen: Mit einem Sieg über den BBC Coburg würden die Wiha Panthers das Playoff-Ticket sicher lösen und damit ihr Minimalziel erreichen. Inzwischen ist die Erwartungshaltung beim Überraschungsteam der Liga aber eine ganz andere: Die Panthers wollen den aktuellen Tabellenplatz zwei in den letzten sechs Spielen der Hauptrunde nicht mehr abgeben und sich damit in eine hervorragende Position für die heiße Phase der Saison bringen. Der Zweite der Südstaffel hat in den ersten beiden Playoff-Runden den Heimvorteil sicher auf seiner Seite und könnte frühestens im Halbfinale auf den Erstplatzierten aus der Nordstaffel stoßen. Damit beschäftigen sich die Panthers aber noch nicht. Trainer Alen Velcic richtet den Fokus voll auf die Hauptrunde und den kommenden Gegner. „Ich spüre bei meinem Team schon eine kleine Vorfreude auf die Playoffs. Das ist aber alles noch Zukunftsmusik. Wir konzentrieren uns auf den nächsten Gegner. „

Der BBC Coburg war in der Vorsaison sportlich schon abgestiegen, konnte sich aufgrund mehrerer Lizenzverschiebungen aber doch noch einen Startplatz in der ProB sichern. Nachdem das Team von Trainer Ulf Schabaker mit einem Sieg aus fünf Spielen erneut wie ein Abstiegskandidat in die Saison gestartet war, drehten die Unterfranken seither auf. Sieben der letzten zehn Spiele entschied der BBC für sich und mauserte sich dadurch langsam zu einem Playoff-Kandidaten. Sogar im Kampf um einen Platz unter den ersten Vier, der den Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde sichert, hat Coburg ein Wörtchen mitzureden. Einen Anteil am Aufschwung hat der US-Amerikaner Chase Adams, der bereits erfolgreich in der ProA spielte und trotz seiner geringen Körpergröße von 1,77 Metern als Aufbauspieler dem Coburger Spiel den Stempel aufdrückt. Adams wird es in Schwenningen vor allem mit dem flinken und aggressiven Verteidiger Abdulai Abaker zu tun bekommen. „Mit Abu haben wir einen Spieler, der mit ihm in Sachen Geschwindigkeit mithalten kann“, so Velcic, der auf den wieder gesunden Hannes Osterwalder zurückgreifen kann. Osterwalder verleiht dem Schwenninger Spiel mehr Größe, Athletik und Energie auf dem Flügel und kann zudem für Verschnaufpausen für Bill Borekambi sorgen. Fehlen werden dem Aufsteiger weiterhin Center Seid Hajric sowie Kosta Karamatskos. Der Kapitän stieg in dieser Woche zwar ins Training ein, ist aber frühestens in vier bis fünf Wochen eine ernsthafte Option. Zudem ist der Einsatz des grippekranken Boyko Pangarov fraglich.

Mit Zuversicht, aber auch Demut gehen die Panthers das zweite Heimspiel in Folge an. „Die Jungs haben in dieser Woche fantastisch trainiert. Wir haben aber auch großen Respekt vor Coburg, die sehr gut Basketball spielen können. Aber auch gegen sie werden wir ein Rezept finden“, blickt Alen Velcic voraus.