Basketball, ProB: Wiha Panthers Schwenningen – RheinStars Köln (Sonntag, 17.30 Uhr). Als klarer Favorit empfangen die Wiha Panthers die RheinStars Köln am Sonntagabend auf dem Deutenberg. Dabei dürfen sich die Schwenninger Basketballer auf die Rückkehr zweier schmerzlich vermisster Spieler und auf einen "Neuzugang" freuen.

Die wichtigsten Neuigkeiten vorneweg: Anders als noch in der Vorwoche in Würzburg werden die Panthers wieder mit einem annähernd kompletten Kader antreten. Bill Borekambi (Erkältung) und Darius Pakamanis (Rückenbeschwerden) stehen Trainer Alen Velcic wieder zur Verfügung. Nur Hannes Osterwalder kämpft weiterhin mit einem bakteriellen Infekt und wird wohl auch am Sonntag nur zuschauen. Vor allem die Rückkehr von Borekambi wird beim Aufsteiger für Erleichterung sorgen. Der 26-Jährige ist nicht nur zweitbester Scorer der Panthers, sondern mit seinem Status als Local Player ein zentrales Element in der Rotation der Panthers auf den großen Positionen.

Auf dem Transfermarkt, der am Donnerstag schloss, verzichteten die Panthers wie erwartet auf Last-Minute-Aktivitäten. Dafür statteten sie den zwei Meter großen Flügelspieler Kjell Deking, der bisher für die zweite Mannschaft in der Bezirksliga auf Punktejagd ging, mit einer Spielerlaubnis für die ProB aus. "Kjell ist ein talentierter guter Spieler, der uns als Local Player im Notfall weiterhelfen kann", so Trainer Velcic. Ob es schon am Sonntag gegen die RheinStars Köln zum Notfall kommen wird?

Das Tabellenschlusslicht kämpft nach dem freiwilligen Abstieg aus der ProA im Vorjahr um das Überleben in der ProB und damit um die Erhaltung des Basketball-Standorts Köln. Mit drei Siegen und zwölf Niederlagen belegen die RheinStars den letzten Tabellenrang und werden der Abstiegsrelegation kaum noch entgehen können. Entsprechend klar ist, wer als Außenseiter antreten wird. "Natürlich sind wir in Schwenningen nicht der Favorit. Aber wir fahren nicht die ganze Strecke, um dort nichts holen zu wollen", gibt sich Köln Trainer Matt Dodson kämpferisch. Auch wenn die Ergebnisse derzeit nicht für den Traditionsverein vom Niederrhein sprechen, attestiert Manager Stephan Baeck seiner Mannschaft die richtige Einstellung im Abstiegskampf. "Trotz der Rückschläge und trotz der vielen Herausforderungen in dieser Spielzeit raffen sich aber alle wieder auf und arbeiten intensiv weiter an der Wende."

Daher sollten sich die Panthers auf einen Gegner einstellen, der ihnen den Sieg nicht kampflos überlassen wird. "Wir unterschätzen nie einen Gegner und das werden wir auch nicht mit Köln machen. Wir haben das Hinspiel knapp mit sieben Punkten gewonnen", erinnert Velcic.

Das Trainerteam analysierte in dieser Woche die 69:82-Niederlage und vor allem den Einbruch im letzten Viertel bei der TG s.oliver Würzburg intensiv und erkannte: "Jeder Spieler wollte für sich die Partie gewinnen, wir haben nicht als Mannschaft gespielt. Wir müssen am Ende geduldiger sein", so Velcic.

In dieser Saison verloren die Panthers noch nie zweimal in Folge. Alles andere als ein Heimsieg gegen Köln würde eine große Überraschung darstellen. Um den zweiten Platz in der Südstaffel zu verteidigen, gehört ein Erfolg gegen den Tabellenletzten zum Pflichtprogramm.