Basketball, Pro B-Achtelfinale: SC Rist-Wedel – Wiha Panthers Schwenningen (Sonntag, 17 Uhr). Ohne Druck, dafür mit einer breiten Brust machen sich die Wiha Panthers Schwenningen auf zum entscheidenden Spiel drei der Achtelfinal-Serie beim SC Rist-Wedel. Trainer Velcic sieht gute Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale.

Mit dem Heimsieg in Spiel zwei erreichten die Panthers bereits alles, was sich Velcic für die Saison vorgenommen hatte. „Unser Ziel war es, einen Heimsieg in den Playoffs einzufahren und zu zeigen, dass wir den Siegeswillen noch nicht verloren haben. Daher bin ich total entspannt, was Spiel drei angeht“, so der Trainer, der weder sich noch seine Mannschaft im Entscheidungsspiel in Wedel unter Druck sieht. „Wir sind Aufsteiger und haben alles erreicht, was wir erreichen wollten. Der Druck ist jetzt bei Rist-Wedel. Es wäre toll, wenn wir die nächste Runde erreichen würden. Allerdings wäre ich auch nicht unglücklich, wenn es am Sonntag vorbei ist. Dann würden wir die Messlatte für die nächste Saison nicht so hoch legen“, erklärt der Panthers-Trainer, dem der gesamte Kader zur Verfügung steht.

Nach dem 69:61-Sieg in Spiel zwei sind die Schwenninger zuversichtlich, das passende Rezept gegen die Norddeutschen gefunden zu haben. „Bis auf eine Kleinigkeit in der Verteidigung haben wir alles richtig gemacht“, glaubt Velcic und nennt das entscheidende Erfolgskriterium für Spiel drei: „Es liegt jetzt nur daran, die offenen Würfe zu treffen. In Spiel zwei trafen wir fünf von 28 Dreiern. In dieser Woche haben wir versucht, den Spielern das nötige Selbstbewusstsein einzuimpfen, um mit einer breiten Brust und mentaler Stärke die offenen Würfe zu treffen. Wenn wir das schaffen, sehe ich die Chancen bei 50:50.“

Auf der einen Seite soll die eigene Dreierquote signifikant gesteigert werden, auf der anderen Seite wollen die Panthers den Gastgebern das Leben an der Dreierlinie schwerer machen als zuletzt: „Wir sind immer einen Schritt zu spät, wenn die Wedeler einen Dreier nehmen. Dieser eine Schritt ist oftmals entscheidend. Da müssen wir in Spiel drei viel wacher sein. Wir wissen, wer von den Gegnern werfen kann und wer nicht. Die starken Schützen müssen besser verteidigt werden. Das wird ein Schlüssel sein“, sagt Shooting Guard Leon Friederici. Coach Velcic hat dabei vor allem die Wedeler Leistungsträger Ryan Logan und Hary Valerien im Auge. „Bei diesen beiden Spielern müssen wir in der Defensive die Daumenschrauben noch mehr anziehen.“

Spätestens seit Spiel zwei weiß jeder beim SC Rist-Wedel, welches undankbare Los die Norddeutschen mit den Wiha Panthers als Tabellensechsten der Südstaffel gezogen haben. „Die Schwenninger haben in den ersten beiden Spielen gezeigt, welch gute Mannschaft sie haben. Nicht umsonst standen sie während der Saison im Süden lange auf dem zweiten Platz. Das ist eine sehr erfahrene und starke Mannschaft. Also müssen wir am Sonntag sehr gut vorbereitet sein“, lobt Rist-Coach Felix Banobre den Kontrahenten. Der Spanier bangt noch um den Einsatz des angeschlagenen Oscar Rich, wird in Spiel drei dagegen wieder auf den 17-jährigen Justin Hollatz zurückgreifen können, der in der Vorwoche noch für die Hamburg Towers in der Pro A auflief.

Stichwort Hamburg Towers: Da der Kooperationspartner des SC Rist-Wedel am Samstagabend ein wichtiges Heimspiel vor der Brust hat und dafür auch auf Spieler von Wedel zurückgreifen will, wird das dritte Playoff-Spiel erst am Sonntagabend um 17 Uhr in der Steinberghalle ausgetragen. Die Panthers zeigten sich wenig erfreut darüber. So könne aufgrund dessen weder die Mannschaft am Sonntag per Flugzeug an- und abreisen und auch die geplante Auswärtsfahrt der Schwenninger Anhänger fällt aufgrund der Fan-unfreundlichen Tip-off-Zeit aus.