Eishockey: Gibt es bald Umbaumaßnahmen in der Helios-Arena? Michael Werner, geschäftsführender Gesellschafter der Wild Wings, teilte in einer Pressemitteilung des DEL-Klubs mit, dass es bei den Schwenningern konkrete Pläne für den Umbau der Heimspielstätte gibt. Dabei geht es vor allem um die Erstellung eines neuen Vip-Raumes und der Schaffung von rund weiteren 800 Sitzplätzen. „Angedacht für die zusätzlichen Sitzplätze ist der Stehplatzbereich der Blöcke K, L und M“, so Werner. Die geplante Erhöhung der Sitzplatzkapazitäten würde zugleich bedeuten, dass es in der Helios-Arena 1800 Stehplätze weniger gibt.

Konkrete Pläne gibt es auch für einen neuen Vip-Bereich. Die Fürstenberg-Lounge ist laut Werner „jenseits der 95 Prozent“ ausgebucht. Im derzeit zweiten Vip-Raum, dem Schwarzwald-Stüble, steige zwar die Nachfrage. „Hier ist jedoch das Problem, dass es keinen direkten Blick auf die Eisfläche gibt“, sagt der Unternehmer aus Niedereschach. Deshalb gibt es bei den Schwenningern Überlegungen eines weiteren Vip-Bereiches in der Nord-Ost-Ecke. Dieser hätte eine Kapazität von 230 Plätzen auf verschiedenen Ebenen. Aktuell verfügen die Wild Wings in der Helios-Arena über 340 Vip-Plätze.

Gespräche mit der Stadt Villingen-Schwenningen und der Kunsteisbahn GmbH über mögliche Umbauten in der Helios-Arena laufen. Jürgen Roth, Oberbürgermeister der Stadt Villingen-Schwenningen, sorgt bei den Wild Wings-Verantwortlichen für Zuversicht: „Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass in unserer Doppelstadt auch weiter Eishockey gespielt werden kann und stehen deshalb den Plänen positiv gegenüber.“ Matthias Hoppe, Mitglied im Aufsichtsrat der Kunsteisbahn GmbH, ist überzeugt, dass die Umbaumaßnahmen Sinn machen: „Gerade ein kleiner Klub muss offen für Veränderungen sein, ansonsten wird er wirtschaftlich nicht überleben“, sagt die Schwenninger Torwart-Legende.

Was mögliche Fan-Kritik aufgrund der Verringerung der Stehplätze betrifft, hofft Werner auf Verständnis: „Ich baue darauf, dass unsere Fans die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme erkennen. Über kurz oder lang benötigen wir diese Einnahmequellen, um wettbewerbsfähig zu sein. Unsere Fan-Kurve wird von möglichen Umbauten nicht betroffen sein.“ Werner betont zudem: „Über allem steht der Eishockey-Standort Schwenningen.“

Aktuell verfügt die Helios-Arena über eine Kapazität bei Eishockey-Spielen von rund 6200 Zuschauerplätzen. Davon sind 1800 Sitz- und 4400 Stehplätzen. Bei einer Realisierung der Umbaupläne wäre die Gesamtkapazität des Schwenninger Stadions bei 5200 Zuschauern, gleichmäßig verteilt auf 2600 Sitz- und 2600 Stehplätze. Trotz der verringerten Kapazität um 1000 Zuschauern erwartet Werner „erhebliche Mehreinnahmen“.

Dass es die Pläne zu dieser gravierenden Veränderung gibt, liegt vor allem auch an den Erfahrungen der vergangenen Jahre. Werner: „Bei den Sitzplätzen gibt es unabhängig von der sportlichen Situation und des Gegners eine gute bis sehr gute Auslastung. In zahlreichen Spielen waren die Sitzplätze frühzeitig ausverkauft.“ Im Stehplatzbereich gebe es im Schnitt eine Auslastung von etwas mehr als 40 Prozent. Werner führt an, dass die Helios-Arena nach einem Umbau im Vergleich zu anderen DEL-Standorten noch immer ein überproportional höheres Angebot an Stehplätzen habe.

Der zuständige Architekt, Uwe Schlenker, ist „guter Dinge“, dass es zu den Umbaumaßnahmen in der Helios-Arena kommen wird. Das Konzept soll laut Schlenker noch vor den Sommerferien dem Gemeinderat der Stadt Villingen-Schwenningen vorgelegt werden. Stimmen die Stadträte den geplanten Änderungen zu, dürfte den erhofften Veränderungen im Schwenninger Stadion nichts mehr im Wege stehen. Die Umbaumaßnahmen könnten nach Ende der DEL-Saison 2019/2020 beginnen und vor Beginn der Spielzeit 2020/21 fertig sein.

Geschäftsführer wird vorgestellt.

Am Dienstag, 11 Uhr, wollen die Schwenninger Wild Wings in einer Pressekonferenz den neuen Geschäftsführer des DEL-Klubs vorstellen.