Fußball, Kreisliga A, Staffel 1: Mit 35 Toren in nur sechs Spielen bot der 19. Spieltag am vergangenen Wochenende im Schnitt fast sechs Treffer pro Spiel. Gut für die Offensivakteure, weniger schön für die Defensivreihen.

Nach acht Spielminuten lag die SG Vöhrenbach/Hammereisenbach in Tannheim schon mit 0:2 zurück, doch nach 90 Minuten stand ein 4:2-Erfolg. „Wir haben einige Zeit gebraucht, um uns an den Platz zu gewöhnen. Der Gegner begann hellwach. Wir haben uns nach dem Rückstand kurz geschüttelt und danach wirklich guten Fußball gespielt. Wir haben den Ball schön laufen lassen und auch die Chancen genutzt“, freut sich SG-Trainer Franz Ratz. Später habe die Elf sehr clever den Vorsprung über die Zeit gebracht und sich auch vom Platzverweis nicht mehr aus der Spur bringen lassen.

Klarer, als es der Spielverlauf ausdrückte, hört sich der 5:1-Erfolg des FC Brigachtal gegen Kappel an. „In den ersten 20 Minuten waren wir nicht auf dem Platz. Da kann es auch 0:2 gegen uns stehen und dann läuft so ein Spiel ganz anders. Wichtig war die 2:1-Führung mit dem Pausenpfiff“, analysiert Brigachtals Trainer Werner Bucher. Als seine Elf nach dem Seitenwechsel binnen neun Minuten drei weitere Treffer folgen ließ, war der Widerstrand der Kappeler endgültig gebrochen. „Es gab in der Pause von mir eine klare Ansprache. Die hat gewirkt. Wir waren dann viel bissiger in den Zweikämpfen und auch im Spielaufbau zielstrebiger. So hätte ich es mir vom Start weg gewünscht“, fügt Bucher an.

Sehr souverän trat der VfB Villingen beim 7:1-Heimsieg gegen den FC Schonach II auf. „Wir tun gut daran, den hohen Sieg richtig einzuordnen. Es werden noch stärkere Gegner kommen“, sagt VfB-Trainer Toni Szarmach. Für ihn war es wichtig, mit Erfolgen aus der Winterpause zu kommen. Während einige im Umfeld nun bereits von Rang zwei träumen, hält Szarmach den Ball flach. „Natürlich sah das Spiel von außen schon sehr gut aus. Wir dürfen den Erfolg jedoch nicht überbewerten.“ Nicht gefallen hat dem Übungsleiter, dass es erneut einen Gegentreffer gab.

45 Minuten genügten der DJK Villingen II, um den 4:0-Endstand gegen Neukirch herauszuschießen. „Wir hatten zuletzt Anfang November ein Punktspiel gewonnen. Daher war es das primäre Ziel, diese Serie zu beenden“, sagt DJK-Trainer Adrian Schade. Er wollte, dass seine Elf in der zweiten Halbzeit ebenso couragiert auftritt, doch offenbar steckte die klare Führung auch in den Köpfen fest. „Ich sehe es den Spielern nach“, so Schade.

Dagegen mussten die Sportfreunde Neukirch in ihrem ersten Punktspiel des Jahres erkennen, dass sie noch nicht wieder in der Form vor der Winterpause sind. „Das frühe 0:1 und die Rote Karte nach 15 Minuten haben uns aus dem Konzept gebracht. Danach klappte beim Gegner viel und bei uns wenig. Die zweiten 45 Minuten waren besser, wobei Villingen da auch etwas den Fuß vom Gaspedal genommen hatte“, analysierte Neukirchs Trainer Udo Glander. Er lobte ausdrücklich Schlussmann Fabio Gulizia, „der mit starken Leistungen eine höhere Niederlage verhinderte“.

Auch im zweiten Spiel nach der Winterpause blieb der SV Niedereschach ohne Torerfolg. Dem 0:0 in Vöhrenbach folgte nun ein 0:3 auf eigenem Platz gegen Rietheim. „Wir schaffen es aktuell nicht, unsere zahlreichen Ausfälle zu kompensieren. Die ersten 45 Minuten waren ordentlich, doch mit dem Seitenwechsel haben wir völlig den Faden verloren. Da war es eine sehr dürftige Leistung“, kritisiert Niedereschachs Spielertrainer Marco Tümpel, der selbst angeschlagen zuschauen musste. Drei bis vier Spieler werden wohl erst im Mai zurückkommen, bei anderen ist Tümpel zuversichtlicher. „Wir wissen, dass es im Kampf um den Klassenerhalt noch einmal eng werden kann“, fügt Tümpel an.

Mit vier Punkten ist dem SV Rietheim der Start nach der Winterpause gelungen. „Schon die Partie zuletzt gegen Brigachtal war gut. In Niedereschach haben wir nachgelegt“, sagt der neue Rietheimer Trainer Markus Knackmuß. Er führt die gute Verfassung seiner Elf auf die gute Vorbereitung zurück. „Wir wissen, dass wir Qualität im Kader haben, gerade auch offensiv. Die Jungs waren alle in der Vorbereitung sehr fleißig“, ergänzt Knackmuß. Die Lücke zu den einstelligen Plätzen ist somit fast geschlossen. Von den kommenden vier Partien dürfen die Rietheimer zudem drei auf eigenem Platz austragen.