Fußball-Kreisliga A, Staffel 1: Die Entscheidungen an der Tabellenspitze waren bereits vor dem Saisonfinale gefallen. Der FC Dauchingen sicherte sich den Titel und damit den direkten Wiederaufstieg ins Bezirksoberhaus. Der FC Brigachtal, ebenfalls Bezirksliga-Absteiger, kann den Dauchingern über die Relegationsspiele folgen. Im Tabellenkeller schaffte der SV Überauchen geradeso den Klassenerhalt. Der Drittletzte SV Niedereschach hat noch einen Funken Hoffnung, in der Liga zu bleiben.

Bereits am drittletzten Spieltag krönte sich der FC Dauchingen als Meister. Mit Trainer-Rückkehrer Uwe Gleichauf stand die Elf, mit Ausnahme von fünf Spieltagen, immer auf Platz eins, seit dem zwölften Spieltag durchgehend. Die Mannschaft erwies sich als sehr konstant in den Leistungen und hatte zudem die beste Abwehr. Dass es danach zwei Niederlagen gab, und der Vorsprung an der Spitze auf einen Zähler schmolz, kann die Mannschaft verkraften. Dauchingen will sich nun wieder in der Bezirksliga etablieren. Dieser Spielklasse gehörte der Verein von 2008 bis 2018 ununterbrochen an.

Durchgehend auf den Plätzen eins bis drei bewegte sich mit dem FC Brigachtal ein weiterer Bezirksliga-Absteiger, der nun in zwei Entscheidungsspielen gegen den SV Grafenhausen die Chance auf eine Rückkehr in die Bezirksliga hat. Im Saisonfinale gelangen sieben Siege in Folge. „Dauchingen hat nicht gepatzt und so war frühzeitig klar, dass es für uns allein um Platz zwei geht. Die Entscheidungsspiele werden zeigen, ob wir eine gute Runde gespielt haben. Ich will zurück in die Bezirksliga, denn noch haben wir nichts erreicht“, sagt der scheidende Trainer Werner Bucher. Seine Elf ist die mit Abstand beste Rückrundenmannschaft, hatte aber nach der Vorrunde mit fünf Punkten Rückstand zur Spitze schon nahezu alle Chancen auf die Meisterschaft verspielt. Nachfolger von Bucher wird Svend Fochler.

Von Platz 13 am siebten Spieltag ging es für den NK Hajduk VS stetig nach oben. Mit Rang drei wurde Platz vier aus der vergangenen Saison verbessert. „Genau das war auch unser Ziel. Ein Platz unter den fünf besten Mannschaften ist bei unserem guten Kader immer Pflicht. Wir werden nun versuchen, Rang zwei anzugreifen“, sagt Trainer Davor Koprivnjak. Ein, zwei Verstärkungen sind fest eingeplant und werden kommen. Das Ziel, die beste Abwehr der Staffel zu stellen, wurde knapp verfehlt. „Wir müssen noch stabiler werden. Mit der vergangenen Saison bin ich sehr zufrieden“, ergänzt Koprivnjak.

Nach 42 Punkten in der vergangenen Saison erreichte die SG Vöhrenbach/Hammereisenbach diesmal 44 Zähler. „Wir haben wieder einen Schritt nach vorne gemacht und darauf bin ich auch ein bisschen stolz“, sagt der scheidende Trainer Franz Ratz. Die 24 Zähler bei Saison-Halbzeit gaben Hoffnung, einen der ersten zwei Plätze anzugreifen. „Ich hatte etwas mehr erwartet. Im Frühjahr haben wir die Konstanz und Lockerheit vermissen lassen. Vielleicht war auch der Druck meinerseits zu groß“, so Ratz. Er ist sich sicher, dass die Elf auch im dritten Jahr in der Liga wieder eine gute Rolle spielen wird. Aller Ehren wert ist Platz zwei in der Fairplaywertung. Die Nachfolge von Ratz tritt bei den Bregtälern Gianvito Romeo (bisher FC Bad Dürrheim) an.

Als vor der Saison die Frage nach den Titelfavoriten gestellt wurde, fiel ein Name immer wieder: SV Rietheim. Dem Verein war es im vergangenen Sommer gelungen, viele ehemalige Spieler zurückzuholen, die zwischenzeitlich in höheren Ligen aktiv waren. Allerdings lief es von Anfang an nicht. Am 13. Spieltag kam Rietheim erstmals von den Abstiegsplätzen weg. Trainer Rafael Zimmermann musste bald gehen. Nach einer Interimslösung erwies sich die Verpflichtung von Ex-Profi Markus Knackmuß als Spielertrainer als Volltreffer. Mit Knackmuß gewann die Elf an Stabilität und sicherte sich Rang zwei in der Rückrundentabelle. Wohl mehr als ein Fingerzeig, was von Rietheim in der kommenden Saison erwartet werden darf.

Als Vizemeister beendete die DJK Villingen II die Saison 2017/18, durfte aber durch den Abstieg der ersten Mannschaft aus der Landes- in die Bezirksliga nicht um den Aufstieg spielen. Der größere personelle Umbruch in der ersten Mannschaft hatte Auswirkungen auf die Reserve-Elf. Die DJK darf dennoch mit der Saison zufrieden sein, denn die Mannschaft hielt sich größtenteils zwischen den Plätzen drei und sechs auf. Primäres Ziel war und ist es, junge Spieler zu entwickeln, die den Sprung ins Bezirksliga-Team schaffen. Aus der Jugend werden wieder Spieler aufrücken, so dass die Villinger zuversichtlich in die neue Saison gehen dürfen.

Trotz weniger Spiele stockte der FC Kappel seine Punktebilanz auf. Das Torverhältnis von 78:75 zeigt, dass die Partien des FC Kappel in erster Linie für die Zuschauer einen hohen Unterhaltungswert haben. Tore gab es in jedem der 28 Spiele mit Kappeler Beteiligung. „Wir haben in einigen Partien vier Tore erzielt und dennoch nicht gewonnen. Das gesamte Defensivverhalten der Mannschaft muss sich verbessern“, sagt Spielertrainer Kai Bommer, der zusammen mit seinem Bruder Axel 44 der 78 Tore erzielte. Bommer: „Wir mussten aufgrund der Verletzungen vor allem in der Innenverteidigung sehr oft umstellen. Bei unserem kleinen Kader ist das kaum zu kompensieren. Dennoch müssen wir wieder stabiler werden, wollen wir weiter nach oben.“ Die Mannschaft bleibt weitgehend zusammen.

Wie in der vorherigen Spielzeit schloss der FC Schönwald die Saison auf Rang acht ab, bei einem Plus von zwei Punkten. Während die Zahl der Gegentreffer nahezu gleich blieb, reduzierte sich die Zahl der erzielten Tore deutlich. Trainer Christian Furtwängler zögerte lange mit seiner Verlängerung. Zwischenzeitlich lieferte die Elf mit einer kleinen Serie an Siegen gute Argumente. Drei Spieltage auf Platz drei ließen kurzfristig Hoffnungen aufkommen, bevor es im Saisonfinale wieder etwas bergab ging. Im Sommer zeichnen sich einige Verstärkungen ab, unter anderem mit Rückkehrer Jörg Ringwald vom FC Furtwangen, so dass es für Schönwald durchaus wieder ein Stück nach oben gehen kann.

Seit Jahren wird vor dem ersten Spieltag immer wieder der VfB Villingen in den Kreis der Titelfavoriten aufgenommen und seit Jahren wird die Mannschaft dieser Rolle nicht gerecht. Villingen bewegte sich zwischen den Plätzen vier und 15. „Wir mussten erkennen, dass nicht alle Spieler zu 100 Prozent zu unserer Philosophie passen. Daher wird sich im Kader einiges ändern“, kündigt Trainer Toni Szarmach an. Die jungen Spieler hätten einen Schritt nach vorne gemacht, müssen zukünftig aber mehr Verantwortung übernehmen. Bedenklich ist die erneut hohe Zahl an Gegentreffern (66). Szarmach hofft auf die baldige Rückkehr von Stefan Drzyzga und möchte in der kommenden Saison bewiesen, dass Villingen mehr kann. Szarmach: „Ein Aufstieg macht erst dann Sinn, wenn wir das Potenzial für den Klassenerhalt in der Bezirksliga haben. Eine Fahrstuhl-Mannschaft möchte ich nicht.“ Der VfB ist mit Abstand Letzter in der Fairplay-Wertung.

Bis in das Saisonfinale galt der FC Tannheim als ein Abstiegskandidat. Nie kam die Elf von den zweistelligen Tabellenplätzen weg. Als Trainer Franco de Rosa, der eigentlich erst zu Beginn der neuen Saison einsteigen sollte, die Elf übernahm, folgten sieben Siege in den letzten sieben Spielen. „Ich habe versucht, wieder Ordnung in die Mannschaft zu bringen. Als jeder seine Aufgabe und Position kannte, lief unser Spiel“, resümiert de Rosa. Er vermittelte den Akteuren ein positives Denken und fortan lebte die Elf von einer großen Motivation und Zielsetzung. „Wir haben im Saisonfinale die Messlatte höher gelegt. Diese Leistungen gilt es in der kommenden Saison zu bestätigen. Ein solider Mittelfeldplatz muss unser Ziel sein“, betont de Rosa.

Zum dritten Mal in Folge müssen sich die Sportfreunde Neukirch mit einem zweistelligen Tabellenplatz begnügen. Die vergangene Saison war ein ständiges Auf und Ab. Am zweiten und 17. Spieltag standen die Neukircher auf Rang vier, fünf Mal aber auch auf Rang elf. Zwischenzeitlich schien es, als ob die Elf des scheidenden Trainers Udo Glander oben angreifen kann, doch dann fehlte die Konstanz in den Leistungen. Hinzu kamen in einigen Spielern individuelle Fehler, die Punkte kosteten. So war der Ligaerhalt rechnerisch auch erst am letzten Spieltag klar. Vier gelbrote und zwei rote Karten sorgten dafür, dass einige Spiele in Unterzahl beendet werden mussten.

In der vergangenen Saison aus der Bezirksliga abgestiegen, hatte der SV Überauchen lange Hoffnungen, schnell wieder ins Bezirksoberhaus zurückkehren zu können. Gegen Ende der Saison ging der Mannschaft von Trainer Sigurd Bickmann jedoch die Puste aus. Am vorletzten Spieltag stand die Elf erstmals auf einem direkten Abstiegsplatz, der noch abgegeben wurde. Die zwei zusätzlichen Partien gegen den SV Eisenbach aus der Staffel 2 um den Ligaerhalt entfallen. Überauchen bleibt in der Kreisliga A. „Ein direkter Abstieg wäre bitter gewesen. Dass die Mannschaft lebt, haben wir am letzten Spieltag mit dem Sieg gegen Dauchingen gezeigt“, urteilt Trainer Bickmann. Schon jetzt steht fest, dass es am Saisonende wieder Abgänge gegeben wird. Auch die Trainerfrage für 2019/20 ist weiterhin ungeklärt. Bickmann will, „dass die ganze Unruhe rund um den Verein endlich endet“.

Mit viel Euphorie startete Aufsteiger SV Niedereschach nach einigen Jahren in der Kreisliga B in das Abenteuer Kreisliga A. Die Elf verstand es zunächst gut, sich da zu etablieren. Bei Saison-Halbzeit stand Niedereschach auf Rang sechs. Es folgte die zweitschlechteste Rückrunde aller Teams der Liga. „Uns sind aus Verletzungsgründen sechs, sieben Stammspieler weggebrochen. Bei unserem kleinen Kader ist das nicht zu kompensieren“, sagt Spielertrainer Marco Tümpel, der ebenfalls als Torjäger ausfiel. „Knackpunkt war das Spiel gegen Schonach, als wir den Sieg nicht über die Zeit gebracht haben. Danach war bei uns ein Bruch zu sehen“, so Tümpel. Noch dürfen die Niedereschacher auf den Klassenerhalt hoffen. Setzen sie sich in der Relegation gegen den TuS Bonndorf II durch und ist zudem der FV Marbach in der Aufstiegsrunde zur Landesliga erfolgreich, bleibt Niedereschach in der Kreisliga A. Ein Abstieg wäre „ein Schlag für uns alle“, so Tümpel. Die Mannschaft stand nur am dritten und am letzten Spieltag auf Rang 13, ansonsten immer besser.

Nach dem Aufstieg 2017 und Platz neun in der Premierensaison muss der FC Schonach II zurück in die Kreisliga B. Seit dem achten Spieltag kam das Team nicht mehr von einem Abstiegsplatz weg. Somit war schnell klar, wohin der Weg führen wird. Als Unterbau der Landesliga-Elf ist der Abstieg ein Rückschlag für den Verein, denn in der Kreisliga B wird es schwierig, Spieler an das Niveau der ersten Elf heranzuführen. Dass in der Rückrunde mehr Punkte als in der Vorrunde geholt wurden, ist ein schwacher Trost. Zwischenzeitlich gab es einen Trainerwechsel, doch entscheidend kam die Elf, die oft personell verändert wurde, nicht voran.

Ab dem fünften Spieltag zierte der FC Pfaffenweiler II das Tabellenende und kam von dieser Position auch nie wieder weg. Frühzeitig stand fest, dass es nach nur einer Saison wieder zurück in die Kreisliga B gehen wird. Die gewaltigen Personalsorgen in der Bezirksliga-Mannschaft schlugen sich auch in der zweiten Mannschaft nieder, so dass Trainer David Townsend oft improvisieren musste. Pfaffenweiler gelang nur ein Sieg (in Tannheim) in 28 Spielen. Das miserable Torverhältnis (minus 81) zeigt deutlich, dass die Mannschaft gegenüber den Konkurrenten abfiel. Auf eigenem Platz wurde sogar nur ein einziger Punkt geholt. Da sich die Perspektiven im Bezirksliga-Kader wieder verbessern, sollte sich auch die zweite Mannschaft in der Kreisliga B schnell wieder etablieren und kann vielleicht einen neuen Angriff starten.