Fußball-Bezirksliga: (daz) Am zweiten Spieltag hatte der FC Gutmadingen die Tabellenführung übernommen, die er nun an den FV Marbach abgeben werden musste. Einen regelrechten Aufstand gab es hingegen im Tabellenkeller. Am zwölften Spieltag punkteten die Kellerkinder kräftig.

Mit dem 0:3 gegen Marbach kassierte der FC Königsfeld im siebten Heimspiel die erste Niederlage auf eigenem Platz. „Es war ein völlig verdienter Sieg der Marbacher. Sie waren zumindest in den ersten 45 Minuten in allen Belangen überlegen. Marbach spielte mit einer Spritzigkeit, die beeindruckte“, sagt Königsfelds Jörg Klausmann vom Trainer-Duo Klausmann/Jörg Holik. Für die Königsfelder sei die klare Heimniederlage kein Rückschlag. Klausmann: „Wir wissen. was wir können und wir wissen auch, was wir nicht können. So wie Marbach spielt, so wollen wir auch einmal spielen. Bis dahin wartet noch viel Arbeit“, fügt Klausmann an. Ihn beeindruckte zudem die Aggressivität und Abgeklärtheit der Gäste. „Wir wurden mehrfach abgekocht.“

Einen 3:2-Sieg in Donaueschingen feierte der FC Bräunlingen, wobei Raphael Emminger das Kunststück fertig brachte, in weniger als 60 Sekunden zweimal zu treffen. Erst gelang ihm der 2:2-Ausglich und dann der 3:2-Siegtreffer. „Wir haben gut begonnen und verdient 1:0 geführt. Später hatten wir bei Aluminiumtreffern der DJK Glück, dass nicht das 1:3 fiel. Dann wären wir vielleicht nicht mehr zurückgekommen“, bilanziert Trainer Uwe Müller. Nach der 3:2-Führung habe seine Elf gut organisiert verteidigt. Wie wichtig die drei Zähler waren, zeigten die anderen Ergebnisse im Tabellenkeller. Müller: „Das ist schon eine verrückte Liga. Jedes Wochenende gibt es unerwartete Resultate.“

Aufsteiger FC Fischbach darf für sich reklamieren, als erster Bezirksligist den Code von Spitzenreiter Gutmadingen geknackt zu haben. Den 2:1-Erfolg der Fischbacher in Gutmadingen hatte kaum jemand auf der Rechnung. „Jeder einzelne Spieler bei uns hat sehr couragiert gespielt. Um beim Spitzenreiter zu gewinnen, brauchst du auch das nötige Quäntchen Glück und das hatten wir“, bilanziert Trainer Günter Hirsch. Er hatte eine Taktik gewählt, die durchaus Offensivaktionen beinhaltete, was sich auszahlte. „Vielleicht haben wir Gutmadingen damit überrascht. Wir wollten Nadelstiche setzen und wir haben sie gesetzt. Gegen Ende der Partie wurde der Druck immer größer. Umso mehr freue ich mich, dass wir diesen unbeschadet überstanden haben“, ergänzt Hirsch.

Nach sieben Spielen ohne Sieg stoppte der FC Pfaffenweiler mit dem 3:0 gegen Weilersbach den Abwärtstrend. „Der Erfolg tut uns richtig gut. Die Erleichterung ist jedenfalls groß, denn wir wussten ja fast nicht mehr, wie sich ein Sieg anfühlt“, sagt Spielertrainer Patrick Anders. Nach längerer Pause wirkte Stefan Link erstmals wieder mit und war nicht nur wegen seines Treffers zum 1:0 ein belebendes Element. Anders weiß indes, dass dieser Erfolg nur ein erster Schritt gewesen sein kann, zumal einige in der Tabelle hinter Pfaffenweiler platzierten Teams ebenfalls ihr Punktekonto aufbesserten.

Ein großes Aufatmen gab es auch beim SV Obereschach nach dem 4:3-Erfolg gegen eine starke Bonndorfer Mannschaft. „Wir haben immer zum richtigen Zeitpunkt getroffen. Die Treffer kurz vor und nach der Pause waren Gold wert“, sagt Alexander Lees, der nun nur noch sportlicher Leiter in Obereschach ist, nachdem Christoph Hayn das Amt des Spielertrainers übernommen hat. Lees hofft, dass dieser Sieg Bremsen lösen wird, denn noch steht Obereschach auf einem Abstiegsplatz. Woran es zu arbeiten gilt, liegt für den sportlichen Leiter auf der Hand: „Unsere größte Baustelle ist das Defensivverhalten. Wenn du im Schnitt nahezu vier Tore kassierst, kannst du in der Liga nicht bestehen.“

Mit dem 2:1-Erfolg bei der SG Riedböhringen/Fützen gelang dem SV TuS Immendingen der erste Saisonsieg. „Wir hatten schon unter der Woche im Pokal ein gutes Spiel gezeigt. Jetzt waren wir einfach einmal an der Reihe. Die drei Punkte tun uns sehr gut und sollten Aufwind geben“, sagt Trainer Naser Berisha. Die Immendinger sind zwar weiterhin im Besitz der Roten Laterne, sind dem Tabellenmittelfeld jedoch einen Schritt näher gekommen. „Wir haben mehr Potenzial, als es die Tabelle ausdrückt. Der Sieg war sehr verdient und hätte sogar noch höher ausfallenkönnen“, fügt Berisha an.