Fußball, südbadischer Pokal, Halbfinale: DJK Donaueschingen – 1. FC Rielasingen-Arlen (Donnerstag, 17.30 Uhr). Gibt es am 25. Mai das Schwarzwälder Traumfinale um den südbadischen Verbandspokal? Nachdem der FC 08 Villingen am Mittwochabend gegen Linx mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung den Einzug ins Endspiel geschafft hat, will die DJK Donaueschingen nun nachziehen. Für Landesliga-Spitzenreiter steigt am Donnerstag das Spiel des Jahres, vielleicht sogar des Jahrzehnts. Seit dem erstmaligen Einzug in die Runde der letzten Vier des südbadischen Pokales fiebert ganz Allmendshofen der Partie entgegen. Es lockt der Finaleinzug. Die Hürde davor könnte aber kaum höher sein. Die Gäste sind Spitzenreiter der Verbandsliga und wollen nach 2017 zum zweiten Mal in das Endspiel. Damals feierte Rielasingen-Arlen einen 6:1-Endspielsieg gegen den VfR Hausen und zog in den DFB-Pokal ein.

Die Donaueschinger spielen bisher eine bärenstarke Punktspielsaison und auch im Pokal zeigte die Elf von Trainer Tim Heine, dass sie zu großen Taten bereit ist. „Alle Spieler freuen sich auf diese Partie gegen Rielasingen-Arlen. Nach dem bisherigen Saisonverlauf dürfen wir befreit ins Spiel gehen. Der Druck liegt beim Gegner. Die Gäste sind der Favorit. Meine Spieler sollen das Halbfinale vor einer sicherlich großartigen Kulisse genießen. Unser Ziel muss es sein, schnell den Funken überspringen zu lassen, gut in die Zweikämpfe zu kommen, couragiert zu spielen und möglichst einen frühen Rückstand zu vermeiden“, sagt Heine.

Heine hat den Gegner zweimal gesehen und zudem auch von neutraler Seite beobachten lassen. „Rielasingen-Arlen spielt ähnlich wie wir. Wir werden da nicht einen, sondern zwei, drei Matchpläne brauchen“, sagt Heine. Taktisch will sich der DJK-Trainer im Vorfeld nicht in die Karten schauen lassen, verspricht aber, keine zu defensive Ein- und Aufstellung. „Wir werden selbst ein gewisses Tempo anschlagen und keine Angst haben, aber auch nicht übermotiviert auftreten“, kündigt Heine an. Klar ist, dass beide offensiv ihre Qualitäten haben.

Tim Heine hat viele Alternativen: „Es ist doch völlig klar, dass bei so einem Event jeder spielen will. Wir werden die richtige Startelf auswählen und auch auf der Bank Spieler haben, die nahezu die gleiche Qualität besitzen“. Ausfallen wird nur Heiko Reich, der schon vor einem halben Jahr einen Oster-Urlaub geplant hatte. Max Schneider ist wegen einer Fersenverletzung angeschlagen.

Während die DJK in 23 Meisterschaftsspielen 63 Mal traf, bietet der Gast eine Quote von 78 Treffern in 24 Partien an. Mit dem Ex-Villinger Nedzad Plavci (23 Treffer) und Silvio Battaglia (21) hat Rielasingen-Arlen überragende Torjäger.

Wie Heine hat auch Gäste-Trainer Michael Schilling den Gegner beobachtet. „Wir wissen, dass wir der Favorit sind und nehmen diese Rolle auch an. Wir sind in der Verbandsliga oft in der Favoritenrolle und haben es gelernt, damit umzugehen. Wir sind selbstbewusst und wollen jedes Spiel gewinnen, also auch diese Halbfinalpartie. Donaueschingen hat eine gute und starke Mannschaft, die auch aufsteigen wird“, sagt Schilling.

In personellen Fragen hält sich Schilling bedeckt. „Wir haben einen großen Kader, mit dem wir auch attraktiven Fußball spielen.“

Der Rielasinger Trainer rechnet mit 300 bis 500 Anhängern, die die Gäste mit auf die Baar bringen werden. Rielasingen-Arlen will das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Als Torwart-Trainer fungiert bei den Gästen Andreas Ackermann, jahrelang Spieler und Trainer beim FC Neustadt.