Fußball-Kreisliga A, Staffel 1: Der FC Dauchingen ist in der Kreisliga A 1 auf dem besten Weg, direkt wieder in die Bezirksliga zurückzukehren. Am anderen Tabellenende ist Aufsteiger FC Pfaffenweiler II schon etwas abgeschlagen.

Mit sieben Punkten Vorsprung und dem mit Abstand besten Torverhältnis überwintert der FC Dauchingen an der Tabellenspitze. „Die Zwischenbilanz ist schön, aber wir haben noch nichts erreicht. Es gibt keinen Grund, sich zurückzulehnen. Wir wissen genau, woran wir noch zu arbeiten haben“, sagt Trainer Uwe Gleichauf. Vor allem am Ende der ersten Saisonhälfte lief es für Dauchingen gut. Die Punkte wurden eingefahren und die Verfolger patzten. Aller Ehren wert sind die erst 16 Gegentreffer in 16 Partien. „Der Schnitt von 1,0 macht mich stolz. Das zählt aber alles nicht, wenn wir nachlassen“, ergänzt Gleichauf.

Im zweiten Jahr in der Liga meldet die SG Vöhrenbach/Hammereisenbach Ansprüche für eine Top-Platzierung an. „Es macht viel Spaß auf die Tabelle zu schauen“, sagt Trainer Franz Ratz. Der SG-Coach hat immer daran geglaubt, dass seine Elf dieses Potenzial habe. „Die Jungs sind alle sehr ehrgeizig und möchten manchmal nicht vom Trainingsplatz. Da ist ein enormer Teamgeist gewachsen, der von einer großen Leidenschaft begleitet wird. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, sagt Ratz. Seine Elf blieb zudem als einziges Team der Liga ohne Platzverweis. In allen Bereichen sei eine Entwicklung zu erkennen, was den Trainer freut, zugleich warnt er jedoch: „Wir zwar eine glänzende Ausgangsposition, aber noch nichts erreicht.“

Lange sah es nach einem Titel-Zweikampf zwischen den Bezirksliga-Absteigern FC Dauchingen und FC Brigachtal aus. Dann musste Brigachtal abreißen lassen und verlor auch noch Rang zwei. „Wir haben einen Horror-November gespielt. Dabei verlief unsere Vorbereitung nahezu optimal. Doch dann kamen Verletzungen und ein schwacher Trainingsbesuch. Wenn du im Training nur vier-gegen-vier spielen lassen kannst, dann ist auch in den Spielen nicht mehr zu erwarten“, findet Trainer Werner Bucher deutliche Worte. Er vermisst den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft. „Gerade von den Spielern, die nicht immer zu ersten Elf zählen, muss mehr kommen“, fordert Bucher und erwartet einen Schub, wenn alle Akteure wieder zur Verfügung stehen. Er fordert die Spieler auf, „nachzudenken, ob sie wirklich jederzeit alles für den Erfolg der Mannschaft tun“. Brigachtal ist immerhin der einzige Kreisligist, der im Bezirkspokal-Viertelfinale noch dabei ist.

Lange dümpelten die Sportfreunde Neukirch im Tabellenkeller herum, bevor die Elf von Trainer Udo Glander zu einem vehementen Schlussspurt ansetzte. Die Bilanz der letzten vier Partien: Zwölf Punkte und 10:0 Tore. Aus den Neukirchern wurde eine Elf, die ganz oben mitspielen kann. „Ich wusste immer um das Potenzial bei uns. Endlich haben wir es abgerufen. Ich habe auch aus vielen Gesprächen erfahren, dass die Jungs einfach keine Lust mehr darauf hatten, immer nur gegen den Abstieg zu spielen“, bilanziert Glander. Mit dem neuen Selbstvertrauen haben sich die Neukircher auch für die Rest-Saison einiges vorgenommen. „Wenn wir die gute Form und Einstellung mit in die Frühjahrsrunde nehmen, sind wir sicherlich noch zu einigen Überraschungen fähig“, ergänzt Glander.

Wie in der ersten Mannschaft gab es auch bei der DJK Villingen II im Sommer einen größeren personellen Umbruch. Und wie die "Erste" benötigte auch die Reserve Zeit, um sich zu finden. Das gelang unter Trainer Adrian Schade fast noch schneller als erwartet. Mittlerweile hat sich DJK bis auf vier Punkte an den Tabellenzweiten herangeschoben. Platz zwei, der im Vorjahr durch den Abstieg der ersten Elf nicht für die Bezirksliga-Aufstiegsspiele berechtigte, scheint weiterhin machbar. Noch wichtiger ist es den Verantwortlichen, Spieler aufzubauen, die sich für die Bezirksliga-Elf empfehlen.

Der FC Kappel ging im bisherigen Saisonverlauf nur dreimal als Verlierer vom Platz. Getoppt wird das nur von Dauchingen (zwei Niederlagen). „Uns haben die sechs Unentschieden einige Punkte gekostet. Natürlich sind wir gegenüber der vergangenen Saison einen Schritt vorangekommen. Dies lag daran, dass wir nicht so viele Ausreißer nach unten hatten. Ich bin dennoch nicht durchgehend zufrieden, weil eindeutig mehr möglich war. Wir haben die Qualität, um um Platz zwei mitzuspielen“, sagt Trainer Kai Bommer. Ihm war es bisher nicht vergönnt, zweimal in Folge mit der gleichen Formation zu beginnen. Wenn die Mannschaft an ihre Möglichkeiten glaube und das Verletzungspech einen Bogen um Kappel macht, sei noch einiges möglich.

Fast schon traditionell zählte der VfB Villingen vor der Saison zu den Teams, die weit oben erwartet werden. Diesem Anspruch wurde die Elf selten gerecht. „Wir haben im Verein ein klares Konzept. Wir wollen die jungen Spieler entwickeln und da sind wir einen guten Schritt vorangekommen“, sagt Trainer Toni Szarmach. Er weiß aber auch, dass es nur mit jungen Akteuren nicht geht. Szarmach: „Wir werden in der Winterpause erfahrene Spieler holen. Wir brauchen diese Mischung“. Einer der Spieler wird Roman Rudenko sein. Viel Arbeit liegt vor dem Trainer weiterhin bei der Defensivarbeit, wie 42 Gegentreffer zeigen. Noch hat der VfB zumindest Rang zwei nicht abgeschrieben.

Nach zahlreichen Spielerabgängen wurde Bezirksliga-Absteiger SV Überauchen eine schwierige Saison prognostiziert. Allen Unkenrufen zum Trotz hielt sich Überauchen lange in der Spitzengruppe und hat auch jetzt noch eine ordentliche Ausgangsposition. „Wir hatten zwischenzeitlich ein Loch mit sechs Spielen ohne Sieg. Ansonsten hat es die Mannschaft sehr gut gemacht. Wir hatten uns vorgenommen, in Schlagdistanz zu Platz zwei zu bleiben. Das haben wir geschafft“, freut sich Trainer Sigurd Bickmann. Er ist davon überzeugt, dass seine Elf diesbezüglich ein gewichtiges Wörtchen mitsprechen wird, sollten alle wichtigen Spieler weiterhin zur Verfügung stehen. Im Winter werden ein, zwei Zugänge kommen, darunter auch ein Torhüter. Die größte Baustelle ist die Abwehr. 37 Gegentreffer sind deutlich zu viel.

Aufsteiger SV Niedereschach spielte bisher eine starke Saison. „Es hätten drei, vier Punkte mehr sein können, aber mit den 22 Zählern sind wir weitgehend zufrieden“, sagt Spielertrainer Marco Tümpel. Seiner Elf lastet etwas der Ruf der Minimalisten an, wie das Torverhältnis von 21:20 zeigt. „Wir haben etwas gebraucht, um in der neuen Liga anzukommen. Wir sollten uns aber nicht zu sicher fühlen, denn hinter uns stehen Mannschaften, die ganz andere Ansprüche haben“, ergänzt Tümpel. Er wünscht sich, dass sein Team im Torabschluss noch effektiver wird und stabiler auftritt. Tümpel: „Wir müssen konstanter spielen. Gelingt uns das, haben wir gute Chancen, die Liga zu halten.“

Deutlich mehr wurde vor der Saison vom NK Hajduk VS erwartet. Die Elf kam aber nie über das Mittelmaß hinaus. Die Mannschaft von Trainer Davor Koprivnjak muss auch nach unten schauen. Bei nur drei Erfolgen auf eigenem Platz hat zudem die von vielen Konkurrenten gefürchtete Heimstärke von Hajduk einige Kratzer abbekommen.

In der vergangenen Saison rettete sich der FC Schönwald erst dank einer bärenstarken Schlussphase vor dem Abstieg. Auch diesmal steckt die Elf von Trainer Christian Furtwängler wieder im Tabellenkeller fest. Bisher stand Schönwald zwar nie auf einem der letzten drei Plätze, doch der Vorsprung ist minimal. In erster Linie sollte die Elf wieder mehr Heimstärke entwickeln, denn die eigenen Zuschauer durften sich bei den neun Heimspielen nur über zwei Siege freuen.

Nach zahlreichen Neuzugängen wurde der SV Rietheim als der Top-Favorit gehandelt. Dieser Rolle wurde die Elf nie gerecht. Im Gegenteil: Rietheim kämpft gegen den Abstieg. „Nicht wir haben uns als Favorit bezeichnet, wir wurden von den anderen Trainern in diese Rolle gedrängt“, sagt Vorsitzender Felix Bickel. Immerhin gelang mit dem 7:0 gegen Pfaffenweiler II ein versöhnlicher Jahresabschluss. „Für die Köpfe war das ganz wichtig. Bei uns ist viel zusammengekommen, Verletzungspech sowie unglückliche Entscheidungen und Niederlagen“, ergänzt Bickel. Rietheim hofft auch eine bessere Rückrunde, in der mit Marc Riesle auch ein erfahrener Spieler wieder zur Verfügung steht. „Das Beispiel von Neukirch sollte uns Mut machen. Mit einer Serie lässt sich viel aufholen“, sagt Bickel, der noch vor Weihnachten einen neuen Trainer präsentieren will, nachdem der schwache Start zur Trennung von Rafael Zimmermann führte und Rietheim zuletzt mit einer Übergangslösung arbeitete.

Der FC Tannheim kam nie über den zehnten Platz hinaus. Nach der Trennung vom bisherigen Übungsleiter Christoph Raithel übernahm mit Sebastian Schmöckel erneut ein Tannheimer Insider das Amt, doch auf ihn wartet viel Arbeit. Die 37 Gegentreffer zeigen, wo sich die Elf verbessern muss. Die zweitschlechteste Tordifferenz könnte bei der engen Liga noch zu einer Hypothek werden. Der Elf fehlt zudem ein echter Torjäger. Bester Schütze ist Ferdinand Schmid mit fünf Treffern.

Mit Platz neun schaffte der FC Schonach II in der vergangenen Saison eine beachtliche Platzierung. Ein halbes Jahr später steckt die Elf von Trainer Jürgen Schmidt im Abstiegskampf, hat allerdings gegenüber den Konkurrenten einen kleinen Vorteil. Wie Alex Fischinger, Trainer der ersten Mannschaft ankündigte, werde er helfen, die zweite Vertretung in der Liga zu halten. Möglicherweise auch mit Spielern aus dem Landesliga-Kader. Die Schonacher werden die Kräfte bündeln, denn sie wissen nur zu genau, dass als Unterbau der ersten Mannschaft die Zweite nicht absteigen sollte. Während sich 26 Gegentreffer sehen lassen können, sollten die 21 erzielten Tore dringend ausgebaut werden.

Die Freunde und die Euphorie über den Aufstieg erhielten beim FC Pfaffenweiler II schon bald einen gewaltigen Dämpfer. Riesiges Verletzungspech in erster und zweiter Mannschaft raubten schon jetzt schier alle Hoffnungen auf den Ligaerhalt. Nur sechs Punkte und eine Tordifferenz von minus 40 sind eine große Hypothek für die Elf um Trainer David Townsend. Vieles deutet darauf hin, dass der Abstecher in die Kreisliga A im Sommer wieder endet.