Fußball-Kreisliga A, Staffel 1: Spitzenreiter FC Dauchingen kassierte am Samstag in Rietheim die dritte Saisonniederlage (0:2), doch dank der Patzer der Verfolger bleibt der Vorsprung mit zehn Punkten weiterhin sehr komfortabel. „Es war ein ausgeglichenes Spiel. Ein individueller Fehler von uns hat das 0:1 begünstigt. Danach wollten wir den Ausgleich und haben den zweiten Treffer kassiert. Die Leistung von uns war in Ordnung und die Niederlage wird uns nicht umwerfen“, sagt Trainer Uwe Gleichauf. Erstmals überhaupt spricht Gleichauf nun das klare Ziel aus: „Wir wollen Meister werden. Bei zehn Punkten Vorsprung und nur noch sieben Spielen darf es keine andere Zielsetzung geben.“

Elf von 15 möglichen Punkten holte der SV Rietheim aus den vergangenen fünf ungeschlagenen Partien und ist auf die Überholspur abgebogen. „Die Partie gegen Dauchingen hatte für die Kreisliga ein gutes Niveau. Daran hatten beide Teams ihren Anteil“, resümiert Rietheims Spielertrainer Markus Knackmuß. Er sieht seine Elf „in der Breite richtig gut aufgestellt“. Hinzu kommen „fleißige Trainingseinheiten“, die sich in den Spielen auszahlen. Für die engagierte Partie gegen Dauchingen sparte Knackmuß nicht mit Lob. „Wir machen momentan vieles richtig. Zu sehen, dass wir den Spitzenreiter bezwingen können, wird uns weiterhin Selbstvertrauen geben.“ Von mehr oder gar einem Angriff auf Rang zwei will Knackmuß jedoch nicht sprechen.

Das mit Spannung erwartete Brigachtaler Ortsderby zwischen dem SV Überauchen und FC Brigachtal entschied der Gastgeber mit 1:0 Toren für sich. „Da ist schon etwas Genugtuung dabei, zumal wir bereits im ersten Vergleich dicht vor einem möglichen Sieg standen“, sagt Überauchens Trainer Sigurd Bickmann. Für ihn war seine Elf „in allen Belangen überlegen“ und hätte sogar mehr Tore erzielen können, ja müssen. „Dabei denke ich nur an drei Riesenchancen, die Brigachtals Torhüter pariert.“ Gegen Ende der Partie hätte auch Brigachtal gute Möglichkeiten gehabt, doch Bickmann stuft den Erfolg als „hochverdient“ ein. Seine Elf habe nun, wie übrigens die halbe Liga, gute Chancen auf Rang zwei.

Für Werner Bucher, Trainer des FC Brigachtal, ist es nicht nachvollziehbar, warum seine Elf in Überauchen so schwach agierte. „Es war unser schlechtestes Saisonspiel. Die erste Viertelstunde war gut, doch dann war es mit der Herrlichkeit vorbei. Da wird noch eine deutliche Aussprache folgen“, kündigt Bucher an. In Halbzeit eins habe FCB-Schlussmann Thiele mit tollen Paraden einen Rückstand verhindert. Bucher: „Schon da waren wir harmlos in den Zweikämpfen, hatten eine hohe Fehlpassquote und haben den Gegner aufgebaut. Ich weiß nicht, was da los war. Ich kann auch unsere Fans verstehen, die schon zeitig gegangen sind.“ Bitter sei die Niederlage auch deshalb, weil die Elf es versäumt habe, sich im Gerangel um Platz zwei deutliche Vorteile zu verschaffen. Auch deshalb wird Bucher jetzt viele Gespräche suchen. „Ich möchte gern wissen, ob wirklich alle von uns die gleichen sportlichen Ziele haben.“

Trotz drei selbst erzielter Tore in Kappel musste sich die SG Vöhrenbach/Hammereisenbach mit 3:4 geschlagen geben. „Ich nehme die Niederlage auf meine Kappe. Ich habe meine Mannschaft zu offensiv aufgestellt, da ich in Kappel drei Punkte mitnehmen wollte. Das ausgewählte 3:5:2-System war ein Fehler“, sagt SG-Trainer Franz Ratz. Kappel habe es perfekt verstanden, die Lücken in der Defensive der SG aufzudecken und zu nutzen, sodass die SG ohne Punkte blieb. Seiner Mannschaft sprach Ratz dennoch ein Kompliment aus. „Wir haben auch in Unterzahl alles versucht und nie aufgegeben. Der Platzverweis war indes dumm und unnötig.“ Die SG holte somit aus den vergangenen drei Partien nur einen Zähler.

Nach einer Niederlagenserie gelang es den Sportfreunden Neukirch mit dem 4:0-Erfolg gegen Niedereschach, den Negativtrend zu stoppen. „Offenbar haben die Spieler nun den Ernst der Lage erkannt. Wir waren bedrohlich in die zweite Tabellenhälfte abgerutscht. Ich hoffe, wir haben im Kopf die Situation jetzt angenommen und werden nachlegen“, verspricht Trainer Udo Glander. Die Partie wurde sehr hart geführt, sodass es auf beiden Seiten einige verletzte und angeschlagene Spieler gab. Glander selbst musste schon den ersten 35 Minuten dreimal auswechseln. Bei den Gästen erwischte es Spielertrainer Marco Tümpel mit einer Verletzung.