Fußball-Kreisliga A, Staffel 2: Mit sechs Partien startete die Liga in die Restrunde. Dabei ließen die ersten drei Teams allesamt Federn, während Mannschaften aus dem Tabellenkeller etwas aufatmen können.

Die dritte Niederlage der Saison musste der FC Lenzkirch hinnehmen und den Platz an der Sonne an die SG Kirchen-Hausen abtreten. Das 1:2 beim SV Öfingen bewertet Trainer Zejlko Cosic als verdiente Niederlage. „Es war ein Sieg des Willens für Öfingen. Wir sind erst in der Schlussphase aufgewacht, als wir in Unterzahl gespielt haben und hatten in der Nachspielzeit Pech mit einem Pfostenschuss. Insgesamt haben wir zu wenig gemacht, um das Spiel gewinnen zu können.“ Die Auftaktniederlage knüpft an eine Vorbereitung an, die aus Sicht des Trainers eher dürftig verlief. „Die letzten Wochen verliefen eher mäßig. Wir werden sicherlich noch zwei, drei Wochen benötigen, um zur Form der Hinrunde zu kommen“, so Cosic. Ungünstig ist der Zeitpunkt der Lenzkircher Formsuche: In den kommenden drei Spielen hat der Tabellenzweite ausschließlich direkte Konkurrenten um den Aufstieg vor der Brust. Am nächsten Wochenende steigt das Spitzenspiel gegen die SG Kirchen-Hausen, dann gastiert das Cosic-Team beim SSC Donaueschingen, ehe der SV Hinterzarten nach Lenzkirch kommt.

Die SG Kirchen-Hausen nutzte den Ausrutscher der Lenzkircher nur teilweise. Zwar zogen die Aufsteiger an der Tabelle vorbei auf Platz eins, ließen aber beim 2:2 im Heimspiel gegen den SV Eisenbach zwei Punkte liegen. Dabei fiel der Ausgleich der Gäste in der 88. Minute. „Ein Sieg für uns wäre gerechter gewesen. Wir haben in der zweiten Hälfte überlegen agiert“, sagt Trainer Peter Tumler, der sich auch noch mehrere Tage nach dem Spiel mit dem späten Ausgleich in Folge eines Freistoßes beschäftigt. „Der Ball war so lange in der Luft, dass wir ihn eigentlich klären müssen. Es ist für mich unverständlich, dass wir in dieser Situation ein Gegentor kassiert haben“, so Tumler. Nichtsdestotrotz blickt der Trainer auf das anstehende Spitzenspiel in Lenzkirch voraus. „Die Aufgabe wird nicht einfach, aber lösbar. Ich erwarte ein interessantes Spiel, in dem alles möglich ist.“

Auch der Tabellendritte SSC Donaueschingen gab zum Auftakt der Restrunde spät zwei Zähler aus der Hand. Gegen den FC Pfohren kamen die Schellenberger nicht über ein 2:2 hinaus. Auch in dieser Partie fiel der Ausgleich spät in der Schlussphase. „Das Remis fühlt sich eher wie eine Niederlage an. Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft und hätten das Spiel früh für uns entscheiden müssen. Beide Pfohrener Tore waren Geschenke, die wir ihnen gemacht haben“, ärgert sich Trainer Thomas Minzer. Dass auch die Konkurrenz Federn ließ, ist für den Übungsleiter nebensächlich. „Es ärgert mich viel mehr, dass wir keine drei Punkte eingefahren haben, unabhängig davon, was die anderen Mannschaften machen.“

Der SV Öfingen sorgte mit dem 2:1-Erfolg über den FC Lenzkirch für die Überraschung des Rückrundenauftakts. Trainer Jörg Kienast findet im Anschluss nur lobende Worte für sein Team. „Wir haben insgesamt nicht unverdient gewonnen, weil wir mehrere gute Chancen auf das 3:0 hatten. Mir haben die Disziplin und Leidenschaft gefallen, die meine Mannschaft gezeigt haben.“ Obwohl der Rückstand auf die Tabellenspitze nur noch sechs Punkte beträgt, formuliert der Trainer des Tabellenfünften demütige Ziele. „Wir schauen zunächst, dass wir 38 Punkte erreichen, denn zum ersten Abstiegsplatz sind es nur zehn Zähler. Wenn wir dies geschafft haben, werden wir intern neue Ziele formulieren.“

Einen 1:0-Sieg feierte die SG Riedöschingen/Hondingen gegen den FC Löffingen II. Trainer Roland Waldraff spricht von einem glücklichen, aber verdienten Sieg. „Wir haben mehrere 100-prozentige Chancen vergeben, was in der Regel bestraft wird. In der Schlussphase haben wir große Böcke geschossen und können uns bei Torhüter Fabian Pfeiffer bedanken, dass er stark reagiert hat. Wir hätten uns nicht beklagen dürfen, wenn wir noch den Ausgleich kassiert hätten. Aber am Ende fragt niemand mehr, wie die drei Punkte zustande gekommen sind.“ Mit Blick auf die Tabelle stuft Waldraff die drei Punkte als sehr bedeutend ein. „Gündelwangen und Pfohren, die beide hinter uns stehen, haben am Wochenende ebenfalls gepunktet. Daher war der Sieg für uns sehr wichtig. Dennoch wissen wir, dass wir die nächsten Spiele nicht beruhigt angehen können.“ Die SG verbesserte sich durch den Sieg auf Rang acht und hat aktuell sieben Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Von diesem distanzierte sich auch der SV Gündelwangen. Das Team von Spielertrainer Yakup Sevimli gewann mit 2:1 beim TuS Bonndorf II und hat nun ein Polster von drei Punkten auf das rettende Ufer. „Verdient war der Sieg eher nicht. Bonndorf hatte in Hälfte zwei mehr Chancen. Wir hätten uns nicht über ein Unentschieden beschweren dürfen“, so Sevimli, der vor allem einen Sieggaranten ausgemacht hat. „Wir sind sehr froh, dass wir in der Winterpause Torhüter Kevin Simanowski vom FC Erzingen verpflichten konnten. Nun haben wir einen echten Torwart.“