Fußball, Relegationsspiele zur Bezirksliga: Mit dem 4:1-Heimsieg im Relegations-Hinspiel hat sich der SV Grafenhausen in die Favoritenrolle um das letzte Bezirksliga-Ticket katapultiert. Der FC Brigachtal muss hingegen im Rückspiel Stehauf-Qualitäten beweisen.

Gemessen am Spielverlauf, der auch gut und gerne ein Remis ermöglicht hätte, stellt das 4:1 ein etwas zu deutlicher Sieg für den SV Grafenhausen dar. Dies sieht auch Trainer Nils Boll so. „Mit diesem Resultat hatte ich nicht gerechnet. Für uns ist es natürlich ziemlich gut, aber um ein Tor zu hoch ausgefallen. Brigachtal hatte auch die ein oder andere gute Chance, die unser Torhüter Philipp Johnston aber entschärft hat“, fasst der Übungsleiter zusammen. Dass die Brigachtaler eines der unter Umständen sehr wichtigen Auswärtstore erzielten, ärgert Boll weniger als die vielen Standardsituationen, denen sich seine Mannschaft ausgesetzt sah. „Da war unser Gegner brandgefährlich. Das müssen wir im Rückspiel vermeiden“, so Boll, der vor verfrühtem Jubel warnt: „Wir sind noch nicht durch. So ein Ergebnis kann sich schnell drehen. Brigachtal ist mit seinen starken Stürmern Kleiser und Blust immer für Tore gut. Sollten wir aber einen Treffer erzielen, wird es für den Gegner sehr schwer.“

Für den FC Brigachtal ist das 1:4 ein herber Dämpfer für die Aufstiegsambitionen. „Das Ergebnis hört sich brutal an. Grafenhausen ist zwar der verdiente Sieger, so überzeugend waren sie aber nicht“, ordnet Trainer Werner Bucher ein. Seine Fehleranalyse umfasst im Wesentlichen zwei Punkte: „Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht, die zu den Gegentoren führten. Auf der anderen Seite müssen wir in den Abschlüssen konsequenter sein. Die Chancen auf ein Unentschieden waren da, nur wir haben sie vergeben.“

Über 90 Minuten betrachtet sah Bucher eine der schwächsten Leistungen seiner Mannschaft in der gesamten Saison. Bucher: „Damit habe ich in einem Spiel, in dem es auf alles ankommt, nicht gerechnet.“ Entsprechend entschlossen geht der Trainer-Routinier das Rückspiel am Samstag in Klengen an: „Daheim muss es krachen. Ein 3:0 würde genügen. Das wird eine heiße Kiste und eine schwierige Aufgabe, aber wir sind immer zu einigen Toren fähig.“