Fußball-Oberliga: Bereits am Dienstag hatte der SÜDKURIER vermeldet, dass Somen Tchoyi schlechte Karten hat, einen Vertrag beim FC 08 Villingen zu erhalten. Und so kam es denn auch. Die Nullachter sagten dem ehemaligen Nationalspieler aus Kamerun ab. „Nach dem Faktor Mensch hätten wir Somen Tchoyi eigentlich verpflichten müssen, sportlich hat es leider nicht ganz gepasst“, begründet FC 08-Sportvorstand Arash Yahyaijan die Entscheidung, warum man den Ex-Profi nun doch nicht verpflichtet.

Tchoyi war eine Woche lang in Villingen, um mit der Villinger Oberliga-Mannschaft zu trainieren. Der 35-Jährige kam auch bei der 0:2-Testspielniederlage gegen den FC Holzhausen in Eutingen zum Einsatz. Dabei habe sich laut Yahyaijan abgezeichnet, dass Tchoyi zwar technisch über hervorragende Fähigkeiten verfüge, im läuferischen Bereich für die Oberliga Baden-Württemberg jedoch Defizite habe. Yahyaijan: „Dennoch ist in der einen Woche eine Freundschaft entstanden. Wir haben mit Somen vereinbart, weiterhin in Kontakt zu bleiben. Wir sind in Gesprächen, dass er uns künftig im Scouting-Bereich unterstützen könnte.“

Der Villinger Sportvorstand betrachtet den Kontakt zu dem 35-jährigen, der sich derzeit beim österreichischen Siebtligisten ASV Taxham fit hält, als Bereicherung. „Für unsere Spieler war es sehr interessant, solch einen ehemaligen Topspieler mit diesem enormen Erfahrungsschatz kennenzulernen. Wir hatten sehr gute und interessante Gespräche mit Somen.“ Red Bull Salzburg, FC Augsburg und West Bromwich Albion (2. englische Liga) zählten zu den Stationen von Tchoyis fußballerischer Karriere.

Der FC 08 Villingen plant trotz der Absage weiterhin ein bis zwei Neuverpflichtungen und wird die nächsten Tage vor allem weitere Spieler im Offensivbereich testen.