Fußball-Oberliga: FC Germania Friedrichstal – FC 08 Villingen (Samstag, 14 Uhr). Nachdem sich der FC 08 Villingen in den ersten beiden Spielen nach der Winterpause eine gute Ausgangslage verschafft hat, geht es nun zum Tabellenschlusslicht nach Friedrichstal. Dies ist für die Nullachter die erste Partie des Jahres, die auf Rasen stattfindet, denn die Germania verfügt nicht über einen Kunstrasen. „Wir haben aus diesem Grund seit Dienstag auch im Friedengrund auf Rasen trainiert“, sagt Villingens Trainer Jago Maric – wohl wissend, dass der Platz in Friedrichstal relativ eng und klein ist. Auch deshalb warnt der Coach seine Mannschaft davor, die Partie auf die leicht Schulter zu nehmen. „Das wird alles andere als ein Selbstläufer. Wir müssen voll focussiert bleiben, ansonsten wird es mit dem angestrebten Sieg nichts." Im Hinspiel kassierten die Schwarzwälder vor eigenem Publikum gegen den Aufsteiger zwar drei Gegentreffer, konnten aber ihrerseits sechs Tore bejubeln.

Die Germania hat in der Winterpause Ex-Profi Dubravko Kolinger als Trainer verpflichtet. Eine grundlegende Ergebniswende trat bislang aber nicht ein. Kolinger bekräftigte derweil, dem Klub auch im Falle eines Abstiegs in die Verbandsliga treu zu bleiben. Dass seine Mannschaft das Schlusslicht unterschätzt, glaubt Maric derweil nicht: „Alle sind sich bewusst, dass wir nach unseren beiden guten Spielen hoch konzentriert nachlegen müssen, um den Kontakt zu den Spitzenteams zu halten.“

Personell gibt es bei den Nullachtern wenig Neues. Außer den Langzeitverletzten Stjepan Geng und Daniel Wehrle fällt nun auch seit vergangenen Samstag Nico Tadic aus. Eine endgültige Diagnose für den Defensivspezialisten wird es wohl erst nächste Woche geben, wenn das Ergebnis der MRT-Untersuchung vorliegt. Am Wahrscheinlichsten scheint derzeit eine Kreuzbandverletzung: „Wir müssen davon ausgehen, dass uns Nico eine Weile fehlen wird“, befürchtet Maric. Auch Patrick Haag, der sich im Prüfungsstress befindet, wird die Fahrt nach Friedrichstal nicht antreten. „Damit fallen bei uns schon vier Optionen weg. Ich habe nun nur noch ein oder zwei echte Alternativen für die Startformation“, sagt Maric. Zu diesen zählt neben dem wiedergenesenen Valentin Vochatzer mittelfristig auch Neuzugang Saheed Mustapha, der mit dem Naturrasen eher zurecht kommt als mit dem Kunstrasen: „Bei ihm wird es besser – er muss nun unbedingt dran bleiben“, fordert Maric. Nachdem Mauro Chiurazzi gegen Ravensburg abermals eine solide Partie spielte, hat das Trainerteam auf dieser Position nur bedingt Wechsel-Gründe. Maric: „Wir werden in den kommenden Wochen aber auf jeden Fall auch jene Spieler noch benötigen, die derzeit nicht in der Startformation stehen.“