Fußball-Oberliga: FC 08 Villingen – 1. FC Normannia Gmünd (Samstag, 15 Uhr). Vor der Partie gegen den abstiegsgefährdeten Aufsteiger aus Gmünd plagen den FC 08 Villingen Personalsorgen. Kapitän Benedikt Haibt kämpft erneut mit einer Muskelverhärtung, Umut Sönmez hat eine Grippe und Manuel Stark laboriert noch an seiner Leistenverletzung. Das Trio dürfte am Samstag ebenso wenig zum Einsatz kommen wie Mauro Chiurazzi, der beim 0:3 in Bahlingen die rote Karte sah und für zwei Spiele gesperrt wurde. Damit fällt der Außenverteidiger zwar gegen Gmünd und am kommenden Mittwoch in Neckarsulm aus, steht jedoch am 4. Mai gegen die Stuttgarter Kickers wieder zur Verfügung.

Am Samstag spielen kann vermutlich Gianluca Serpa, der sich in Bahlingen nach einem Pressschlag das Innenband überdehnte. Positive Signale gibt es von den beiden Langzeitverletzten. Daniel Wehrles Handprobleme sind beseitigt – vermutlich wird der „Sechser“ gegen Gmünd sein Comeback geben. Noch nicht so sicher ist das bei Stjepan Geng: Da die Kurzeinsätze in der U23 jedoch positiv verliefen, wird der Mittelfeldstratege möglicherweise nun auch im Oberliga-Team am Samstag einige Minuten Spielzeit bekommen.

„Es bereitet mir schon einiges Kopfzerbrechen, mit welcher Startformation wir auflaufen“, sagt Nullacht-Coach Jago Maric. Ohne Sönmez und Haibt wäre wohl Volkan Bak gemeinsam mit Damian Kaminski einer der Hauptanwärter auf einen Platz in der ersten Elf, was den Sturm betrifft. Kamran Yahyaijan, der vergangenen Donnerstag einen Schlag auf den Knöchel bekam und deshalb in Bahlingen nicht zum Einsatz kam, stünde vermutlich ebenfalls zur Verfügung. Er wird aber auch in der U23 gebraucht, die am Samstag direkt nach dem Spiel des Oberliga-Teams die wichtige Begegnung gegen die Spielvereinigung F.A.L. bestreiten muss. „Wir sind in der zweiten Halbzeit in Bahlingen schon mit vier U23-Akteuren aufgelaufen. Jetzt werden wir genau abwägen müssen, wer wo spielt“, so Maric.

Der Gegner aus Gmünd befindet sich in einem sportlichen Tief, das sich auch am Mittwoch in Pforzheim (0:4) fortsetzte. Möglicherweise könnte die „Englische Woche“ von Gmünd ein Vorteil für die Villinger sein. Maric: „Wir werden geduldig und konzentriert zu Werke gehen müssen und den Ball laufen lassen. Wir wollen die drei Punkte im Friedengrund behalten. Ich bin optimistisch, dass uns dies auch gelingt, wenn wir Gmünd unter Druck setzen.“

Für die restliche Saison in der Oberliga, in der es wohl nur noch um die Platzierung, nicht aber um einen der ersten beiden Tabellenplätze gehen dürfte, wollen die Nullachter möglichst viele Punkte einfahren. Im Hinterkopf hat man aber bereits das Pokal-Finale am 25. Mai gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen. Mit dem nun feststehenden Austragungsort Pfullendorf ist Jago Maric einverstanden. „Singen wäre uns noch etwas lieber gewesen, aber Pfullendorf hat sicher einen gut bespielbaren Platz und auch die Rahmenbedingungen stimmen dort“, meint der Trainer.