Fußball, Südbadischer Pokal, Halbfinale: FC 08 Villingen – SV Linx (Mittwoch, 17.30 Uhr). Die Spannung steigt: Der FC 08 Villingen bestreitet am Mittwoch das bislang wichtigste Spiel in dieser Saison. Gegen den SV Linx geht es nicht nur um den Einzug ins Pokalfinale am 25. Mai (Austragungsort noch offen), sondern auch um die Revanche für das Pokalfinale im vergangenen Jahr, als sich die Linxer mit 2:1 gegen die Nullachter durchsetzten. „Natürlich erinnere ich mich noch an diese Niederlage. Es muss uns aber egal sein, wie der Gegner in einem Halbfinale heißt“, relativiert FC 08-Trainer Jago Maric. Das Ziel laute nun mal Pokalsieg. Auf dem Weg dorthin müsse man jeden Kontrahenten schlagen.

Nach zwei sehr unbefriedigenden zweiten Halbzeiten in Oberachern (1:3) und zuhause gegen Göppingen (2:2) standen einige Einzelgespräche auf dem Programm, die Maric zu der Erkenntnis brachten: „Das Team weiß, worauf es jetzt ankommt, unter anderem darauf, nicht nur 70 Minuten alles zu geben, sondern die komplette Spielzeit.“ Und die kann in diesem Halbfinale durchaus 120 Minuten dauern, denn die beiden Teams sind auch Oberliga-Konkurrenten. „Die Chancen sind, wie bei jedem Pokalspiel, 50:50. Da zählt keine Tabelle und keine Vergangenheit“, sagt der Villinger Coach. Linx habe eine starke, routinierte Mannschaft, die nicht auf die beiden Stürmer Adrian Vollmer und Marc Rubio zu reduzieren sei, „auch wenn wir versuchen müssen, die beiden nicht zur Entfaltung kommen zu lassen“. Der SV Linx, der in der 1. DFB-Pokal-Runde nach guter Vorstellung knapp an Nürnberg scheiterte, war zuletzt in der Liga nicht so erfolgreich. Die Mannschaft lieferte aber am Samstag gegen die Stuttgarter Kickers (0:3) eine ordentliche Partie ab, wobei die Ortenauer lediglich ihre Chancen nicht konsequent nutzten.

Bei den Nullachtern dürfte es auch eine Nervensache werden: „Die Stimmung in der Mannschaft ist jetzt wieder gut. Ich bin recht optimistisch“, sagt Jago Maric. Wichtig für ihn, dass der zuletzt grippekranke Kapitän Benedikt Haibt wieder von Anfang an auflaufen kann. Alternativ stünde Volkan Bak, der am Samstag mit einer Muskelverhärtung vom Platz musste, zur Verfügung. Während die langzeitverletzten Stjepan Geng, Daniel Wehrle und Nico Tadic nicht mit von der Partie sein werden, hat Maric ansonsten keine Personalsorgen – und die Startformation „zu etwa 85 Prozent“ im Kopf.

Beide Teams wissen, um was es geht und haben genug Anreiz: Die komplette Linxer Mannschaft durfte im August vergangenen Jahres die DFB-Pokal-Atmosphäre erleben. Aber auch im Villinger Kader stehen noch genügend Spieler, die bei der Pokal-Begegnung in Freiburg gegen Schalke 04 im August 2016 mit dabei waren. Die Verantwortlichen des FC 08 hoffen derweil, dass die zahlreiche Unterstützung der eigenen Fans und der damit verbundene Heimvorteil ein paar weitere Prozent zum Final-Einzug ausmachen könnten. Übrigens: Der zweite Finalist wird am Donnerstag (17.30 Uhr) bei der Paarung DJK Donaueschingen – 1. FC Rielasingen-Arlen ermittelt.