Fußball-Oberliga: SGV Freiberg – FC 08 Villingen (Samstag, 14 Uhr) Nach einer durch das Winterwetter beeinträchtigten Vorbereitung startet der FC 08 wieder in den Kampf um Oberliga-Punkte – und das ausgerechnet bei Spitzenreiter SGV Freiberg. Die Partie wird auf dem dortigen Kunstrasen stattfinden. Ein Untergrund, an den sich die Freiberger schon seit Monaten gewöhnt haben.

Villingens Sportlicher Leiter, Arash Yahyaijan, sieht dies jedoch nicht als Nachteil für die Nullachter: „Wenn am Samstag der Anpfiff ertönt, sind alle Widrigkeiten der Vorbereitung bei uns vergessen und es beginnt bei 0:0. Wenn wir den Schwierigkeiten mit unserem Winterwetter aus dem Weg gehen wollten, müssten wir den Verein irgendwo anders ansiedeln“, verdeutlicht Yahyaijan, dass man sich schon fast an die Kapriolen in der kalten Jahreszeit gewöhnt habe. Gleichwohl war es in den vergangenen Wochen besonders übel: Zweimal wurde der Platz geräumt, am Montag machte dann aber eine erneute Schneeschicht das Geläuf kaum bespielbar. Immerhin: Jetzt sieht es besser aus, zumal die Wettervorhersage der nächsten Tage vor-frühlingshafte Temperaturen verspricht. Ob das erste Heimspiel am 23. Februar gegen den FV Ravensburg jedoch im Stadion ausgetragen werden kann, erscheint äußerst fraglich.

Zunächst konzentriert sich das Team von Jago Maric („Wir werden alles raushauen, was geht“) ohnehin auf das Gastspiel in Freiberg – auf die Freiberger hat der FC 08 derzeit fünf Punkte Rückstand. Verlieren sollte man demnach nicht. Maric ist äußerst gespannt, wie sich seine Mannschaft beim Favoriten präsentieren wird, zumal zuletzt relativ wenig Gelegenheit bestand, auf taktische Finessen zu achten.

Die Aufstellung hat der Cheftrainer zu einem guten Teil im Kopf. Nicht überraschend wäre, wenn die Neuzugänge Umut Sönmez und Sanoussy Baldé in der Startformation stünden. Nicht zum Kader dürften hingegen Patrick Haag (war auch diese Woche noch krank) sowie Valentin Vochatzer (Trainingsrückstand nach Verletzung) zählen. Auf die Langzeitverletzten Daniel Wehrle und Stjepan Geng muss der Cheftrainer ohnehin noch verzichten. Auf zwei bis drei Positionen wollte Maric noch Last-Minute-Entscheidungen in Sachen Aufstellung treffen.

Der Villinger Coach weiß natürlich, dass sein Team ein waches Auge auf den gegnerischen Angreifer Marcel Sökler haben muss. Sökler legte bislang eine überragende Runde hin und ist mit 19 Treffern der Top-Torschütze in der Oberliga. Dass die Freiberger mit dem bisherigen Saisonverlauf ohnehin mehr als zufrieden sind, zeigte ihre Personalpolitik in den vergangenen Wochen. Es gab keinen einzigen Neuzugang. Trainer Ramon Gehrmann stellte frühzeitig klar: „Man kann mir anbieten, wen man will – ich brauche keinen neuen Spieler.“ Dementsprechend gehen die Württemberger ohne externe Zugänge, aber dafür mit reichlich Optimismus in die zweite Saisonhälfte. Das Duell mit den Nullachtern wird auf der SGV-Homepage als „das erste von zahlreichen Endspielen um die Tabellenspitze bezeichnet“. Die Vorbereitung bei den Freibergern verlief unspektakulär, aber ohne größere Wetterkapriolen.

Der geplante Fan-Bus der Nullachter zum Spitzenspiel nach Freiberg musste aufgrund der zu geringen Nachfrage abgesagt werden.